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Ritter-Spezial
Drachen und Ritter

Rittersagen, Legenden und Geschichten

Das Nibelungenlied

Der junge und schöne Ritter Siegfried besiegt mit seinem Schwert einen Drachen und wird durch das Bad im Drachenblut unbesiegbar. Allerdings hat er nicht bemerkt, dass sich während des Bades ein Blatt auf seine Schultern gelegt hat.

Dorthin gelangt kein Drachenblut und diese Stelle wird ihm in einem späteren Kampf gegen seinen Rivalen Hagen von Tronje zum tödlichen Verhängnis. Diese Geschichte um Rittertugenden, Liebe, Verrat und Intrigen wurde im 12. Jahrhundert von einem unbekannten Autor in Österreich geschrieben. Der deutsche Komponist  Richard Wagner schrieb im 19. Jahrhundert  über diese Geschichte vier berühmte Opern, die zusammengefasst den Zyklus  „Der Ring des Nibelungen“ bilden.

 

Die Artussage:

Diese Sage handelt von dem ruhmreichen Keltenkönig Artus, dem Zauberer Merlin und den zwölf Rittern der Tafelrunde. Die Tafelrunde ist ein großer runder Tisch im Schloss Camelot, wo König Artus Hof hält. Artus ist mit Hilfe des Zauberers Merlin in den Besitz des Schwertes Excalibur gekommen und so Herrscher über England worden.
Die Suche nach dem Heiligen Gral, dem Kelch oder Gefäß aus dem Jesus Christus beim letzten Abendmahl getrunken hat und in dem sein Blut , das er bei der Kreuzigung vergossen hat, aufgefangen wurde,  wird mit der Artussage und den Tafelrittern in Verbindung gebracht.
Der Gral soll ewige Lebenskraft spenden. Ein Ritter der Tafelrunde, Parzival, wird vielen Irrungen und Abenteuern, zum Gralshüter ernannt.
Die Artussage wird oft unterschiedlich erzählt, aber alle Überlieferungen haben viele Gemeinsamkeiten und Übereinstimungen. So zum Beispiel die Namen der Ritter:
König Artus, Gawain, Lancelot, Tristan, Galahad, Keie, Iwein, Morded, Bors, Parzival, Erec und Gareth.

Die Sage vom Raubritter Hake

Der Raubritter Hake war ein ganz schlauer. Bevor Ritter Hake den Ablasshändler Tetzel um den Kasten mit dem Ablassgeld brachte, kaufte er sich bei ihm einen Ablassbrief, mit den Worten: „Sage mir, kann ich auch einen Ablassbrief zur Vergebung meiner Sünden kaufen, bevor ich die Sünde begangen habe?“ Tetzel bejahte dies und verkaufte dem Raubritter einen Ablass für einen Überfall. Allerdings bedachte er nicht dabei, dass er das Opfer sein könnte. Als sich der Überfall in einer Novembernacht des Jahres 1516 ereignete, zeigte der Raubritter dem verdutzten Ablasshändler den Brief und raubte lachend den gefüllten Geldkasten.

Don Quijote de la Mancha

Don Quijote ist eine Romanfigur des Spaniers Miguel de Cervantes aus dem Jahre 1605.
Dieser Ritter ist ein komischer, fast tragischer Held. Er lebt als Landadliger von niedrigem Stand irgendwo in der Mancha in Spanien und liest einen Ritterroman nach dem anderen, bis ihn die ganzen Rittergeschichten verrückt machen. Plötzlich glaubt er, er hätte den Auftrag sich als fahrender Ritter aufzumachen, um gegen das Unrecht zu kämpfen. Ohne es zu merken, macht er aus allem, was ihm begegnet, ein Unrecht. Er macht sich auf seinem alten Klappergaul, den er Rocinante nennt auf den Weg. Übersetzt heißt Rocinante ,Vorher war´s ein Klappergaul“. Er denkt tatsächlich, er sei ein Ritter und die Welt um ihn herum lebe noch im Zeitalter des Rittertums, dass vor 100 Jahren sein Ende gefunden hat. Nach den ersten Abenteuern nimmt er sich einen armen Bauern zum Schildknappen, Sancho Panza.

Auch er kann den verrückten Alten nicht davon abhalten gegen Windmühlenräder zu kämpfen, weil er meint es stünden ihm Riesen gegenüber. Don Quijote verliert diesen Kampf und glaubt „böse Mächte“ seien im Spiel. Aus dieser Geschichte geht der Ausdruck „gegen Windmühlen kämpfen“ hervor. Nach vielen weiteren Kämpfen gegen Weinschläuche und der Eroberung einer Barbierschüssel kehrt der „Ritter von der traurigen Gestalt“ ziemlich übel zugerichtet nach Hause zurück. Das Don Quijote auch nach diesen verrückten Abenteuern nicht merkt, das er in einer anderen Welt lebt, zeigt sich im zweiten Roman. Dort nennt er sich „Löwenritter“.

Text: Nicole Potthoff

Ritter-Spezial
       
 

 

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