Das Märchen-ABC

Redaktion

Hier findet ihr eine kleine Zusammenstellung bekannter Märchentitel, mit einer kurzen Zusammenfassung der Inhalte.

Aladin und die Wunderlampe stammt aus den Märchen aus 1001 Nacht

Aladin sollte im Auftrag eines Zaubers in einer Höhle eine Öllampe suchen. Er fand die Lampe, aber als er sie dem Zauberer übergeben wollte, versuchte der Zauberer Aladin zu betrügen.

So behielt Aladin die Lampe und entdeckte so, dass in der Lampe ein Geist wohnt. Der Geist erfüllt dem Eigentümer der Lampe alle Wünsche, so wird Aladin reich und kann die Tochter des Sultans heiraten.

Aschenputtel auch Aschenbrödel aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein junges Mädchen, die Tochter eines Kaufmanns, lebt nach dem Tod ihrer Mutter einige Zeit allein mit dem Vater, bis der Vater eine andere Frau heiratet, die zwei weitere Mädchen mit in die Ehe bringt. Die Stiefmutter und die Stiefschwestern schikanieren die Tochter des Kaufmanns unaufhörlich. Sie muss in der Asche neben dem Küchenherd schlafen und wurde von da an Aschenputtel genannt. Von einer Reise bringt der Vater dem Aschenputtel ein Haselreis mit. Das Haselreis pflanzt Aschenputtel auf das Grab der verstorbenen Mutter. Das Haselreis wächst zu einem großen Strauch heran, auf dem oft ein weißer Vogel sitzt. Der Vogel kann Aschenputtel Wünsche erfüllen. Als der König ein Fest gibt, bekommt Aschenputtel von dem Vogel ein wunderschönes Kleid und feine Schuhe. So geht Aschenputtel zum Fest, wo sich der Prinz in das unbekannte Mädchen verliebt. Aschenputtel verliert nach der dritten Begegnung mit Prinzen einen Schuh. So macht sich der Prinz auf die Suche nach Aschenputtel, die er schließlich mit Hilfe einer Taube findet. Der Prinz heiratet Aschenputtel.

Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten aus der Sammlung der Brüder Grimm

Vier alt gewordene Tiere, Esel, Hund, Katze und Hahn sollen getötet werden. Auf der Flucht vor ihren Besitzern treffen sie aufeinander. So machen sie sich auf Vorschlag des Esels auf den Weg nach Bremen. Nachts kommen sie in einen Wald an einem Räuberhaus vorbei, in dem sie eine Pause einlegen wollen. Sie verscheuchen die Räuber um in dem Haus bleiben zu können.

Das tapfere Schneiderlein aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein armer Schneider erschlägt während des Essens sieben Fliegen. Von seiner Tat begeistert, stickt er den Schriftzug „Sieben auf einen Streich“ auf seinen Gürtel und zieht damit in die Welt. Die Menschen und auch der König glauben einen Helden vor sich zu haben. So bittet der König den Schneider um Hilfe. Durch allerlei Tricks gelingt es dem Schneider alle Herausforderungen zu bewältigen und heiratet am Ende der Geschichte die Tochter des Königs.

Tapferes Schneiderlein

Däumelinchen von Hans Christian Andersen

Eine Frau bittet eine Hexe um Hilfe, weil sie sich ein Kind wünscht. Die Hexe gibt ihr ein Samenkorn. Die Frau pflanzt das Samenkorn ein. Daraus entwickelt sich eine Blume in deren Blüte sich ein Mädchen befindet. Das Mädchen ist so groß wie ein Daumen und wird deshalb Däumelinchen genannt. Eine Kröte entführt Däumelinchen nachts heimlich, um sie mit ihrem Krötensohn zu verheiraten. Hilfsbereite Fische nagen das Seerosenblatt ab, auf dem Däumelinchen von der Kröte gefangen gehalten wird. So treibt sie mit dem Seerosenblatt zum nächsten Abenteuer. Sie muss noch einige Abenteuer bestehen und trifft auf einen Maikäfer, eine Feldmaus, einen Maulwurf und auf eine Schwalbe. Schließlich findet sie ihren Märchenprinzen, der ihre Größe hat und mit dem sie glücklich wird.

