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Hier bist du in der Weihnachtsseite vom kidsweb.de
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Das Weihnachts-ABC

Adventskranz Advent
„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei …“
Im Advent warten wir und warten wir, bis auf dem Adventskranz die vierte Kerze angezündet wird  „… dann vier - schon steht das Christkind vor der Tür." Denn das Christkind soll am 24. Dezember die Geschenke bringen, so hat es sich jedenfalls Martin Luther im 16. Jahrhundert ausgedacht, um den katholischen Nikolaus abzulösen. Dabei ist die Adventszeit, die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesus Christus.
Wir warten auf seine heilbringende Ankunft. Das Wort „Ankunft“ heißt im Lateinischen „adventus“ und meint unter anderem damit die Ankunft eines Herrschers oder Königs. Mit dem 1. Advent beginnt in der evangelischen und katholischen Kirche außerdem das neue Kirchenjahr. Der Brauch des Adventskranzes ist erst rund 160 Jahre alt. Der Pfarrer Johann Hinrich Wichern stellte in seinem Heim für Straßenkinder einen Kranz mit 20 kleinen und für die Sonntage vier großen Kerzen auf, um ihnen das Warten zu erleichtern.

Heute tragen die meisten Adventskränze vier Kerzen. Die Kränze können ganz unterschiedlich gestaltet sein, wie du hier sehen kannst. Wie der Adventskalender entstanden ist, kannst du hier nachlesen. Und zu unseren Bastelvorschlägen für Adventskalender geht’s mit diesem Klick.

Adventskalender Adventskalender
Das Geheimnis der Weihnachtszeit und die Freude auf die frohe Botschaft gehen oft im Trubel und in der Hektik unter. Deshalb sollen uns die 24 Türen des Adventskalenders auf die Weihnachtsgeschichte vorbereiten. Das war zumindest die ursprüngliche Idee eines weihnachtlichen Zeitmessers. Vor über 150 Jahren entstand ein Kalender aus 24 verschiedenen Bildern, die jeweils ein weihnachtliches oder religiöses Motiv darstellten. Jeden Tag wurde ab dem 1. Dezember ein Bildchen an die Wand geheftet.

Bereits vor diesem ersten Bildkalender gab und gibt es in der evangelischen und der katholischen Kirche verschiedene Bräuche, um die Ankunft – lateinisch „adventus“ – des Heilands spürbar und sichtbar zu machen. Kreidestriche als Himmelsleiter, Adventskerzen mit 24 Markierungen, Kerben im Gebetshölzchen oder ein mit Fähnchen geschmücktes Adventsbäumchen erinnern an das bevorstehende Geschenk Gottes für die Menschen: die Geburt Jesus Christus, dem Retter und Erlöser. Die Freude auf andere greifbare Geschenke spielte dabei früher nur eine sehr kleine Rolle, denn die meisten Leute waren bis ins 20. Jahrhundert hinein so arm, dass sie sich noch nicht einmal ein Weihnachtsessen leisten konnten.

Der Erfinder des gedruckten Adventskalenders war Gerhard Lang, Sohn eines Pfarrers. Er brachte 1908 den ersten Kalender in Umlauf. Eigentlich haben wir den „Adventskalender“ jedoch seiner Mutter zu verdanken. Sie hatte um 1885 den Einfall, 24 Gebäckstücke auf einen Karton zu nähen. Jeden Tag durfte Klein-Gerhard ein Gebäckstück essen. Als sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Drucktechnik so weit entwickelt hatte, dass Adventskalender in Massen gedruckt und verkauft werden konnten, brachte Gerhard Lang seinen ersten Kalender „Im Lande des Christkinds“ heraus. Bei dieser Art von Kalender müssen die Kinder jeden Tag ein Bildchen ausschneiden und auf die Verse der 24-teiligen Geschichte kleben. Diesen Adventskalender kann man auch heute noch kaufen.

