Stock- und Ballspiele
Spiele mit Kreiseln, Stöcken und Bällen waren ebenfalls bei Jung und Alt sehr beliebt.
Neben Wettbewerben zum Bogenschießen, Pfeilspielen und Pferderennen fanden Rate- und Glücksspiele statt. Im Winter wurde auf zugefrorenen Seen oder Flüssen eine Art Eisstockschießen gespielt.
Ein bekanntes Spiel der Indianer ist das Lacrosse. In Deutschland gibt es seit über zehn Jahren für dieses Spiel sogar eine Bundesliga und eine Nationalmannschaft. In Kanada ist Lacrosse ein Nationalsport. Aus diesem Spiel ist ebenfalls die Sportart Tennis hervorgegangen. Zwei Mannschaften aus jeweils zehn bis zwölf Spielern versuchen eine Holzkugel oder einen Ball aus Gummi mit einem Netzschläger zu fangen und in die auf beiden Seiten des Spielfeldes stehenden Tore zu tragen oder zu schlagen. Während das Spiel bei den Indianern über mehrere Tage gespielt wurde, dauert das Spiel in Deutschland 80 Minuten bei den Herren und 60 Minuten bei den Damen in 4 bzw. 2 Spielzeiten aufgeteilt. Auch die Anzahl der Spieler hat sich stark verringert, so wurde das indianische Lacrosse von über hundert Männern gespielt, während heute nur noch insgesamt 20 – 24 Spieler auf dem Feld sind.
Auch wenn es bei den Spielen nicht mehr zu Massenschlägereien, Toten und Verletzten wie bei den Stammesspielen kommt, so ist das Spiel nach wie vor nicht ganz ungefährlich. Es ist schnell, erfordert eine sehr gute Ausdauer beim Laufen und großen körperlichen Einsatz von den Spielern.
Gefährlich war auch das Ballspiel der Olmeken. Man kann sogar sagen, es war für die Spieler lebensgefährlich: Ein steinharter Ball aus Naturkautschuk in der Größe eines Fußballs durfte nur mit der Hüfte, dem Ellbogen oder dem Schlagstein gespielt werden.
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Das Tor war ein Ring aus Stein, der an einer Mauer in drei bis sieben Meter Höhe befestigt oder gemauert war. Die Lebensgefahr ging zum einen von dem harten Ball aus, der wie ein Geschoss wirkte und zum anderen wurde mancher Spielführer nach dem Spiel den Göttern geopfert, zu deren Ehren dieses Spiel stattfand. |
Kidsweb-Spezialtipp:
Spiele für Zeltlagerindianer und andere Gelegenheiten
Seilziehen, Fadenspiele und Ballspiele, auch unser Kürbisrugby oder einige unserer Ritterspiele können „indianisch“ gespielt werden. Hier noch ein paar weitere Ideen für ein Indianerfest auf der grünen Wiese:
Alle auf ein Tor!
Eine ungefährliche Variante des Olmeken-Spiels besteht aus einem Plastik- oder aufblasbaren Wasserball und einem Hola-Hoop-Reifen, der z.B. an einem Klettergerüst oder einer Schaukel als Tor befestigt wird. Ersatzweise nehmen wir auch die Schaukel als Tor. Nun werden zwei Mannschaften gebildet. Alle Spieler dürfen den Ball nur mit der Hüfte, der Schulter, dem Knie oder dem Po berühren, um ihn so durch den Reifen zu befördern. Ist ein Tor gefallen, erhält die gegnerische Mannschaft den Ball. Anstoß ist immer sieben Meter vom Tor entfernt. Dieser Abstand und die Dauer des Spiels hängen vom Alter und der Anzahl der Kinder ab. Die Mannschaft mit den meisten Toren hat gewonnen.