Die Schöne und das Biest ist ein Volksmärchen aus Frankreich

Ein reicher Mann mit vielen Kindern, von denen bis auf ein Kind mit dem Namen Belle, alle Kinder gierig und böse sind, geht auf Geschäftsreise. Belle wünscht sich als Mitbringsel eine Rose Nach erfolgloser Reise verirrt sich der Mann auf der Rückreise in einem Wald und trifft dort auf ein Schloss. In dem menschenleeren Schloss findet er einen gedeckten Tisch und so stärkt er sich und übernachtet im Schloss. Am nächsten Morgen entdeckt er den Rosengarten, pflückt dort eine Rose für Bell. Plötzlich erscheint ihm ein Biest. Als das Biest den Mann töten will erzählt er von dem Wunsch seiner Tochter. Das Biest lässt den Mann frei, verlangt aber, dass der Mann seine Tochter in sein Schloss bringt. So lebt Belle einige Monate bei dem Biest ein gutes Leben. Weil Bell Heimweh bekommt, darf sie zu ihrer Familie zurück. Sie soll aber nach einer Woche wieder zum Biest zurückkehren. Sie bekommt von dem Biest einen Spiegel, mit dem sie immer sehen kann wie es im Schloss aussieht und einen Ring, mit dem sie nach dreimaligem Drehen sofort zum Schloss zurückkehren kann.

Belle bleibt länger als geplant bei ihrer Familie, schaut aber in den Spiegel um zu sehen was im Schloss los ist. Als sie das Biest weinend im Rosengarten sieht, kehrt sie sofort ins Schloss zurück. Sie sagt dem Biest, was fast tot auf dem Boden liegt, dass sie es liebt und als Tränen auf das Fell fallen, wird aus dem Biest ein schöner Prinz.

Dornröschen aus der Sammlung der Brüder Grimm

Zur Geburt einer Tochter gab ein Königspaar ein großes Fest. Es sollten auch die Feen eingeladen werden. Weil nicht genug Geschirr im Schloss war, wurden statt der vorhandenen 13 Feen nur 12 Feen eingeladen. Die 13. Fee, die nicht eingeladen wurde, verhängte über die Prinzessin einen Fluch. Sie sollte sich zu ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und daran sterben. Die 12 eingeladenen Feen veränderten den Fluch in einen hundertjährigen Schlaf. Sofort begann der König alle Spindeln im Königreich verbrennen zu lassen. An ihrem 15. Geburtstag fand die Prinzessin im Turmzimmer eine Spindel und stach sich an ihr. Die Prinzessin und ihr kompletter Hofstaat fielen in einen tiefen Schlaf. Um das Schloss herum wuchs eine riesengroße Dornenhecke. Ein Prinz fand die Prinzessin nach genau 100 Jahren, küsste sie und erweckte so die Prinzessin und ihren Hofstaat.

Der gestiefelte Kater aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein alter Müller vererbte seinem ersten Sohn eine Mühle, seinem zweiten Sohn einen Esel und seinem dritten Sohn einen Kater, der der menschlichen Sprache mächtig war. Der Kater überredete den Sohn ihm ein paar Stiefel anfertigen zu lassen. Seinem neuen Besitzer dankbar, verschaffte der Kater dem armen Müller durch allerlei Tricks Reichtum und Glück, so dass der arme Müllerssohn am Ende die Königstochter heiraten konnte.

Die Gänsemagd  aus der Sammlung der Brüder Grimm

Eine Prinzessin wurde mit ihrer Magd in ein anderes Königsreich zum Heiraten geschickt. Auf dem Weg dorthin zwang die Magd die Prinzessin ihr das Pferd zu überlassen. Die Magd gab sich als Prinzessin aus, die Prinzessin hingegen musste in dem Königreich als Gänsemagd arbeiten. Dem Pferd wurde der Kopf abgeschlagen. Der Kopf wurde an ein Tor genagelt, durch das die Gänsemagd täglich mit den Gänsen ziehen musste. Einmal als die Gänsemagd mit ihren Gänsen durch das Tor zog und dem Pferdekopf ihr Leid klagt, wurde sie von dem alten König belauscht. So kam der Betrug ans Licht. Die echte Prinzessin konnte den Prinzen heiraten und musste nicht mehr als Gänsemagd arbeiten.

Drei kleine Schweinchen ist ein englisches Märchen

Drei Schweinchen bauen sich ein Haus, ein Schweinchen baut ein Haus aus Stroh, ein weiteres ein Haus aus Holz und das dritte Schweinchen baut ein Haus aus Stein. Der Wolf versucht die Häuser einzureißen, was ihm bei dem Steinhaus aber nicht gelingt.