Barbarazweige
Am 4. Dezember ist der Namenstag der Heiligen Barbara. Der Heiligen verdanken die Barbarazweige ihren Namen. Wenn man an diesem Tag ein paar Obstbaumzweige aus dem Garten abschneidet und  in eine Vase stellt, blühen die Zweige ab dem 25. Dezember. Nachdem die Zweige geschnitten worden sind, sollten sie zunächst in eine Vase mit warmem Wasser gestellt werden. Da die Bäume und deren Zweige bereits die Kälte des Frosts zu spüren bekommen haben, bekommen die Zweige im warmen Wasser Frühlingsgefühle und treiben Blüten aus. Sollte der Frost ausgeblieben sein, werden die Zweige über Nacht in den Gefrierschrank gelegt, bevor sie ein warmes Fußbad nehmen.

Weihnachtssingen

Carol Singing
Carol Singers werden die Sternsinger in Großbritannien genannt. Zu Beginn der Weihnachtszeit ziehen Kinder in Gruppen von Haus zu Haus, singen Weihnachtslieder und sammeln dabei Spenden für wohltätige Vereine.

Auch in Deutschland gibt es die Tradition des Heischebrauchs. Dabei ziehen meistens Kinder von Tür zu Tür, erbitten oder fordern Gaben für mildtätige Zwecke von ihren Mitmenschen ein.
Jeder Heischebrauch hat seine eigenen Lieder, Sprüche, Gedichte oder Rituale. Die Sternsinger erbitten am Dreikönigstag Spenden für die Weltkinderhilfe. Als Könige verkleidet singen sie an jeder Tür und malen mit Kreide die Zeichen C+M+B an die Türrahmen. Die drei Zeichen stehen nicht für die Anfangsbuchstaben der Könige, sondern bedeuten übersetzt „Christus segne dieses Haus“. Die Sternsinger sammeln für Hilfsprojekte in den armen Ländern dieser Erde. Auch das Martinssingen gehört in vielen Regionen zum Heischebrauchtum. In einigen katholischen Gegenden klappern und ratschen auch heute noch Kinder in der Karwoche mit Holzteilen, um die Leute an die Andachten zu Ostern zu erinnern. Das Carol Singing findet mittlerweile auch in vielen deutschen Städten auf Marktplätzen und in Kirchengemeinden statt. Das Lied „Jingle Bells“ ist ein sehr bekanntes Christmas Carol.
Weihnachtsbaum Christbaum
Alle Jahre wieder wird vor den Weihnachtstagen der Christ- oder Weihnachtsbaum aufgestellt und mit Strohsternen, Glaskugeln, Holzfiguren und Kerzen reich geschmückt. Wie der Adventskranz und der Adventskalender hat dieser Weihnachtsbrauch erst im 19. Jahrhundert in den Wohnzimmern der Familien Einzug gehalten. Zwar wurden bereits im 16. Jahrhundert Christbäume aufgestellt, aber diese standen nur in den Schlössern der Adeligen und in den reichen Kaufmannshäusern. Bevor der Christbaum seine Bedeutung für die Weihnachtszeit erlangte, standen in den Kirchen des späten Mittelalters und der beginnenden Neuzeit Weihnachtskrippen als wichtigste Symbole der für das Weihnachtsfest.
Dreikönigstag oder Dreikönigsfest
Jedes Jahr am 6. Januar wird in Gedenken an die Drei Heiligen Könige der Dreikönigstag gefeiert.
Heilige Drei Könige
Engelspezial

Engel
In der Bibel ist oft von den Boten Gottes die Rede. Gott stellt den Menschen Engel zur Seite, um sie zu begleiten und zu beschützen. Sie sind die Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde. Im Alten Testament steht im Psalm 91:
Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu schützen, wohin du auch gehst.
Sie werden dich auf Händen tragen, damit du nicht an einem Stein stößt.

Der Erzengel Gabriel wird in der Bibel oft erwähnt. Er kündigte die Geburt Jesu an.
Im Engel-Spezial erfährst du mehr über die himmlischen Agenten in göttlicher Mission.

