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Molch

Lurche mit Doppelleben

Frösche, Kröten, Unken, Salamander und Molche sind Lurche. Sie sind Wirbeltiere, die teilweise im Wasser, teilweise an Land leben. Daher werden sie nach dem griechischen Wort für „doppellebig“ auch Amphibien genannt.

In unserem Frosch-Spezial findest du alles Wissenswerte rund um die Froschlurche.

Salamander und Molche gehören zu den Schwanzlurchen. Zu unseren heimischen Schwanzlurcharten gehören Teichmolche, Fadenmolche, Kamm- und Alpen-Kammmolche sowie Bergmolche. Nur zwei Salamanderarten lassen sich bei uns finden: der Feuer- und der Alpensalamander. Schwanzlurche ernähren sich von Würmern, Insekten, Spinnen, Schnecken und Muscheln.

Lurch Schleichlurche oder Blindwühlen sind alle Arten von Amphibien, die im Boden Leben. Ihr Lebensraum sind die Tropen. Der Zoologe E. H. Taylor (1889 -1978) beschreibt diese Tiere als „Regenwurm mit Wirbelsäule“. Die Kopfform und die spitzen Zähne beweisen ebenfalls, dass sie zu den Lurchen gehören.Die Haut der Schleichlurche ist mit kleinen Schuppen besetzt. Damit unterscheiden sie sich deutlich von Frosch- und Schwanzlurchen.

Entwicklungsgeschichte

Die Geschichte der Lurche beginnt vor etwa 370 Millionen Jahren in der Urzeit . Sie waren die ersten Wirbeltiere, die mit über Lunge und Haut atmen konnten. Gut zwei Drittel aller Schwanzlurche atmen Sauerstoff nur durch die Haut und die Mundhöhle wie z. B. der in Europa lebende Höhlensalamander.

Für Schlauwebbis
Sauerstoff ist der Stoff unseres Lebens. Es ist ein farbloses und geruchloses Gas, das man nicht schmecken kann. Die Natur hat zur Herstellung von Sauerstoff einen einzigartigen Prozess entwickelt: die Fotosynthese. Pflanzen stellen mit Hilfe ihres grünen Pflanzenfarbstoffs (Chlorophyll) aus Licht, Wasser und Kohlendioxid Sauerstoff her. Das Kohlendioxid entsteht beim Verfeuern von Brennstoffen und wird bei der Atmung ausgeschieden. Bei der Fotosynthese ist Sauerstoff ein Abfallprodukt, das entsteht, wenn die Pflanzen Traubenzucker (Glucose) als Nährstoff erzeugen. In der Nacht oder bei Dunkelheit benötigt die Pflanze selbst Sauerstoff, den sie aus der Umgebungsluft nimmt.

Im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte wuchsen den Lurchen – mit Ausnahme der Blindwühlen - Arme und Beine. Einen Schwanzlurch erkennt man an seinem lang gestreckten Körpern und dem langen runden Schwanz. Frosch- und Schwanzlurche haben eine nackte, drüsenreiche, glatte oder warzenreiche Haut. Sie ist immer feucht und fühlt sich schleimig an. Im Gegensatz dazu ist die Haut von Reptilien trocken und schuppig ist. Einige Eidechsenarten sehen Salamander und Molch sehr ähnlich, aber Eidechsen sind Reptilien.

Für Schlauwebbis - Die Evolutionstheorie – oder wie ist das Leben entstanden?
Wie gelingt es Lebewesen, sich an veränderte Lebensbedingungen anzupassen? Wie hat sich das Leben von der Erdurzeit bis zur Erdneuzeit entwickelt? Wer stammt von wem ab? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich die Abstammungslehre. Der Begründer der Theorie über „Die Entstehung der Arten“ ist Charles Darwin. Der englische Naturforscher segelte von 1831 bis 1836 um die Welt und machte dabei drei Entdeckungen:

  1. Es werden mehr Nachkommen von Lebewesen gezeugt, als nötig wären, um eine Art zu erhalten.
  2. Die Nachkommen, die von einem Elternpaar gezeugt werden, haben nicht alle die gleichen Erbmerkmale. Stattdessen entstehen verschiedene Abwandlungen oder Abweichungen von ein- und demselben Erbmerkmal.
  3. Alle Lebewesen müssen um ihr Überleben kämpfen. Da sich die Bedingungen ständig ändern, überleben nur die Nachkommen einer Art, die sich mit ihrer Erbausstattung am besten den Veränderungen anpassen können. Diese pflanzen sich weiter fort, und so verändern sich die Arten in zumeist winzigen Schritten von Generation zu Generation.

Alle Lebewesen haben einen gemeinsamen Vorfahren. Sie unterliegen einem ständigen Wandel und entwickeln sich dadurch weiter. Aus einfachen Organismen entwickeln sich höhere Lebewesen: Das ist Evolution.

Kleine Lurche

Frosch- und Schwanzlurche legen ihre befruchteten Eier in Gewässern ab. Aus den Eiern schlüpfen nach einiger Zeit Larven. Bei den Fröschen entwickeln sich diese zu Kaulquappen.
Die Wandlung vom Ei zur Larve, von der Larve zur kiemenatmenden Kaulquappe und von der Kaulquappe zum ausgewachsenen Lurch nennt man Metamorphose. Dagegen gebären Feuersalamander ihren Nachwuchs lebend und an Land.

Lurche
Lurch

Wechselwarm statt gleichwarm

Alle Amphibien sind wechselwarme Tiere. Damit ist die Fähigkeit gemeint, die Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anzupassen. Sie sind auf Wärmequellen wie von der Sonne aufgeheizte Steine angewiesen, um ihren Kreislauf in Schwung zu bringen. Bei Wärme sind sie flink und lebhaft.

Bei Kälte werden sie langsam und träge. Säuger und Vögel erzeugen körpereigene Wärme durch die Umwandlung der Nahrung in Energie. Dadurch halten sie ihre Körpertemperatur gleichwarm.

Text: Nicole Potthoff

Kinder-Schach-Spezial
       

 

 

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