Der kleine Muck ein Märchen von Wilhelm Hauf

Der kleine Muck hat sich von seiner Dienstherrin verzauberte Pantoffeln und einen verzauberten Spazierstock als Lohn für seine Arbeit genommen. Damit ist er in eine andere Stadt geflohen. Dort wird er vom Sultan des Diebstahls bezichtigt, als er einen verschwundenen Schatz gefunden hatte. Um sich aus dem Gefängnis frei zu kaufen, verrät er dem Sultan die Zauberkraft der Pantoffeln und des Der Sultan behält die Pantoffeln und den Spazierstock.

Muck wird aus der Stadt geworfen. Als er verzauberte Feigen findet, die den Menschen riesige Ohren und ein lange Nasen wachsen lassen, schleicht er sich, als Händler verkleidet, wieder in die Stadt des Sultans. So gelangt er wieder zu seinen Pantoffeln und dem Spazierstock, der Sultan hingegen bleibt mit einer langen Nase und Eselsohren zurück.

Der Fischer und seine Frau  aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein armer Fischer lebte mit seiner Frau in einer ärmlichen Hütte. Er angelte im Meer und fing eine Flunder. Die Flunder flehte um ihr Leben, es stellte sich heraus, dass der Fisch ein verwunschener Prinz war. Als die Frau des Fischers davon erfuhr, forderte sie ihren Mann auf den Fisch zu rufen und sich Wünsche erfüllen zu lassen. Die Wünsche der Frau wurden von dem Fisch erfüllt. Aber als die Frau  sich wünschte Gott zu werden, wurde sie wieder in ihre ärmliche Hütte versetzt.

Der Froschkönig

Der Froschkönig aus der Sammlung der Brüder Grimm

Eine Prinzessin spielte mit ihrer goldenen Kugel im Garten, dabei fiel ihr die Kugel in den Brunnen. Ein Frosch bietet seine Hilfe an, fordert dafür aber ihre Freundschaft und ihre Bereitschaft mit ihm in Zukunft Tisch und Bett zu teilen. Der Frosch gibt der Prinzessin die Kugel. Die Prinzessin läuft einfach weg. Der Frosch folgt der Prinzessin ins Schloss. Auf Drängen des Königs muss die Prinzessin ihr Versprechen einhalten. Sie ekelt sich aber so vor dem Frosch, dass sie ihn gegen die Wand wirft, dabei verwandelt sich der Frosch in einen Prinzen. Der Prinz nimmt die Prinzessin mit in sein Land.

Der süße Brei aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein Mädchen lebte allein mit seiner Mutter. Es ging in den Wald als sie nichts mehr zu Essen hatten. Dort traf sie eine alte Frau, die ihr einen magischen Topf schenkte. Auf Anweisung konnte der Topf Brei kochen, so konnten sie sich satt essen. Als eines Tages das Mädchen nicht Zuhause war, ließ die Mutter den Topf Brei kochen. Die Mutter kannte aber das Wort  nicht um den Topf zu stoppen. So kochte der Brei über, floss aus dem Haus und immer weiter. Erst als das Mädchen wieder nach Hause kam, konnte sie den Topf mit dem Kennwort stoppen.

Der Wolf und die Sieben Geißlein aus der Sammlung der Brüder Grimm

Eine Ziegenmutter verlässt das Haus und trägt ihren sieben Kindern auf niemanden rein zu lassen. Der Wolf kommt vorbei, aber die Geißlein lassen ihn nicht herein. So frisst der Wolf Kreide um damit seine Stimme zarter zu machen. Er versucht wieder in das Haus zu kommen, aber die Geißlein erkennen ihn an seiner schwarzen Pfote. Der Wolf lässt sich vom Bäcker Teig auf die Pfote streichen und versucht erneut ins Haus der Geißlein zu kommen, die Geißlein öffnen die Tür. Der Wolf frisst sechs Geißlein, ein Geißlein kann sich in der Standuhr verstecken. Es berichtet später der heimkehrenden Ziegenmutter den Begebenheit. Die  Ziegenmutter und das Geißlein gehen zum schlafenden Wolf. Die Ziegenmutter öffnet den Bauch des Wolfs und die sechs Geißlein springen heraus. Sie legen große Steine in den Bauch des Wolfs und die Mutter näht den Bauch wieder zu. Als der Wolf wach wird, schleppt der sich zum Brunnen um seinen Durst zu stillen, fällt in den Brunnen und ertrinkt.