Farben im Kirchenjahr

Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent. Es gibt auch gemeinsame Festtage, die unterschiedliche Namen haben. So wird in der katholischen Kirche das Kirchenjahr mit dem Christkönigssonntag beendet, während dieser Tag in der evangelischen Kirche Ewigkeitssonntag heißt. Außerdem gibt es in den Festkreisen auch Tage, die nur von der einen oder der anderen Kirche gefeiert werden. Dazu gehören zum Beispiel der Michaelistag, Mariä Himmelfahrt, die Gedenktagtage für die Heiligen in der katholischen Kirche oder der Reformationstag in der evangelischen Kirche.  Auch die Farben Weiß, Violett, Rot, und Grün spielen im Kirchenjahr eine Rolle. Jedem Fest ist eine der vier Farben zugeordnet. So wird deutlich, welche Stimmung mit dieser Zeit verbunden ist und welche Bedeutung die Rituale im Gottesdienst haben. Dazu wird entweder der Kirchenraum mit dieser Farbe gestaltet oder der Pfarrer trägt ein Gewand in der entsprechenden Farbe.
Geburtsstätte Jesus Geburt Jesu
Am 24. Dezember feiern viele Christen auf der ganzen Welt die Geburt Jesus Christus. Jesus wurde nicht wie Buddha in einem Palast geboren. Seine Geburtsstätte soll ein einfacher Stall in Bethlehem gewesen sein, so berichtet es der Evangelist Lukas. Jesus Eltern waren einfache Leute, die dem jüdischen Glauben angehörten. Sein Vater Josef war Zimmermann.
Ein Engel war es auch, der den Hirten die frohe Botschaft von Jesus Geburt verkündete: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.  Er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen:  Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“ Nicht nur die Hirten machten sich auf den Weg, um ihren Retter zu finden. Drei Gelehrte aus dem Fernen Osten, Caspar, Melchior und Balthasar, folgten dem Stern, um den neuen Heiland zu ehren. Bis dieser kleiner Junge jedoch viele Menschen in seinen Bann ziehen würde, mussten erst noch 30 Jahre vergehen.

Heilige Drei Könige
Drei Könige folgten dem Stern nach Bethlehem. Sie hießen Kaspar, Melchior und Balthasar und waren die drei Weisen aus dem Morgenland. Sie brachten dem Jesuskind Myrrhe, Gold und Weihrauch als kostbare Geschenke aus dem Nahen Osten mit.

Ikonen
Ikonen sind bei den orthodoxen Christen „Fenster“ in die himmlische Wirklichkeit. Sie werden von einem Ikonenschreiber entworfen und gearbeitet. Die 40 Tage vor Christi Geburt beginnt für alle Christen eine Fastenzeit. In der orthodoxen Kirche beginnt diese Zeit mit einem Marienfest. In der Heiligen Nacht halten die Gläubigen eine Nachtwache mit religiösen Liedern und Gebeten vor der Ikone, die die Geburt Jesu darstellt.

Ingwer

Ingwer ist eine Wurzelknolle aus Asien. Sie schmeckt süßlich-scharf und wird in Weihnachtsgebäck als Zutat verwendet. Ingwertee sorgt im Winter für eine gute Durchwärmung an einem nasskalten Wintertag und wirkt auch gegen Reiseübelkeit. Dazu werden 1-2 ca. 0,5 cm dicke Scheiben frischen Ingwers mit 1 l kochendem Wasser überbrüht. Anschließend den Tee 10 Minuten ziehenlassen. Ingwertee schmeckt leicht scharf.

Jingle Bells

Jingle bells, jingle bells,
jingle all the way!
O what fun it is to ride
In a one-horse open sleigh
 
Das Lied “Jingle Bells” erzählt unter anderem von einer rasanten Fahrt durch den Schnee mit dem Pferdeschlitten. Die Glöckchen (englisch: bells) am Pferdegeschirr klingen (englisch: jingle) dabei und schaffen eine fröhliche Stimmung. Jingle Bells wurde von dem amerikanischen Komponisten James Lord Piermont Ende des 19. Jahrhunderts zu Thanksgiving komponiert. Da Text und Melodie aber großen Anklang fanden, wird wurde es in seinem Entstehungsjahr von der Kirchengemeinde, in der James Lord Piermont damals lebte, an Weihnachten gesungen. Es ist seit dieser Zeit eines der beliebtesten Weihnachtslieder der Welt.

