Seepferdchen,-
oder
was ist ein Hippocampus?
Was für ein
schöner wissenschaftlicher Name! Hippocampus kommt aus
dem Griechischen, bedeutet Pferderaupe und beschreibt damit
sehr treffend die Gestalt der possierlichen Seepferdchen. In der
Griechischen Mythologie waren Seepferdchen die Nachfahren der
Rösser, die Poseidons Wagen gezogen haben. Sie gehören zu den
schuppenlosen Knochenfischen. |
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| Seepferdchen
können nur in strömungsarmen Gewässern leben. Gern halten sie sich
in Seegraswiesen in Küstennähe, Korallenriffen und seichten Wassergebieten
in Mangrovenwäldern, in Wassertiefen von eins bis fünfzig Metern
auf. Einige Arten leben auch in riesigen freischwimmenden Tang-
und Algenfeldern. Auf unserer Erde sind sie in fast allen Meeren,
mit Ausnahme der kalten Zonen, verbreitet. So findet man sie u.a.
im Mittelmeer, im Schwarzen Meer, im Pazifik, in Australien, Neuseeland,
Japan, im Indopazifischen Ozean an der atlantischen Küste von Florida
bis New York, im Golf von Mexiko und in Südafrika, sogar in der
Nordsee sind Seepferdchen, wenn auch selten, zu finden. |
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| Als
Räuber zählen zu ihrer Lieblingsbeute kleine Krebstiere, Schwebgarnelen,
Wasserflöhe und Fischlarven, die sie sich in einem Stück blitzartig
durch ihre röhrenförmige Schnauze einsaugen. Dabei klammern sie
sich gut getarnt mit ihrem Greifschwanz an Wasserpflanzen oder auch
Korallen und halten mit den unabhängig voneinander beweglichen Augen
nach allen Richtungen Ausschau nach Nahrung. Seepferdchen machen
nichts lieber als Fressen, so verbringen sie bis zu 10 Stunden am
Tag mit der Aufnahme von Nahrung. Sie können am Tag etwa drei- bis
viertausend Schwebgranelen aufnehmen. |
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| Um
sich fortzubewegen schlagen sie aufrecht die kleine Rückenflosse
und die Brustflossen wellenförmig hin und her, dabei sind sie in
der Lage rückwärts, vorwärts, nach oben, nach unten und auch seitwärts
zu schwimmen, ohne dabei die ihre Körperhaltung zu ändern. Seepferdchen-Kinder
biegen ihren kleinen Greifschwanz beim Schwimmen halbmondförmig
zum Rücken. Erwachsene Seepferdchen hingegen halten ihren Schwanz
zur Bauchseite hin gebogen. |
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Die
Seepferdchen gehören als Fische zu den Röhrenmäulern. Es gibt
etwa 30 Seepferdchen-Arten. Diese kann man in Langschnäuzige
Seepferdchen, Kurzschnäuzige Seepferdchen, Riesenseepferdchen
und Zwergseepferdchen unterteilen. Sie haben keinen Magen
und keine Zähne. Das Zwergseepferdchen wird etwa 4 cm groß,
das Riesenseepferdchen kann sogar 30 cm groß werden. Die Durchschnittsgröße
liegt bei etwa 14 Zentimetern. Das lustige Langschnäutzige
Seepferdchen hat sogar zottelige Anhänge an Kopf und
Hals. |
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| Verlieren
Seepferdchen z.B. bei einer Auseinandersetzung mit einem der wenigen
Feinde, eine Flosse, wächst diese innerhalb von 14 Tagen wieder
nach. Seepferdchen werden etwa ein bis vier Jahre alt. So ein Seepferdchen
kann, wie auch ein Chamäleon, seine Augen unabhängig voneinander
bewegen. Da Seepferdchen sich nicht sehr schnell bewegen können,
hat die Natur ihnen eine weitere Besonderheit mitgegeben. Sie sind
Meister der Tarnung. Innerhalb weniger Minuten passen sie sich ihrer
Umwelt farblich an, so können Feinde sie nicht so leicht entdecken.
Zusätzlich schützt sie ein Knochenpanzer. Die männlichen Tiere haben
einen Brutbeutel am Bauch. Weibliche Tiere sind meist farbenfroher,
was aber auch zur Folge hat, dass sie von Feinden eher entdeckt
und somit gefressen werden. Aber auch dafür hat sich Mutter Natur
einen Trick ausgedacht, es werden bei jeder Geburt viel mehr Weibchen
als Männchen geboren. |
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| Seepferdchen
sind sehr liebesbedürftige treue Tiere, sie halten ihren Partner
lebenslang die Treue. Stirbt der Partner, trauern sie tage-
oder auch wochenlang und suchen sich anschließend einen neuen
Partner. Das Weibchen versucht einen Partner mit Klicklauten
zum Paarungstanz aufzufordern. Nach dem mehrere Tage dauernden
Paarungstanz, umklammert das Weibchen das Männchen mit seinem
Greifschwanz und schiebt dem Männchen seine Eier in den Brutbeutel.
Dabei vollführt das Männchen seltsame Bewegungen um die aufgenommenen
Eier gleichmäßig in seinem Brutbeutel zu verteilen. Dann wird
der Brutbeutel sorgfältig verschlossen, in ihm wachsen nun
die befruchteten Eier heran. |
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| Die
Männchen brüten nach dem Erreichen der Geschlechtsreife monatlich,
je nach Art ,etwa ein bis zwei Bruten aus. Die Brutdauer beläuft
sich je nach Wassertemperatur 10 bis 21 Tage. Das Männchen klammert
sich dabei mit seinen Greifschwanz an eine Wasserpflanze, krümmt
sich und pumpt dabei die Jungen schubweise aus. Je nach Art können
dabei bis zu 50 bis 1600 Jungfische zur Welt kommen. Die Jungen
schwimmen sogleich an die Wasseroberfläche um ihre Schwimmblase
mit Luft zu füllen. Sie sind nun völlig auf sich allein gestellt.
Die meisten Jungtiere überstehen die ersten Minuten leider nicht,
sie werden von anderen Tieren gefressen. Nach etwa sieben bis zehn
Monaten sind die überlebenden Seepferdchen dann erwachsen. Direkt
nach der Geburt der Jungen paaren sich die Seepferdchen erneut,
das ist auch gut so, denn die Seepferdchen sind vom Aussterben bedroht. |
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| Sehr
viele Seepferdchen werden von Sammlern und Fischern gefangen und
lebendig in der Sonne zum Trocknen aufgehangen. Die Seepferdchen
flüchten nicht, weil sie meinen, dass sie gut getarnt sind,
daher können Seepferdchensammler sie einfach von den Wasserpflanzen
absammeln.In der traditionellen chinesischen Medizin wird so eine
Art Seepferdchen-Pulver von zermalenen Seepferdchen angeboten, damit
lassen sich angeblich viele Krankheiten heilen.Andere Menschen hängen
sich sogar getrocknete Seepferchen um den Hals oder an die Wand.
Seepferdchen sind vom Aussterben bedroht, darum kaufe niemals lebendige
oder getrocknete Seepferdchen! |
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Hast du Lust
ein Seepferdchen-Mandala auszumalen oder eine Seepferdchengeschichte zu lesen? Überprüfe
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