Des Kaisers neue Kleider ein Märchen von Hans Christian Andersen

Ein Kaiser lässt von zwei Betrügern neue Kleider aus kostbaren Stoffen anfertigen. Sie erzählen dem Kaiser, dass nur kluge Menschen die wertvollen Stoffen sehen können. Der Kaiser, seine Berater und auch das Volk trauen sich nicht zu erzählen, dass sie die Stoffe nicht sehen können, im Gegenteil alle tun so als wären sie hingerissen von den wundervollen Stoffen. Ein Kind macht dem Schwindel ein Ende und ruft laut aus, dass der Kaiser keine Kleider an hat.

Die Prinzessin auf der Erbse ein Märchen von Hans Christian Andersen

Ein Mädchen bittet im strömenden Regen um Einlass in ein Schloss. Sie erzählt, dass sie eine Prinzessin ist. Der König und der heiratswillige Prinz sind begeistert von der Prinzessin. Die Königin aber glaubt dem Mädchen nicht und testet das Mädchen. Sie legt eine Erbse unter einen gestapelten Haufen Matratzen und Decken. Als das Mädchen am nächsten Morgen erwacht, beschwert sie sich über das harte Bett. Für die Königin ist der Beweis erbracht, denn so empfindsam kann nur eine echte Prinzessin sein. Der Prinz und die Prinzessin heiraten.

Der tapfere Zinnsoldat ein Märchen von Hans Christian Andersen

Der tapfere Zinnsoldat hat nur ein Bein. Er verliebt sich in eine Tänzerin aus Papier, die um ihr Kleid einen Gürtel mit einem glänzenden Stern trug. Der Zinnsoldat fällt aus dem Fenster, wird von einem Jungen gefunden, der ihn in ein Papierschiff setzt und ihn den Rinnstein entlang fahren lässt. Auf seiner abenteuerlichen Fahrt trifft er eine Wasserratte und wird schließlich von einem Fisch verschlugen. Der Fisch wird gefangen und auf dem Markt verkauft. So gelangt der tapfere Zinnsoldat wieder nach Hause. Zuhause wird er von einem Jungen in den Ofen geworfen, ein Luftstoß weht auch die Papiertänzerin in den Ofen. Beide verbrennen, übrig blieben nur ein Zinnherz und der Stern.

Der Rattenfänger von Hameln  eine Sage aus der Sammlung der Brüder Grimm

In Hammel gab es eine Rattenplage, die der Rattenfänger, ein seltsam gekleideter Mann, gegen die Zahlung eines  Honorars beheben wollte. Als er auf seiner Flöte zu spielen begann, kamen alle Ratten und Mäuse hervor und folgten ihm. Er führte die Nager in die Weser, wo sie jämmerlich ertranken. Nun wollte der Rattenfänger sein Honorar aus der Stadt holen. Die Bürger wollte ihm das Honorar aber nicht zahlen. Der Rattenfänger verschwand ärgerlich aus der Stadt. Er kam aber einige Zeit später, als Jäger gekleidet, wieder in die Stadt und begann erneut auf seiner Flöte zu spielen. Nun aber folgten ihm die Kinder, so führte er 130 Kinder aus der Stadt und bis auf zwei Kinder wurden sie nie wieder gesehen.

Die sieben Raben aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein Vater verwünschte seine sieben Söhne, so wurden es Raben. Eigentlich sollten sie das Taufwasser für ihre gerade geborene schwache Schwester holen. Da aber der Krug zerbrach, trauten sie sich nicht mehr nach Hause. Die Schwester erholte sich und die Eltern hatten Freunde an ihr. Durch einen Zufall erfuhr sie, dass sie noch Brüder hatte und machte sich auf die Suche nach ihnen. Sie durchquerte die Welt, die Sonne, den Mond und die Sterne. Am Glasberg angekommen traf sie auf die Raben, die wieder zu Menschen wurden. Alle kehrte nach Hause zurück.