Julebock

Julbock und Julnissen
In Skandinavien bringt der Julbock die Geschenke.
Der Julbock ist ein Ziegenbock, der aus Stroh geflochten wird. Die Julnissen sind nordische Hausgeister oder Wichtel, die in der Weihnachtszeit mit einem Hafer- oder Reisbrei mit Rosinen besänftigt werden.

Kardamom und Koriander
Kardamom ist ein indisches Gewürz mit einem süßlich-scharfen Geschmack. Koriander ist der Samen eines Strauchs, der in Vorderasien wächst. Er wird vor allem als Lebkuchengewürz verwendet und schmeckt nach Anis.

Kerze

Kerze
Da gehen Tür und Tore auf,
da kommt der Kinder Jubelhauf,
aus Türen und aus Fenstern bricht
der Kerzen warmes Lebenslicht.

aus „Weihnachten“ von Ernst von Wildenbruch (1845-1909)

Was wäre die Weihnachtszeit ohne Kerzenschein? Die Kalenderkerze stammt aus Dänemark. Sie hat 24 Querstriche und ab dem 1.12. wird sie an jedem Tag um einen Strich heruntergebrannt.

Kinderbischof
Auch heute wird in vielen Kirchengemeinden am 6. Dezember das Kinderbischofsfest gefeiert. Es wird auch das Kinderbischofsspiel genannt, auf Lateinisch ludus episcopi puerorum. Der Brauch stammt aus dem Mittelalter. Dort wurde für einen Tag lang ein Schüler eines Klosters zum Kinderbischof gewählt. Er und sein Gefolge nahmen nun die Plätze der Erwachsenen in der Kirche ein und konnten den Tagesablauf bestimmen. Gleichzeitig mussten die Lehrer Rechenschaft ablegen oder sich für zu viele Hausaufgaben oder andere Ungerechtigkeiten bei den Schülern entschuldigen. Manchmal ging die (Straf)Predigt des Kinderbischofs aber auch über die Mauern des Klosters hinaus, indem er auch die Mitglieder eines Stadtrats zur Verantwortung ihrer Missetaten zog.

Kinderbischof

Mit diesem Tag sollten die Mächtigen daran erinnert werden, dass sie ihre Macht von Gott und nur auf Zeit erhalten hatten. Am Tag des Jüngsten Gerichts hätten sie vor Gott gestanden und alle ihre Sünden bekennen müssen.

Krampus

Knecht Ruprecht

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp - stapp, stipp - stapp und huckepack

Knecht Ruprecht ist's mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sack drin?

Äpfel, Mandeln und Rosin'
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss' fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.

von Martin Boelitz (1874-1918).

Die Gestalt des Knechts Ruprecht gehört zum Nikolausabend wie der Nikolaus selbst. Er trägt den Sack und die Rute, auch wenn sie heute nur noch scherzhaft zum Einsatz kommt. In früheren Zeiten verbreitete die dunkle, geisterhafte Gestalt Angst und Schrecken, glaubten die Kinder doch, er würde sie in seinen großen Sack stecken und mitnehmen. In einigen Regionen wird er wohl deshalb auch „Klaubauf“ und Krampus genannt.

Weihnachtskrippe basteln

Krippe

Die Krippe und der Stall haben eine besondere Bedeutung. Sie stehen als Zeichen dafür, dass Jesus für alle Menschen, gleichgültig welcher Herkunft sie sind, geboren wurde. Hier haben wir eine Bastelanleitung für eine Krippe.

