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Das ABC der Aquarienarten
Ja, wo schwimmen sie denn? Besser gefragt, worin schwimmen die Fische?
Ist doch klar – in Wasser! |
Stimmt, aber auf die Zusammensetzung und die Temperaturen kommt es an, damit sich die verschiedenen Zierfischarten wohlfühlen.
Es gibt Meerwasserfische, die ohne einen bestimmten Salzgehalt im Wasser nicht überleben können.
Dabei unterscheidet man zusätzlich zwischen den Meerwasserfischen aus den warmen Tropen Südostasiens und denen des kalten Salzwassers Westeuropas. |
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Gleiches gilt für die Süßwasserfische. Sie leben in Seen und Flüssen auf der ganzen Welt in warmen und kalten Gebieten.
Deshalb muss das Süßwasseraquarium ihren Bedürfnissen angepasst sein.
Die meisten Meerwasserzierfische im deutschen Handel stammen aus Züchtereien Südostasiens. |
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Die Süßwasserfische werden aus Züchtereien in Tschechien nach Deutschland eingeführt. Es gibt aber auch nach wie vor Fänge aus der freien Natur. Diese Wildfänge, besonders die der Meereszierfische, werden von Tierschützern abgelehnt und bekämpft, weil sehr viele Tiere auf dem Transportweg verenden.
Hier sind die wichtigsten Aquarienarten alphabetisch aufgeführt und beschrieben: |
Art- oder Artenaquarium
In einem solchen Aquarium lebt nur eine einzige Fischart, oft weil die Fische dieser Art unter ganz besonderen Bedingungen leben oder weil diese Fischart gezüchtet werden soll.
Diskusfische oder Buntbarsche werden zum Beispiel in einem Artaquarium gehalten.
Siehe auch Cichlidenaquarium.
Biotopaquarium
Eigentlich ist jedes Aquarium ein Biotop, dennoch wird bei einem Biotopaquarium genau darauf geachtet, dass sowohl die Fische als auch die Pflanzen aus dem gleichen Lebensraum stammen. So kommt dieses Aquarium den natürlichen Bedingungen am nächsten.
Cichlidenaquarium
Cichliden sind Buntbarsche, die zum größten Teil aus den Tropen Afrikas stammen. Buntbarsche mögen es überhaupt nicht, wenn andere Fischarten in ihr Revier eindringen, deshalb werden sie in einem Artenaquarium gehalten. Das besondere an einem Buntbarsch- aquarium ist, dass dort nur sehr robuste Pflanzen überleben können, denn bei einigen Cichlidenarten stehen Pflanzen ganz oben auf dem Speisezettel oder sie sind Allesfresser, die auch vor den Wasserpflanzen keinen Halt machen.
Gesellschaftsaquarium
Viele, viele bunte Fische! Nein, so einfach ist ein Gesellschaftsaquarium dann doch nicht beschrieben. Es ist zwar richtig, dass sich in einem Gesellschaftsaquarium verschiedene
Fischarten tummeln, dennoch müssen diese zusammenpassen. Dabei achtet der Aquarianer sowohl auf die Herkunft der Fische (Asien, Südamerika), ihren Lebensraum (Süß- oder Salzwasser) als auch auf ihr Verhalten (Fried- oder Kampffische). Da sich manche Fische, wie Welse, nur am Boden des Aquariums aufhalten und andere, wie der Schützenfisch, sich am liebsten im oberen Bereich des Beckens bewegen, sollte auch dieses Verhalten bei der Auswahl der Fische bedacht werden.
Einen Vorschlag für den Fischbesatz eines Gesellschaftsaquariums für Anfänger findest du hier.
Holländisches Pflanzenaquarium
In einem solchen Aquarium mit Süßwasser ist die Pflege und Haltung der Wasserpflanzen wichtiger, als die Pflege der Fische. Deshalb gibt es auch nur sehr wenige Fische im Becken, die eher an eine lebende Dekoration erinnern. Man könnte so ein Pflanzenaquarium mit einem Blumenbeet vergleichen. Ein Beet wird ja ebenfalls nach bestimmten Regeln zusammengestellt und bepflanzt. Ein holländisches Pflanzenaquarium ist ein richtiger Unterwassergarten.
Kaltwasseraquarium
Die Pflege und Haltung von Kaltwasserfischen in Süß- oder Meerwasser ist die älteste Form des Aquariums. Im Gegensatz zu einem Warmwasseraquarium benötigt es keine Heizung. Stattdessen ist an heißen Sommertagen sogar eine Kühlung des Wassers notwendig, damit die Wassertemperatur nicht über 20 °C steigt. Ein bekannter und beliebter Bewohner des Kaltwasseraquariums ist der Goldfisch.