Die zertanzten Schuhe aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein König hatte 12 Töchter, die morgens immer zertanzte Schuhe hatten. Er wollte herausfinden wo sich die Töchter des Nachts aufhalten. Er versprach dem, der das Geheimnis lüften kann, dass er eine seiner Töchter heiraten darf.  Allerdings drohte den Männern nach drei Tagen ohne Erfolg der Tod. Viele Männer versuchten ihr Glück, schliefen nachts aber immer ein und verloren so ihr Leben. Eines Tages kam ein verwundeter Soldat in die Stadt. Er bekam von einer alten Frau einen Tarnmantel und den Rat den Schlaftrunk nicht zu trinken. Also ging er ins Schloss und tat so wie die alte Frau es ihm geraten hatte. Heimlich beobachtete er drei Nächte lang die Prinzessinnen und sammelte Beweise, die er später dem König vorlegte. Die Prinzessinnen tanzten jede Nacht mit zwölf verwunschenen Prinzen.  Zur Belohung durfte er die älteste Tochter heiraten und sollte nach dem Tod es Königs Herrscher im Königsreich werden.

Frau Holle aus der Sammlung der Brüder Grimm

Die schöne und fleißige Marie lebte mit der zweiten Frau ihres verstorbenen Vaters und deren fauler und hässlichen Tochter zusammen. Beim Spinnen fiel Marie die Spule in den Brunnen, die Stiefmutter zwang Marie in den Brunnen zu springen um die Spule zu holen. So gelangte Marie in eine wundersame Welt, sie traf dort auf sprechendes Brot, auf einen sprechenden Apfelbaum und landete schließlich bei Frau Holle. Bei ihr wohnte Marie einige Zeit, sie  versorgte den Haushalt der alten Dame und schüttelte die Betten auf. Als Marie von Heimweh geplagt wieder nach Hause wollte, belohnte Frau Holle sie mit einem Goldregen. Als Marie wieder Zuhause war, wollte ihre Schwester ebenfalls mit einem Goldregen belohnt werden. So sprang sie in den Brunnen und erlebte die gleichen Anforderungen wie die Goldmarie, aber da sie faul war, erfüllte sie die Wünsche nicht und bekam zum Abschied eine Ladung Pech über den Kopf, so bekleckert kam sie wieder nach Hause und hieß von nun an Pechmarie.

Hänsel und Gretel der Sammlung der Brüder Grimm

Hänsel und Gretel werden von ihren Eltern in den tiefen Wald geführt und dort gelassen, weil die Holzhackerfamilie sehr arm ist und ihre Kinder nicht mehr ernähren kann. Der erste Versuch die Kinder im Wald zu lassen scheitert, weil Hänsel den Weg mit Steinen markieren kann. Beim zweiten Versuch markiert er den Weg mit Brotstückchen, die werden von einem Vogel gefressen. Beim Umherirren im Wald treffen Hänsel und Gretel auf ein Haus, dass ganz und gar aus Keksen, Kuchen und Zuckerzeug gebaut ist. Die Kinder stillen ihren Hunger an dem Haus. Eine alte fast blinde Hexe wohnt in dem Haus und fängt die Kinder ein. Gretel muss den Haushalt machen und Hänsel wird in einen Käfig gesperrt. Die Hexe will ihn mästen um ihn später zu braten und zu verspeisen. Die Hexe befühlt täglich die Hand des Jungen um rauszubekommen ob er schon dick genug ist. Hänsel aber hält immer ein Stöckchen hin.  Die Hexe wundert sich, dass der Junge nicht dicker wird. Als sie die Geduld verliert, lässt sie von Gretel den Ofen anheizen. Gretel soll in den Ofen kriechen um zu schauen ob er schon heiß genug ist. Aber Gretel gibt vor das nicht zu können. Als die Hexe ihr zeigt wie man in den Ofen kriecht, gibt Gretel ihr einen Schubs und die Hexe fällt in den Ofen. Die Kinder machen sie auf den Weg nach Hause und nehmen die Schätze aus dem Hexenhaus mit. Eine Ente trägt sie über das Wasser. Sie kommen nach Hause und haben von nun an, wegen der gestohlenen Schätze, ein auskömmliches Leben.

Hase und Igel aus der Sammlung der Brüder Grimm

Der Hase trifft den Igel auf dem Feld und hänselt ihn wegen seiner kurzen Beine. So fordert der Igel den Hasen zu einem Wettlauf auf. Der Gewinner soll eine Goldmünze und einer Flasche Schnaps bekommen. Der Igel läuft aber nur einen kleinen Teil der Strecke und lässt seine ihm sehr ähnlich sehende Frau am Ende der Strecke warten. Als der Hase ankommt, ruft die Igelfrau „Ich bin schon da“. Sie wiederholen die Wettläufe so oft, bis der Hase am Ende tot zusammenbricht.