Lebkuchen

Man sagt, Lebkuchen stamme vom römischen Gebäck „Libum ab. Libum ist der lateinische Ausdruck für „Kuchen“. Im alten Rom wurden unter anderem Kuchen als Opfergaben für die Götter gebacken. Lebkuchen ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck mit einer besonderen Gewürzmischung aus Zimt, Nelken, Piment, Koriander, Ingwer, Muskatnuss und Kardamom.

Luther

Wusstest du, dass Martin Luther versucht hat, den Nikolaustag für die evangelischen Christen abzuschaffen? Nach seinem Glauben sind Christen nur ihrem gütigen Gott allein gegenüber Rechenschaft schuldig. Der Nikolaus sollte nicht länger der Gabenbringer sein, denn allein Jesus Geburt war das Geschenk Gottes an die Menschen. Luther brachte das Weihnachtsfest aus der Kirche in die Familien nach Hause. Weltliche Geschenke gab es erst am ersten Weihnachtstag. Doch das Brauchtum um den Nikolaus ließ sich nicht „abschaffen“.

Mandala
Ein Mandala ist ein gemaltes oder gelegtes Bild, das aus den geometrischen Formen Kreis, Viereck oder Dreieck gestaltet wurde. Das Wort Mandala stammt aus den heiligen Schriften der Hinduisten. Diese Schriften werden Veden genannt und sind in der altindischen Schriftsprache Sanskrit geschrieben. Übersetzt heißt Mandala Kreis, Ring.
Weihnachtsmandalas findest du hier.

Mistelzweig
Mistelzweige, Stechpalmen und Efeu im Haus sollen die Bewohner schützen. Dieser Brauch stammt der Zeit der Druiden im alten England. Der Mistelzweig ist die Pflanze der Liebe, weshalb sich die Tradition eingebürgert hat, dass ein Ehrenmann eine Dame unter einem Mistelzweig küssen darf. Die Stechpalme und ihre roten Beeren sollen vor „Zauberkräften“ schützen. Das Efeu ist ein Symbol für die Unsterblichkeit.

Nelken
Nelken sind getrocknete Blütenknospen. Sie stammen vom Gewürznelkenbaum, der in Indonesien wächst. Sie sind klassisches Gewürz für Weihnachtsplätzchen.

Nikolaus

Nikolaus

Niklaus, komm in unser Haus,
pack deine große Tasche aus.
Stell den Schimmel untern Tisch,
dass er Heu und Hafer frisst.
 Heu und Hafer frisst er nicht,
Zuckerplätzchen kriegt er nicht.
Lustig, lustig tralalalala,
 bald ist Niklausabend da,
bald ist Niklausabend da.

Dieses Nikolauslied kennt fast jedes Kind. Über den Nikolaus selbst gibt es viele wundersame Geschichten. Einige gehören sicherlich ins Reich der Fantasie, andere mögen sich der Überlieferung nach tatsächlich zugetragen haben.

Es wird sogar von manchen Nikolausforschern angezweifelt, dass der Nikolaus tatsächlich gelebt hat. So weit es aber Aufzeichnungen über den Heiligen gibt, ist Folgendes über ihn bekannt: Der junge Nikolaus wurde zwischen 270 und 286 in der heutigen Türkei als Sohn reicher Eltern geboren. Als er 19 Jahre alt ist, wird er zum Priester geweiht. Bald leitet er als Abt das Kloster Sion in der Nähe von Myra, nahe seiner Heimatstadt, daher auch sein Name Nikolaus von Myra. Nach dem Tod seiner Eltern erbt Nikolaus ein großes Vermögen, das er an die Armen in seiner Umgebung verteilt. Darunter sollen auch drei Jungfrauen gewesen sein, denen er durch die Gabe einer Mitgift aus Goldklumpen die besten Heiratschancen ermöglicht haben soll. Das Aufstellen der Schuhe am Vorabend des Nikolaustages geht auf diese Legende zurück. Nachdem auch Nikolaus Onkel, der ebenfalls Nikolaus hieß und Bischof von Myra war, gestorben war, macht Nikolaus eine Pilgerreise in das Heilige Land, dem heutigen Israel. Nach seiner Rückkehr wird er zum Bischof von Myra gewählt. Er soll sehr streitbar und gerecht gewesen sein. Die vielen Legenden über seinen Gerechtigkeitssinn und seine Wohltätigkeit machten ihn zum Schutzheiligen der Seefahrer, Reisenden, Pilger, Händler, der Armen und Kinder. Je nach Glaubensrichtung beschützt er noch viel mehr Menschengruppen und sogar Tiere. Doch wir können sie hier nicht alle aufzählen. Daran kann man jedoch auch erkennen, wie beliebt der Heilige Nikolaus war und ist. Noch heute werden an seinem Todestag, dem 6. Dezember, in vielen Ländern das Nikolausfest und andere Bräuche gefeiert. Hier kannst du noch mehr über den Nikolausbrauch erfahren.

