Überall dort, wo Menschen miteinander leben und auskommen müssen, wird Politik gemacht. Innerhalb einer Gemeinschaft bilden sich Gruppen, die die gleichen Interessen oder dasselbe Ziel haben.
Denn kein Mensch kann ganz für sich allein leben. Man braucht immer andere Menschen, die unsere Belange schützen oder mit uns ein gemeinsames Ziel erreichen wollen. Nur mit vereinten Kräften wird etwas bewegt, das ist in der Politik nicht anders. |
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Für Schlauwebbis
In dem Begriff „Politik“ finden wir das griechische Wort „pólis“.
Es steht für Begriffe wie „Stadt, Bürgerschaft und Staat“. Die Polis im antiken Griechenland war nicht nur eine Stadt mit Mauern, vielen Häusern und einem großen Umland. Die Bürger und Bauern einer Polis organisierten ihr Zusammenleben selbstbestimmt und völlig eigenständig, ohne Kaiser oder König. Sie lebten bereits vor 2.500 Jahren in einer Volksherrschaft, die als Wiege der Demokratie bezeichnet wird. Sie berieten sich in Volksversammlungen, machten Gesetze und bekleideten für ein Jahr eines der vielen Ämter in der Stadtverwaltung. Frauen, Sklaven und Nichtgriechen hatten jedoch keine Bürgerrechte und durften nicht mitbestimmen. |
Wenn allerdings die Interessen unterschiedlicher Gruppen aufeinanderprallen, geht es darum, welche Gruppe stärker ist. Im schlimmsten Fall wird Politik mit fliegenden Fäusten betrieben. Im besten Fall kommt es zu einem Austausch von Argumenten, mit dem Ziel die Stimmenmehrheit zu gewinnen.
Wer Politik machen will, braucht eine starke Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft ist mächtig, wenn sie in der Überzahl ist, viele Verbündete außerhalb der eigenen Reihen hat oder mit anderen Mitteln Einfluss nehmen kann. Politik, Macht und Einflussnahme sind untrennbar miteinander verbunden. Hans hat die Möglichkeit, seine Mitspieler auszuwählen. Er will das Spiel unbedingt gewinnen, deshalb versucht er möglichst viele gute und starke Spieler in seine Mannschaft zu bekommen. In der Weltpolitik werden Bündnisse zwischen Staaten geschlossen, zum gegenseitigen Schutz oder für einen gemeinsamen Wohlstand.
Für Schlauwebbis
Eine Regierung ist die stärkste Macht in einem Staat. Ihre Politik hat Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen im Staat selbst und auf die Beziehungen zu anderen Staaten. Man spricht von der Innen- und Außenpolitik eines Staates.
Zur Innenpolitik gehören zum Beispiel die Bereiche Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Verkehr, Wirtschaft und Finanzen.
Für die Außenpolitik sind die Bereiche Verteidigung, Bündnisse und Mitsprache bei Organisationen wie den Vereinten Nationen, der NATO oder in der Europäischen Union. |
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Politik wird jeden Tag und überall von uns allen gemacht, ob am Familientisch, in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Bundestag.
Unser Zusammenleben wird von dieser Politik geregelt und bestimmt. |
Für Schlauwebbis
Politologie ist die Wissenschaft von der Politik. Die Endung -logie geht auf das griechische Wort „loges“ zurück, was man mit „Wort, Rede“ oder in unserem Zusammenhang mit „Lehre“ übersetzt. Politologen forschen nach den Zusammenhängen und Ursachen von Herrschaft und Macht. Es ist für sie unter anderem wichtig herauszufinden, welche Auswirkungen diese Zusammenhänge auf die Gesellschaft und damit auf einen Staat haben. |
Gemeinwohl und Eigenwohl
Die Politik unseres Landes ist am Gemeinwohl aller Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet. Das heißt, erst wenn die Grundbedürfnisse der überwiegenden Mehrheit gedeckt sind, kann das Interesse Einzelner berücksichtigt werden.
Jeremy Bentham, ein englischer Rechts- und Moralphilosoph des 18. Jahrhunderts, nannte das Gemeinwohl „das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl“.
Nach unserem Politikverständnis hat der einzelne Bürger jedoch nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Für das Gemeinwohl unserer Gesellschaft bedeutet es, dass jeder Verantwortung trägt und sein Bestes tun muss, damit es allen gut geht. Zu der Verantwortung des Einzelnen gehört auch die Beteiligung an der Politik z. B. durch die Teilnahme an Wahlen. |