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Küchensieb-Lacrosse
Fast jeder Haushalt besitzt ein Durchschlagsieb mit Stiel aus Metall oder Plastik. Diese Siebe sind unsere Lacrosseschläger. Ein Tischtennisball ist der Spielball. Mit ein wenig Geschick fliegt so ein Tischtennisball ganz schön weit. Allerdings kann man das Spiel nur bei Windstille draußen spielen. Von einem Flummi raten wir auf Grund der Härte eines solchen Balles ab, das Spielergebnis war auch nicht toll. Nun wird ein Spielfeld von 5 x 15 Metern abgesteckt. Je nach Alter und Anzahl der teilnehmenden Kinder sollte das Feld verkleinert oder vergrößert werden. |
Für die beiden Tore werden zwei Stäbe im Abstand von 1,50 m etwa 2 m auf jeder kurzen Spielfeldseite in die Erde gesteckt und mit einem Seil oder Band an den Spitzen miteinander verbunden.Nun spielen zwei Mannschaften mit jeweils 4 Feldspielern und einem Torwart gegeneinander. Wie beim Fußball ist die Spielfeldmitte Anstoßpunkt. Auch bei diesem Spiel entscheidet das Alter der Kinder über die Länge der Spielzeiten. Gewonnen hat …
Schnitzeljagd auf indianische Art
Die Mischung aus Schnitzeljagd und Schatzsuche wird durch die ausgedachte Zeichensprache und Schleichen auf leisen Sohlen so richtig indianisch. Das „Gold der Inkayas“ wird an einem geheimen Ort versteckt und von mindestens einem Spieler, am besten einem Betreuer, bewacht.
Die Schuox und Pironesen, bestehend aus mindestens zwei Stammesmitgliedern, erhalten zwei verschiedene Karten auf denen in Zeichensprache der Weg zum Goldschatz beschrieben steht. Die beiden Stämme sollten möglichst aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Gewonnen hat der Stamm, der als erstes unbemerkt so nah wie möglich an den Schatzwächter herankommt. Ablenkungs- oder Täuschungsmanöver sind erlaubt. Je nach Alter der Kinder ist es wichtig, dass sie die Umgebung kennen oder sie sich nicht verlaufen können. Auf der Karte dürfen die Zeichnungen auch erläutert sein.
Kidsweb-Tipp:
Es ist bei einem entsprechenden Gelände auch möglich, dass sich mehr als zwei Indianerstämme auf die Suche nach dem Goldschatz machen. Im Sterngang wird der Schatz dann gesucht. Größere Gruppen können an verschiedenen Stationen unterwegs auch Aufgaben lösen. An der ersten Station müssen sich die Stammesmitglieder für jeden einen indianischen Namen ausdenken oder der Stammesmitglieder sollen sich einen Totempfahl bemalen und einen indianischen Tanz aufführen. Eine Jury aus Betreuern gibt für gelungene Namen und Darstellungen wichtige Geländehinweise. Eine weitere Station könnte das Aufbauen eines Tipis sein, wobei die Zeit gemessen wird oder alle Stammesmitglieder müssen gemeinsam in einer bestimmten Zeit über einen Baumstamm balancieren.
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Das Hölzchenspiel
Bei diesem Spiel für zwei Indianer hat immer der gewonnen, dem es zuerst gelungen ist ein Quadrat zu legen. Es wird immer abwechselnd gelegt. Jeder Spieler muss etwa 28 Hölzchen haben, alle Hölzchen müssen die gleiche Länge haben, ein Spieler spielt mit hellen Hölzchen, einer mit dunklen. Wie ihr das Spiel herstellt, erfahrt ihr hier. |
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Indianer-Mikado
Dazu schneidet ihr mit einer Rosenschere frische Äste aus einer Hecke, vorher aber unbedingt einen Erwachsenen fragen.(Wir haben Äste aus unserer Lingusterhecke genommen) Die Hölzchen werden alle auf eine Länge von 15 bis 20 cm geschnitten. Es sollten mindestens 20 Hölzchen werden. Dann wird mit einem Messer die Rinde der Hölzchen abgeschabt, immer weg vom Körper arbeiten und nur in Gegenwart eines Erwachsenen! Wer mag kann die Hölzchen noch bemalen oder einzelne Hölzchen mit Farbe markieren. |
Der erste Spieler hält die Hölzchen gebündelt in der Hand und lässt sie dann auf einer festen Unterlage fallen. Dann versucht ein Spieler nach dem anderen ein Stäbchen aufzunehmen, dabei dürfen sich die anderen Stäbchen nicht bewegen. Bewegt sich ein anderer Stab, macht der nächste Spieler weiter. Gewonnen hat, wer die meisten Stäbchen geangelt hat.
| Mit dem Indianer-Mikado kann man auch prima ein Stapelspiel spielen. Da die Hölzchen rund und nicht ganz gleichmäßig sind, ist es gar nicht so einfach so einen Stapel zu bauen. Probiert es mal aus. Ihr könnt damit auch einen Wettstreit machen. Wer schafft die meisten Hölzchen zu stapeln ist Sieger! Oder man kann auch abwechselnd Hölzchen stapeln. Der, dem der Stapel umfällt, muss dann z.B. ein Lied singen oder Kartoffeln schälen oder die Küche aufräumen oder, oder.... |
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Zum Indianer-Spezial |
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