Quiz
Trübes Wetter und Schneematsch statt Schneeballschlacht? Dann schau dir doch mal unsere Quizseiten an und teste dein Wissen.

Plätzchen
Warum schmecken selbstgebackene Plätzchen in der Weihnachtszeit besonders gut?

Vielleicht liegt es daran, dass sie uns bei Kerzenschein, einem heißen Tee und einer Weihnachtsgeschichte diese dunkle, kalte Zeit versüßen. Wir haben dir hier schöne, einfache Plätzchenrezepte zusammengestellt.

Elch- und Rentier Rentiere und Elche
Die Geschichte von Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase, ist weltbekannt. Und jedes Kind weiß doch, dass der Weihnachtsmann die Geschenke mit einem Schlitten bringt, der von neun Rentieren gezogen wird. Erfunden wurde diese Weihnachtslegende in Amerika und Robert L. May schrieb dazu passend 1839 das Gedicht über das traurige Rentier Rudolf. Es wird wegen seiner leuchtend roten Nase von den anderen Rentieren ständig ausgelacht. Doch in einer nebligen Nacht rettet ausgerechnet Rudolf das Weihnachtsfest. Mit seiner „Glühnase“ leuchtet er Santa Claus den Weg zur Erde und wird zum Helden.
Dieses Gedicht hat die Menschen so begeistert, dass es bald darauf ein passendes Lied und mittlerweile Zeichentrickfilme in allen möglichen Sprachen gibt.
Doch wie passen Elche in die Weihnachtszeit? Ehrlich gesagt, haben sie mit Weihnachten nichts zu tun. Manch einer behauptet sogar, die Elche sind nur ins Weihnachtsgetümmel geraten, weil jemand die beiden Hirscharten nicht voneinander unterscheiden konnte.
In Skandinavien sind Elche und Rentiere an Weihnachten jedenfalls nicht wichtiger als sonst. Stattdessen sind dort in der Weihnachtszeit die Wichtel oder Julnisser Tomtebisse, Tomte und Nisse verstärkt am Werk. Allerdings sollen auch sie mit Rentierschlitten unterwegs sein. Bekannter als Elch und Rentier ist dagegen der Ziegenbock, der sogenannte Julbock. Er wird aus Stroh gebastelt und trägt auf seinem Rücken Körbe für die Geschenke. Mehr über Rentiere und Elche erfährst du in unserem Elch- und Rentier-Spezial.

Santa Lucia
In Schweden wird am 13.Dezember der Luciatag gefeiert. Die älteste Tochter einer Familie verkleidet sich an diesem Tag als Lucia in einem weißen Kleid und einem Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf. Zusammen mit anderen Mädchen, einem Sternenjungen und vier Kindern, die als Kobolde verkleidet sind, nimmt sie an einem Lucia-Umzug teil. Sie singen gemeinsam unter anderem das „Santa Lucia – Lied“.
Der Vorname Lucia stammt aus dem Lateinischen von lux, das Licht.
Das schwedische Lucia-Lied in deutscher Übersetzung findest du hier.