Hans im Glück aus der Sammlung der Brüder Grimm

Das Märchen beschreibt wie Hans, der von seinem Meister einen Klumpen Gold für seine jahrelange Arbeit bekommen hat, auf dem Heimweg zu seiner Mutter nach und nach  den Klumpen Gold gegen ein Pferd, das Pferd dann gegen eine Kuh usw. tauscht, bis ihm schließlich nur zwei Feldsteine bleiben, die ihm dann auch noch in einen Bach fallen. Am Ende der Geschichte ist Hans zwar mittellos, aber glücklich und frei.

König Drosselbart aus der Sammlung der Brüder Grimm

Eine schöne aber sehr hochmütige Prinzessin verspottet alle Männer, die um ihre Hand anhalten. Ganz besonders hämisch geht sie mit König Drosselbart um, der ein schiefes Kinn hat. Der alte Vater der Prinzessin versprach wütend, dem nächsten Bettler, den er sieht, seine Tochter zur Frau zu geben. So gab er nach einigen Tagen einem Spielmann seine Tochter zur Frau. Auf dem Weg zum Haus des Spielmanns entdeckt die Prinzessin viele Ländereien, die Drosselbart gehören. Die Prinzessin soll den Haushalt des Spielmanns versorgen und noch allerlei andere Arbeiten verrichten. Da sie sich zu dumm anstellt, schickt ihr Mann sie als Küchenmagd ins Schloss, wo sie als Lohn für ihre Arbeit Essensreste bekommt. Als eine Hochzeit im Schloss gefeiert werden sollte, stellte sich die Prinzessin an die Tür des Saals. Da kam König Drosselbart und zog sie auf die Tanzfläche, ihr fielen die Essenreste aus den Taschen und allgemeines Gelächter brach aus. Reumütig rannte die Prinzessin weg, wurde aber von Drosselbart eingeholt. Die Prinzessin und König Drosselbart heiraten.

Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein junger Mann zog in die Welt um das Fürchten zu lernen. Allerlei seltsame Begebenheiten schaffen es aber nicht ihm das Gruseln beizubringen, bis er am Ende durch seine Furchtlosigkeit das Schloss des Königs von Geistern befreit und zur Belohnung die Königstochter heiraten darf. Letztlich  bringt seine Frau ihm das Fürchten bei. Sie übergießt ihren schlafenden Mann  mit einer Ladung Wasser mit glitschigen Fischen.

Peter Pan von James Matthew Barrie

Peter Pan ist ein Junge, der nicht erwachsen wird. Er lebt in Nimmerland und ist Anführer der Gruppe „Verlorene Jungs“. Er wird von der Fee Glöckchen begleitet.

Auf einem Ausflug nach London trifft er Wendy und ihre Brüder und nimmt sie mit nach Nimmerland, wo sie etliche Abenteuer  auch gegen Kapitän Huck bestehen müssen.

Peterchens Mondfahrt von Gerdt von Bassewitz

Herr Summemann ist ein Maikäfer, der ein Bein verloren hat. Eine Fee erlaubt ihm sein Bein, welches auf dem Mond ist, zu holen, aber nur mit zwei Kindern, die noch kein Tier gequält haben. So trifft Summsemann auf Peterchen und seine Schwester Anneliese, mit denen er das Fliegen übt und auf den Mond fliegt. Die drei haben viele Abenteuer auf dem Mond zu bestehen. Sie treffen auf das Sandmännchen, fahren durch die Milchstraße, treffen die Nachtfee, reiten auf dem großen Bären bis zum Garten des Weihnachtsmanns. Von dort aus weiter zum Mondberg, wo die Mondkanone steht und sie kämpfen mit dem Mondmann, bis Summsemann schließlich sein Bein von der Birke holen kann  und Anneliese es mit Spucke anklebt.

