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Kidswebbis Zeitmaschine – die Wikingerzeit
Mit Kidswebbis Zeitmaschine erlebst du das Abenteuer Geschichte von den Anfängen bis zum Ende eines Zeitalters.
Die Menschen, die mit ihren Familien und Sippen im Mittelalter in Skandinavien lebten, werden Wikinger genannt. |
Die Wikingerzeit ist ein Teil der Geschichte des Mittelalters, in dem Männer aus dem Norden wie hungrige Heuschrecken über West- und Osteuropa – von Neufundland bis nach Bagdad – herfielen.
Sie kamen als Seeräuber, Händler oder Siedler. Wikinger sind also keine Volksgruppe. Es ist die Bezeichnung dafür, wie diese Menschen die Welt in Besitz nahmen und veränderten: mit dem Schiff.aus schwarzen Basaltsteinen. |
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| 8. Juni 793 |
Für die Geschichtsforscher beginnt mit diesem Datum die Wikingerzeit. An diesem Tag überfallen Wikinger das Kloster St. Cuthbert auf der Insel Lindisfarne vor der englischen Nordostküste. Sie morden, plündern und rauben die Schätze der Kirche und des Klosters. Sie tun dies nicht zum ersten Mal, aber dieser brutale Raubzug erschüttert die Menschen in Britannien. In Europa beginnt mit diesem Tag eine Zeit der Angst und des Schreckens vor den grausamen Männern aus dem Norden. |
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| 795 bis 859 |
In dieser Zeit überfallen die Wikinger immer wieder Gebiete in Schottland, Irland, den Niederlanden und Norddeutschland. Mit ihren Langschiffen können sie auf den großen Flüssen Westeuropas tief ins Landesinnere eindringen. Sie bauen sich Stützpunkte in den eroberten Gebieten, um dort zu überwintern. Von dort aus können die Nordmänner außerdem weitere Angriffe starten. Als Nebengeschäft erpressen sie Geldsummen, das Danegeld. So können sich manche Städte ihre Ruhe vor den „Geschöpfen des Teufels“ erkaufen.
844 wehren sich die Araber in Spanien erfolgreich gegen die nordischen Seeräuber. 845 plündern Wikinger Hamburg. 846 Paris belagern sie Paris und wiederholen diesen Raubzug mit Belagerungen der Stadt 856-57 und 885-86 noch einmal.
Die Wikinger kommen aber auch, um zu bleiben:
808 baut der dänische König Gotfrid in Schleswig Holstein die Siedlung Haithabu zu einem großen Handelsplatz aus. 842 bauen Wikinger in Irland ein Dorf und nennen es Dubh Linn. Wir kennen es heute als die irische Hauptstadt Dublin. Im Laufe der Jahrzehnte folgen weitere Städtegründungen in Irland, England und Norddeutschland. |
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| 860 |
Norwegische und schwedische Seefahrer entdecken Island. Der Norweger Naddoddur und seine Mannschaft kommen vom ursprünglichen Kurs ab und stoßen so zufällig auf die Insel. Diese ist seit etwa 750 nur von einigen keltischen Mönchen besiedelt. 870 bis etwa 930 wird Island von norwegischen Familien besiedelt. |
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| 859 bis 862 |
Wikinger machen sich auf den Weg nach Spanien und den Mittelmeerraum. Im Osten sind schwedische Wikinger auf den Flüssen Dnejpr und Wolga über die Meere unterwegs Richtung Konstantinopel und Bagdad. Sie erobern und plündern, handeln mit Sklaven oder machen Tauschgeschäfte. Die Slawen nennen die Männer aus dem Norden Rus, die Ruderer. So haben sich die Nordmänner sogar vermutlich im Wort Russland verewigt. |
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| Um 900 bis 1000 |
Harald Hårfagre „Schönhaar“ wird zum Reichsgründer „Nordvegens“. Er besiegt andere Wikingerkönige und eint als erster König das Land Norwegen.
In dieser Zeit können Bewohner von eroberten Städten in immer wieder die nordischen Eindringlinge verjagen. Vor allem die Engländer kämpfen mit allen Mitteln um ihre Insel.
902 werden die Wikinger aus Dublin vertrieben, 917 kommt es zur Neugründung.
911 greift Rollo, ein Wikingeranführer, Frankreich an. Damit endlich wieder Ruhe ins Land einkehrt, schließt der westfränkische König Karl der Einfältigen mit Rollo einen Vertrag ab: Rollo wechselt zum christlichen Glauben und erhält dafür eine Grafschaft im unteren Seinegebiet – die später den Namen Normandie erhält.
930 entsteht auf Island das älteste Parlament der Welt, der Althing. Alle freien Männer versammeln sich, um über Gesetze abzustimmen.
980 verbreitet sich das Christentum in Skandinavien und Russland.
982 landet der Wikinger Erik der Rote an der Küste Grönlands, drei Jahre später wird Grönland von Norwegern besiedelt.
986 wird Neufundland von Leif Eriksson, dem Sohn Erik des Roten, entdeckt. Damit hat er lange vor Kolumbus einen Fuß auf nordamerikanischen Boden gesetzt.Um 1000 wird beim Althing beschlossen, dass sich die Isländer ebenfalls zum Christentum bekennen. |
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| 1000 bis 1100 |
Die Zeiten der Kriege und Beutezüge – vor allem gegen England – sind noch nicht vorbei. Aber längst haben sich in Skandinavien und Europa Königreiche gebildet. Große Heere stellen sich gegen die Angreifer aus dem Norden – und siegen. In Dänemark, Norwegen und Schweden haben Könige anstelle der Things das Sagen. Die Gesetze machen jetzt die königlichen Herrscher und erhalten dabei Rückenwind von der Kirche. Gleichzeitig tobt unter den skandinavischen Königen ein Machtkampf. In dieser neuen Zeit lohnt es sich nicht mehr, ein „Wikinger“ zu sein. |
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