Spekulatius

Spekulatius
Der Name des weihnachtlichen Gebäcks leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Bischof ab: Speculator, was so viel wie Aufseher oder Beobachter bedeutet. Auf Spekulatius ist die Geschichte vom heiligen Nikolaus abgebildet. Mit den leckeren Mürbeteigplätzchen kannst du Stück für Stück die Nikolausgeschichte nacherzählen.

Sternanis

Sternanis

Echter Sternanis ist ein immergrüner Baum aus Südchina.

Seine Früchte werden getrocknet und in Weihnachtsgebäck verwendet.

Thomastag
Thomas nennt man auch den „Ungläubigen Thomas“.  Er ist einer der zwölf Apostel. Er glaubte zunächst nicht an die Auferstehung Jesus Christus. Erst als ihm Jesus persönlich begegnete und ihn aufforderte, seine Finger in die Wundmale zu legen, begriff auch Thomas das Unfassbare.
Seine Gedenktage sind der 3. Juli in der katholischen und der 21. Dezember in der evangelischen Kirche. Da der 21. Dezember auch der Tag der Wintersonnenwende ist, gibt es zum Thomastag in einigen Regionen Deutschlands besondere Bräuche wie Glockengeläut oder das Thomasorakel. Mit diesem Orakel wird das Wetter für das kommende Jahr vorhergesagt. Dazu werden Gerstenkörner in eine Schale gepflanzt, die im warmen Zimmer steht. Je mehr Keimlinge nach Weihnachten aus den Samen wachsen, desto besser wird das Wetter und die Ernte im neuen Jahr. Diesen Brauch gibt es für den Tag der Heiligen Barbara, dem 4.  Dezember und am Luciatag, dem 13. Dezember. Anstelle von Gerstenkörnern wird dann Weizen gepflanzt.

Uriel
Uriel ist einer der vier Erzengel. Sein Name bedeutet im Hebräischen „Gottes Feuer“. Man kann auch sagen, er ist das Licht Gottes. Über allen Engeln thronen die Seraphim, Cherubim und Throne. Sie sind der oberste Engelchor. Die Cherubim bewachen den Garten Eden und den Weg zum Lebensbaum, aber der Erzengel Michael hatte die Aufgabe, Adam und Eva aus dem Paradies zu vertreiben. Gleichzeitig ist er dafür zuständig, uns vor dem Bösen zu schützen. Der Erzengel Raphael hat die Aufgabe den Kranken, Ärzten, Schwestern und Pflegern zu helfen. Sein Name bedeutet „die Heilkraft Gottes“. Der Erzengel Gabriel kündigt die Geburt besonderer Kinder an. Deshalb erschien er der Jungfrau Maria, um ihr zu sagen, dass sie das Christuskind zur Welt bringen wird. Die Erzengel sind die Chefs der Engelscharen oder Engelheere, die den Naturengeln und Schutzengeln bei ihrer Arbeit zur Seite stehen. So hat alles im Himmelreich seine Ordnung und jeder Engel seinen Platz. In dem alten Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ heißt es daher auch:

Da liegt es, das Kindlein auf Heu und auf Stroh;
Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

Im Engel-Spezial kannst du noch mehr über Engel und ihre Geschichten lesen.

Väterchen Frost
„Väterchen Frost“ ist die russische Abwandlung von Knecht Ruprecht. Der Nikolaus kommt selten allein. Ein dunkler, grimmig aussehender Mann vom Heiligen an einer Kette gehalten begleitet ihn. Oft hat eine Rute aus Weiden in der Hand und trägt den Sack mit den Geschenken. Er stellt das Gegenteil vom Heiligen dar und erinnert an die dunkle Seite des Lebens, über die das Gute jedoch immer die Oberhand hat. In einigen Regionen wird er Leutfresser, Hans Muff, Zwarter Pitt (Schwarzer Peter) oder Krampus genannt.

Vanille
Die dunkelbraunen Vanilleschoten sind die getrockneten Früchte einer Kletterorchidee, die in den Tropen wächst.