Rumpelstilzchen aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein Müller wollte seine Tochter mit dem König verheiraten und so erzählte er überall, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen konnte. Um das zu überprüfen, sperrt der König die Müllerstocher in eine Kammer und bedroht sie mit dem Tod, wenn sie nicht Stroh zu Gold spinnen kann. Ein hässliches Männlein erscheint dem verzweifelten Mädchen und bietet einen Tausch an. Er spinnt das Stroh zu Gold und bekommt dafür ihr Halsband. In der zweiten Nacht fordert das Männlein den Ring des Mädchens, in der dritten Nacht fordert es ihr Kind. Die Müllerstocher heiratet den König und bekommt das Kind. Da taucht das hässliche Männlein wieder auf und fordert das Kind. Die verzweifelte Müllerstocher versucht alles um das Männlein umzustimmen und das Kind zu behalten. Das Männlein gibt der Müllerstochter die Aufgabe innerhalb von drei Tagen seinen Namen herauszubekommen. Am Ende gelang es der Tochter den Namen des Männleins zu erraten und voll Ärger zerreißt sich das Männlein.

Rapunzel aus der Sammlung der Brüder Grimm

Die Mutter von Rapunzel aß in der Schwangerschaft Unmengen von Rapunzeln, die ihr Mann aus dem Garten einer Zauberin stahl. Die Zauberin erwischte den Mann und forderte als Wiedergutmachung sein Kind. Nach der Geburt des Kindes holt sie sich das Kind und gibt ihm den Namen Rapunzel. Als Rapunzel zwölf Jahre alt ist, sperrt die Zauberin das Mädchen in einen Turm ohne Türen. Das Mädchen lässt ihren Zopf immer aus dem Dachfenster runter, damit die Zauberin sie mit Lebensmitteln versorgen kann. Das beobachtet ein Prinz, der sich von Rapunzel hoch ziehen ließ. Als die Zauberin das entdeckte, verbannte sie das Mädchen und versteckte sich selbst im Turm, dort erschreckte sie den Prinzen. Der springt in Panik vom Turm, fällt in eine Rosenhecke und verletzt sich am Auge, so dass er erblindete. Der umherirrende  blinde Prinz erkennt das Mädchen an seinem Gesang. Als die Tränen des Mädchens seine Augen treffen, kann er wieder sehen und  so führt er Rapunzel in sein Königreich.

Rotkäppchen aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein Mädchen soll seiner Großmutter, die krank im Bett liegt, einen Korb Essen bringen. Das Mädchen wurde Rotkäppchen genannt, weil es immer eine rote Kappe trug. Im Wald traf Rotkäppchen auf den Wolf. So erfuhr der Wolf von der kranken Großmutter. Er ging zu ihr und fraß sie auf und legte sich dann mit den Kleidern der Großmutter ins Bett. Als Rotkäppchen ans Bett der vermeintlichen Großmutter tritt, wundert sie sich sehr über deren Aussehen. Auch sie wird vom Wolf gefressen. Ein Jäger kommt am Haus vorbei und hört den Wolf schnarchen. Er geht ins Haus, scheidet dem Wolf den Bauch auf und befreit die Großmutter und das Rotkäppchen.

Schneeweißchen und Rosenrot aus der Sammlung der Brüder Grimm

Schneeweißchen und Rosenrot sind zwei gutmütige Schwestern, die im Wald wohnen und von einem Schutzengel bewachte werden, so brauchen sie auch vor wilden Tieren keine Angst zu haben. Eines Tags, mitten im Winter, bat ein Bär um Einlass in ihre Hütte. Sie lebten mit dem Bär bis zum Frühjahr zusammen. Der Bär verließ die Mädchen um seinen Schatz vor den Zwergen zu bewachen. Einige Zeit später trafen die Mädchen im Wald auf einen bösartigen Zwerg, der sich mit seinem Bart an einem Baum verfangen hatte und die Mädchen beschimpfte. Sie befreiten den Zwerg, der mit einem Sack Gold sich davon machte. Die Mädchen hatten mit dem bösartigen Zwerg noch mehrere unangenehme Begegnungen. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte der Zwerg einen Sack Edelsteine bei sich und beschimpfte die Mädchen wieder. Da kam der Bär und erschlug den Zwerg. Die Mädchen erkannten den Bären und plötzlich wurde aus dem Bären ein schöner Prinz. Der Zwerg hatte den Prinzen verzaubert und ihm seine Schätze geraubt. Der Prinz heiratete Schneeweißchen und sein Bruder heiratete Rosenrot.

