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Urzeit-Spezial
Urknall

Das Universum - wie alles begann

Wenn wir an die Urzeit denken, fallen uns oft zuerst die Dinosaurier ein. Als „uralt“ bezeichnen wir häufig Lebewesen oder Dinge, die schon lange vor uns auf der Welt waren. Die kleine Silbe „ur“ steht aber auch vor Wörtern, mit denen wir zeigen wollen, das sie der Anfang oder die Quelle von etwas sind wie der Ursprung, die Ursache oder der Urheber.

Der Urknall  - oder wie durch Chaos aus Nichts ein Kosmos entsteht

Alles beginnt vor 15 Milliarden Jahren mit einer großen Stille, einer unvorstellbaren Leere: dem Nichts. Und plötzlich gibt es einen riesigen Knall – Bang!
Eine gewaltige Explosion erschüttert die Stille. Sie stürzt das Nichts in ein unglaubliches Chaos. Alles geschieht gleichzeitig. Innerhalb von wenigen Minuten löst der Urknall in der Leere ein gewaltiges Werden und Vergehen aus.
Was zurückbleibt, ist ein kleiner, dichter Feuerball. Aus dem Chaos ist ein Kosmos geboren. Er besitzt bereits alles, was ein Weltraum zum Überleben benötigt:
kleinste Teilchen, Licht, Raum und Zeit – und das Gesetz der Schwerkraft.

Doch von der Entstehung dieses Feuerballs bis zu den Weiten unseres Universums vergehen nochmals eine Milliarde Jahre. Jahre, in denen sich die dichte, heiße Masse abkühlt und ausbreitet wie ein unendliches Nebelfeld. In diesem Nebelfeld bilden sich aus kosmischen Wolken Milchstraßen und weitere zehn Milliarden Jahre später auch unser Planetensystem.

Sonne und Erde - Wärme und Licht für das Leben

Seit es Menschen gibt, beschäftigt sie die Frage nach der Entstehung der Welt.
So vielfältig wie die Menschheit selbst sind auch ihre jahrtausend alten Schöpfungsgeschichten. Die Legenden sind oft eng mit der Religion einer Kultur und einem tiefen Glauben an eine göttliche Kraft verbunden.
Formeln, Berechnungen und Experimente der modernen Forschung haben in den letzten Jahrhunderten die alten Schöpfungsgeschichten abgelöst. Sie geben uns ein ziemlich genaues Bild der Ereignisse vor 4,5 Milliarden Jahren, als unser Planetensystem entstanden ist:

Die Weiten des Universums sind durchzogen von riesigen Wolken aus Gas und Staub. Sie bestehen zu 99 Prozent aus den chemischen Stoffen Wasserstoff und Helium. Diese beiden Stoffe zaubern zusammen mit kleinsten Anteilen anderer Stoffe, ein wenig kosmischem Staub und der Schwerkraft die Sterne ins Universum.
Aus kleinen Klumpen, die sich gegenseitig anziehen, entstehen immer größere Kugeln. Diese werden durch die Schwerkraft zusammengedrückt und immer heißer. Dadurch verschmelzen die Wasserstoffatome in ihrem Innern miteinander und es entsteht Helium. Die Energie, die bei dieser Verschmelzung frei wird, ist so groß, dass die Hitze den neugeborenen Stern bis weit in den Weltraum hinein leuchten lässt.

Vor etwa sechs bis fünf Milliarden Jahren sind so zunächst auch unsere Sonne und später alle weiteren Planeten, die sie umkreisen, entstanden.
Die Geburtsstunde der Erde schlägt, als eine riesige dunkle Wolke aus Gas und Staub diesmal um die neu entstandene Sonne herumwirbelt. Auch diese Wolke verdichtet sich allmählich zu einem Feuerball, dessen Oberfläche aus flüssigem Gestein im Laufe von einer Milliarde Jahren soweit abkühlt, dass sich eine harte Kruste um den Himmelskörper bildet. Eisen und Nickelteilchen wandern in den Mittelpunkt des neuen Planeten und bilden dort den Erdkern. Gase und Wasserdampf steigen aus Vulkanen aus dem Erdinneren empor und werden zu riesigen Wolken, die als Regen auf die neue Erde prasseln. Die langen Regengüsse verwandeln das Land allmählich in ein großes Urmeer, in dem sich später das erste Leben regen wird. Keiner der anderen acht Planeten besitzt momentan das, was die Erde auszeichnet: eine sauerstoffhaltige Atmosphäre und ausreichend Wasser auf der Erdoberfläche.

Erde und Mond – ein Paar mit Anziehungskraft

Ohne die Erde gäbe es den Mond allerdings wohl nicht. Wissenschaftler vermuten nämlich, dass der Mond aus einem Zusammenprall der Erde mit einem anderen Planeten, der sich in ihre Umlaufbahn verirrt hatte, entstanden ist. Dieser Planet zerbarst beim Einschlag auf die Erde, die jedoch ebenfalls nicht unbeschadet blieb. Die Teilchen beider Planeten wurden ins gesamte Universum versprengt. Die Schwerkraft sorgte dafür, dass einige Teilchen wieder zusammenfanden und sich daraus der Mond entwickelte. Er ist jedoch viel, viel kleiner ist als die Erde und umkreist sie seitdem wie ein Satellit.

In unserem Wetter-Spezial erfährst du, welchen Einfluss Sonne und Mond auf unser Klima und das Wetter haben.

Wenn du nun wissen möchtest, wie das Leben auf der Erde entstanden ist, dann klicke hier.

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