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Flohzirkus

Der Flohzirkus

Früher gab es auf fast jedem Jahrmarkt einen Flohzirkus. Heute treten in Deutschland nur noch sehr wenige Künstler mit dieser Attraktion auf. Ein Flohzirkus passt in einen kleinen Koffer, deshalb wird er auch der kleinste Zirkus der Welt genannt. Aber was ist nun in einem solchen Zirkuskoffer? Es sind lebende Flöhe darin. Natürlich nicht in einem Sack, sondern in  kleinen Dosen oder Holzkästchen.

Obwohl es mehr als 2.000 verschiedene Floharten auf der ganzen Welt gibt, treten in einem Flohzirkus nur die Weibchen der Menschen- oder Igelflöhe auf.

Sie können zwischen 4 bis 6 Millimeter groß werden. Kleinere Flöhe sind für den Flohzirkus nicht geeignet.Die Zirkusflöhe können bis zu 20 Zentimeter hoch und 35 Zentimeter weit springen, deshalb stecken sie in einem winzigen Geschirr aus feinem Draht, so können sie ihrem Zirkusdirektor nicht davonhüpfen.

Damit die Tierchen genügend Kraft für ihre Zirkusnummern haben, saugen sie mehrfach am Tag aus dem Arm des Flohdompteurs eine ordentliche Portion Blut. So sind sie fit genug, um einem gespannten Publikum zu zeigen, wie sie mit einem Minifußball aus Styropor Tore schießen. Oder wie sie Kutschen ziehen und ein kleines Karussell in Gang bringen. Dabei wiegen diese Dinge ein Vielfaches von dem, was die kleinen Blutsauger selbst auf die Waage bringen.
Einen sprichwörtlichen „Flohzirkus bändigen“ diejenigen, die auf eine muntere Kinderschar aufpassen. Denn das ist manchmal leichter, manchmal aber auch schwerer, als „einen Sack Flöhe zu hüten“.

Text:Nicole Potthoff

       
 

 

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