Schneewittchen und die sieben Zwerge aus der Sammlung der Brüder Grimm

Eine Prinzessin wurde Schneewittchen genannt, weil sie helle Haut, rote Wangen und schwarze Haare hatte. Ihre Mutter starb kurz nach der Geburt, so nahm der König sich eine neue Frau. Die neue Frau war neidisch auf Schneewittchen, es ärgerte sie  noch mehr, dass ein sprechender Spiegel ihr mitteilte, dass nicht sie sondern Schneewittchen die Schönste im ganzen Land ist. Die böse Stiefmutter gibt dem Jäger den Auftrag Schneewittchen in den Wald zu führen und sie umzubringen und als Beweis für deren Tod ihre Lunge und ihre Leber vorzuzeigen. Der Jäger aber lässt Schneewittchen am Leben und bringt der Stiefmutter stattdessen die Lunge und die Leber eines Frischlings. Auf ihrer Flucht durch den Wald trifft Schneewittchen auf ein Haus und geht hinein. Dort trifft sie auf die sieben Zwerge, denen sie von nun an den Haushalt führt. Die Stiefmutter befragt unterdessen erneut den Spiegel und erfährt so, dass Schneewittchen noch lebt und bei den Zwergen wohnt. Die böse Stiefmutter verkleidet sich als Händlerin, macht sie auf den Weg zu Schneewittchen und es gelingt ihr schließlich das Mädchen mit einem vergiften Apfel zu töten. Die Zwerge legen Schneewittchen in einen gläsernen Sarg. Ein Prinz entdeckt den Sarg mit dem schönen Schneewittchen und bitte die Zwerge um den Sarg, weil er meint ohne Schneewittchen nicht mehr leben zu können. Die Zwerge überlassen dem Prinzen den Sarg. Als der Prinz den Sarg ins Schloss tragen will, stolpert  der Prinz und der Sarg fällt auf den Boden. Durch den Aufprall erwacht Schneewittchen und kann mit dem Prinzen Hochzeit halten.

Sterntaler aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein armes, aber gutherziges Waisenkind ging in den Wald. Dort traf es einen hungrigen Mann, dem gab sie sein letztes Stückchen Brot. Es traf auf dem Weg in den Wald  zwei Kinder, denen sehr kalt war. Dem einen gab es seine Mütze, dem anderen seinen Rock. Als es in den Wald kam, wurde es schon dunkel und es kam noch ein Kind. Dem dritten Kind gab es sein Hemdchen. Da regnete es plötzlich Goldtaler vom Himmel und das Waisenkind hatte plötzlich ein schönes Kleidchen an. Das Waisenkind sammelte die Goldtaler auf und konnte so ohne Not leben.

Tischlein deck dich aus der Sammlung der Brüder Grimm

Ein Schneider lebt mit seinen drei Söhnen und einer Ziege zusammen. Die Ziege wird täglich auf die Wiese geführt, damit sie gute Milch geben kann, das müssen die Söhne übernehmen. Den Söhnen erzählt die Ziege, dass sie satt ist, dem Vater hingegen erzählt sie, dass sie kein Futter gefunden hat. Der Vater jagt seine Söhne aus dem Haus. Als er nun selber die Ziege auf die Wiese zum Fressen führt, bemerkt er, dass die Ziege gelogen hat. Er schert der Ziege den Kopf kahl und jagt sie aus dem Haus. Seine Söhne gingen in die Lehre bei einem Tischler, einem Müller und der jüngste bei einem Drechsler. Am Ende ihrer Lehrzeit bekam jeder als Dank für die geleistete Arbeit ein Geschenk. Der älteste Sohn  bekam einen Esel, aus dem Gold heraus fällt.  Der mittlere Sohn bekam einen Tisch, der sich selber mit leckeren Speisen und Getränken decken konnte. Der jüngste Sohn bekam einen Sack mit einem Knüppel, der auf  böse Menschen einprügeln kann.  Der erste und der zweite Sohn machen auf dem Heimweg eine Pause bei einem Wirt, der den Esel und den Tisch heimlich vertauschte. So kommen beide beim Vater an und als sie den Esel und den Tisch vorführen wollen funktionieren sie nicht. Der jüngste Sohn schafft es dem Wirt die vertauschten Dinge wieder abzunehmen und bringt sie nach Hause. So musste der Vater nicht mehr als Schneider arbeiten und alle hatten ein gutes Auskommen.

Märchen-Mandalas zum Ausmalen findet ihr hier.

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