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Aquarium-Spezial

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Aquarium-Spezial
Rochen und Hai

Wusstest du schon?

… dass Süßwasserfische über die Haut und durch die Kiemen ständig Wasser aufnehmen?

Die Flüssigkeit, die sich in den Körperzellen der Süßwasserfische befindet, ist salzhaltiger als das Aquariumwasser.

Durch dieses stoffliche Ungleichgewicht „saugen“ die Körperzellen das Wasser förmlich an, während die Zellflüssigkeit durch die Trennschicht der Zelle nicht austreten kann.

Den Vorgang nennt man Osmose. Der Druck, der durch den unterschiedlichen Salzgehalt auf beiden Seiten entsteht, nennt man den osmotischen Druck. Über die Nieren scheiden die Fische das Wasser wieder aus, damit sie nicht platzen.

.… dass Meerwasserfische trinken müssen, damit sie nicht austrocknen? Auch bei den Meerwasserfischen funktioniert die Osmose, nur in die umgekehrte Richtung. Das Aquariumwasser ist salzhaltiger als die Zellflüssigkeit, deshalb wird den Zellen Wasser entzogen. Durch ständiges Trinken durch den Mund, die Kiemen und die Schleimhäute gleichen die Fische den Verlust aus. Ihre Haut und die Kiemen sind von der Natur so geschaffen, dass Meerwasser nicht eindringen kann. Stattdessen wirken die Kiemen wie kleine Entsalzungsanlagen. Sie filtern das Salz heraus und übrig bleibt Trinkwasser, das stofflich mit den Körperzellen im Gleichgewicht ist.
Nur Haie und Rochen haben andere Mechanismen entwickelt, um der Osmose entgegenzuwirken.

… dass Fische, die sowohl im Salz- als auch im Süßwasser leben, beides können?
Sie regulieren die osmotischen Verhältnisse dadurch, dass sie den Harnstoffgehalt ihres Blutes erhöhen oder verringern können. Damit verändern sie den Salzgehalt in den Körperzellen.

… Fische atmen, wenn sie Wasser durch den Mund aufsaugen? Sie pumpen das Wasser an den Kiemen vorbei. In den Kiemen sitzen Kiemenblättchen, die den im Wasser gelösten Sauerstoff aufnehmen. Das im Blut gelöste Kohlendioxid wird über die Kiemen auch wieder ans Wasser abgegeben.

… dass, Fische Kaltblüter sind? Sie haben immer die gleiche Körpertemperatur wie ihre Wasserumgebung. Deshalb sollen neue Fische nicht sofort ins Aquarium, sondern zunächst mit dem Transportbeutel ins Becken gelegt werden, damit ein langsamer Temperaturausgleich stattfindet.

… dass viele Fische im Wasser schweben können? Sie besitzen eine Blase im Körper die mit Gas gefüllt ist. Diese Schwimmblase können die Fische mit dem Gas füllen oder leeren und sinken bzw. steigen dadurch im Wasser. Ein U-Boot funktioniert nach diesem Naturprinzip. Manche Fische können mit ihrer Schwimmblase sogar Geräusche machen.

… dass der kleinste Fisch der Welt nur 7,9 mm groß ist? Es handelt sich um einen Karpfenfisch, der auf der Insel Sumatra entdeckt wurde.

… dass das größte Aquarium der Welt im amerikanischen Atlanta steht? 32 Millionen Liter Wasser fasst das Riesenaquarium. Über 100.000 Fische tummeln sich in der Meerwasseranlage.

… dass Fische Farben erkennen können? Tatsächlich können Fische Farben sehen, so erkennen sie sich untereinander. Da die Fischaugen jedoch seitlich liegen, können sie nicht nach vorne schauen und Entfernungen nur schlecht einschätzen.

… dass Fische einen „sechsten“ Sinn haben? Mit Hilfe ihres Seitenlinienorgans können sie Vibrationen im Wasser wahrnehmen. Über dieses Organ entdecken sie auch ihre Beute.

… dass Fische einen Geruchssinn haben? Der ist sogar stark ausgeprägt und sehr empfindlich. Fische haben Geruchszellen in der Nase und an den Barteln oder Flossen.

… dass die Farbenpracht der Fische nicht nur der Erkennung dient? Die vielen, schönen und bunten Farben dienen auch der Tarnung oder der Täuschung. In der Laichzeit leuchten die Farben mancher Fische besonders intensiv.

… dass 1596 das erste Aquariumbuch erschien? Der Chinese Chang Chi'en-te schrieb das Buch „Chu sha yü p'u“. Es heißt übersetzt „Traktat über die Goldfische“.

… dass ein Goldfisch bis zu 27 Jahre alt werden kann? Und er soll die älteste Zierfischart sein, da er bereits vor 2.400 Jahren in China gezüchtet wurde. Vor etwa 500 Jahren wurden die ersten Goldfische in Tonschalen als Haustier gehalten.

Text: Nicole Potthoff

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