Weihnachten
Erst seit dem Jahr 354 wird Weihnachten als Fest gefeiert. In einem Festtagskalender der katholischen Kirche war die Geburt Jesu zu dieser Zeit am 25.12. eingetragen. In den Ostkirchen werden die Geburt und die Taufe Jesu am 6.1. gefeiert.

Weihnachtskarte Weihnachtskarten
Wer hat sie erfunden? Der englische Geschäftsmann Sir Henry Cole und zwar im Jahr 1843. Er ließ die ersten Weihnachtsgrüße per Karte von einem Zeichner entwerfen, drucken und von Hand bemalen.
Da er mehr Karten bestellt hatte, als er selbst benötigte, verkaufte er kurzerhand die restlichen Weihnachtskarten.
In Großbritannien ist das Verschicken und Erhalten von Weihnachtskarten nach wie vor von großer Bedeutung. Bereits im Oktober beginnt das große Weihnachtsgrußschreiben. Wer eine Weihnachtskarte erhält, stellt sie zur Freude aller auf den Kamin. Seit 1881 werden auch in Deutschland Weihnachtskarten verschickt. Kidswebbi hängt seine schönsten Weihnachtskarten jedes Jahr an einer Girlande auf. In diesem Jahr hat er für die ganz Eiligen unter euch Vorlagen für Weihnachtsgrüße zum Ausdrucken erstellt.
Wunschzettel Wunschzettel
„Liebes Christkind, …“ so fangen wohl nahezu alle Weihnachtswunschzettel an. Die Wünsche, die das Christkind erfüllen soll, sind vielfältig: eine neue Puppe, eine Eisenbahn oder ein gemeinsames Fest mit Mama und Papa.
Dabei ist der Weihnachtswunschzettel erst rund 150 Jahre alt. Erst in der Zeit des Biedermeier (1812 bis 1848) wurde das Weihnachtsfest vor allem in den reichen und adeligen Familien gefeiert.

In dieser Zeit sind auch der Adventskalender, der Adventskranz, der Christbaum im Haus, das Festessen, der Wunschzettel und der Gabentisch für die Kinder erst entstanden. Wunschzettel kannst du dir im kidsweb.de hier laden.

Mandala

X-mas
X-mas ist die amerikanische Abkürzung für das englische Wort „Chrismas“, was ins Deutsche übersetzt „Weihnachten“ heißt. Das X stammt aus dem Christuszeichen  XP. Es ist das Symbol für Jesus Christus. Das griechische Wort für Christus ist „Christos“. Die Abkürzung dafür wird aus den griechischen Anfangsbuchstaben X für CH, sprich „Chi“ und P für R, sprich Rho gebildet.

Das XP-Zeichen wird oft mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega abgebildet: A und O als erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets, so wie Jesus im Christentum für den Anfang und das Ende steht.

Yule log
Yule log, der Weihnachtsscheit, stammt aus der Zeit der Wikinger. Yul oder Jul war die Zeit der Wintersonnenwende und für Wikinger von besonderer Bedeutung: Die Tage wurden wieder länger. Das alte Jahr war zu Ende und ein neues begann. Das wurde ordentlich gefeiert. Die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist die längste Nacht des Jahres. An diesem Tag beginnt im Kalender der Winter. Das Fest zur Wintersonnenwende war der Vorläufer des Weihnachtsfestes. Das Entzünden eines Lichts ist bis heute das Symbol für die Erlösung aus der Dunkelheit geblieben. In Frankreich wird der Yule Log Bûche de Noël genannt. Dort wird er an Weihnachten zum Verschmausen angeboten: Es ist eine Biskuitrolle, die mit Schokoladencreme gefüllt und als Holzscheit oder Baumstamm verziert ist.

Zimtstangen

Zimt
Zimt, Nelken, Vanille und Sternanis sind die klassischen Gewürze für das Weihnachtsgebäck. Zimt ist eines der ältesten Gewürze, die wir verwenden. Er wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen, der ursprünglich in China und Sri Lanka wächst.

Text: Nicole Potthoff
    K I D S W E B    

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