Meerwasseraquarium
Wie der Name schon sagt, werden in diesem Aquarium kleine Meeresbewohner gehalten. Der Salzgehalt des Meerwassers liegt bei 3,5 %. Das Wasser für ein solches Aquarium ist Leitungswasser, das zunächst mit Hilfe spezieller Filter gereinigt und dann mit einer Meersalzmischung aufbereitet wird. Meerwasserfische reagieren sehr empfindlich auf bereits geringe Veränderungen der Wasserqualität, wie sie durch die biologischen Kreisläufe im Becken nun mal vorkommen. Daher ist auch die Technik für ein solches Aquarium etwas aufwendiger. So wird mit einer Umwälzpumpe das Wasser mehrmals in der Stunde ganz durchmengt. Das Wasser wird nicht mit einem Filter, sondern mit einem Eiweissabschäumer oder lebenden Steinen gereinigt. Für Anfänger ist diese Aquarienart nicht geeignet. Die Haltung erfordert schon einiges an Erfahrung und Wissen darüber wie die Lebensbedingungen der Fische dauerhaft aufrechterhalten werden können.
Innerhalb der Meerwasseraquaristik gibt es wiederum verschiedene Aquarientypen, wie das Korallenriffaquarium, das Nordsee- oder Mittelmeeraquarium, die sich sowohl im Salzgehalt als auch in der Höhe der Wassertemperatur voneinander unterscheiden.
Naturaquarium
Das Naturaquarium geht auf den japanischen Aquarianer und Fotografen Takashi Amano zurück. In einem Naturaquarium für Süßwasserfische sind die Pflanzen, ihre Auswahl und ihre Anordnung im Becken ebenso wichtig, wie die Fische. So wird eine einzigartige Landschaft im Aquarium geschaffen. Auf Dekorationen, die nicht in der Natur vorkommen, wird vollkommen verzichtet. Im Gegensatz zum Pflanzenaquarium ist für den Naturaquarianer das harmonische Zusammenspiel von Farben, Formen, Fischen und Pflanzen wichtig.
Notfallaquarium
Ein Fisch ist plötzlich krank oder es schwimmt kleiner Nachwuchs im Becken? Dann ist es gut, wenn ein Notfallaquarium eingerichtet wurde, wo der Patient oder die Minis gut versorgt werden können. So wird die Ansteckungsgefahr gebannt und die Brut vor Angriffen geschützt. Für die Aufzucht reichen manchmal kleine Zuchtbecken, die sogar in das große Aquarium gehängt werden.
Quarantäneaquarium
Das Quarantäneaquarium dient dazu, neue Fische zunächst getrennt von den anderen Fischen zu beobachten, um eine Einschleppung von Parasiten oder Erregern zu verhindern oder um ein krankes Tier zu behandeln.
Notfall-, Quarantäne- oder Zuchtaquarien müssen zwar genauso gepflegt werden, wie alle anderen Aquarien, aber auf die Dekoration und eine schöne Gestaltung kommt es nicht an.
Schauaquarium
Eigentlich ist fast jedes Aquarium ein Schauaquarium, das uns faszinierende Unterwasserwelten zeigt und uns in seinen Bann zieht. Lediglich Notfall- oder Zuchtbecken sind einfach ausgestattet und dienen als Krankenstation oder Kinderstube.
Süßwasseraquarium
Als Süßwasser wird Wasser bezeichnet, das einen Salzgehalt von weniger als 0,1 % besitzt.
Das Süßwasseraquarium kann sowohl Lebensraum für Kaltwasser- oder Tropenfische sein. Dabei spielt die Wassertemperatur, wie beim Meerwasseraquarium, die entscheidende Rolle. Das beliebteste Aquarium ist das Süßwasseraquarium mit Wassertemperaturen zwischen 26 und 28 °C für Tropenfische. Wohl auch deshalb, weil es eine große Auswahl an Fischen, Wirbellosen und Pflanzen gibt, die zugleich ohne große Probleme zu halten sind.
Daneben sind die Härte und der ph-Wert des Wassers von großer Bedeutung. Wie bei Meerwasseraquarien gibt es auch unter den Süßwasseraquarien spezielle Aquarien, die ganz auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner eingerichtet werden.
Dazu gehören zum Beispiel das Schwarzwasser- und das Amazonasaquarium.
Warmwasseraquarium
Das Warmwasseraquarium ist mit Süß- oder Meerwasser gefüllt und bietet vor allem den Zierfischen aus den Tropen, der Karibik und Pazifischen Ozean ein Zuhause. Bei Temperaturen von ca. 25° C fühlen sich Schwertträger, Platies und Co. Richtig wohl. Diese Aquarien benötigen immer eine Heizung in Form einer Heizmatte oder eines Heizstabes.
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Zuchtaquarium
Ein Zuchtaquarium dient nur der Aufzucht einer Zierfischart. Diese Aquarien finden sich vor allem bei Züchtern und sehr erfahrenen Hobby-Aquarianern. Es geht lediglich darum, dass das Aquarium funktioniert und die Aufzuchtbedingungen für die Fischlein bestmöglich sind. |
Text: Nicole Potthoff |