Als Schutz vor Wind und Wetter kann ein Unterstand oder ein Stall dienen. Diese Haltung wird auch Robusthaltung genannt und eignet sich in erster Linie für Ponys.
Die Robusthaltung hört sich zunächst nach wenig Arbeit für den Pferdehalter an. Dass das jedoch nicht stimmt, wirst du spätestens vor dem ersten Ausritt merken, wenn du so ein gesundes und glückliches „Wind-und-Wetter-Pony“ von der Weide locken und putzen musst. |
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Ein Laufstall für Pferde ist keine Aufbewahrungsbox mit Gitterstäben, sondern ein Stall in dem die Pferde im wahrsten Sinne des Wortes bewegt werden sollen. In einem Laufstall gibt es voneinander getrennte Räume zum Schlafen und Fressen für die Pferde. Gleichzeitig können die Tiere jederzeit auf eine Weide hinaus. Da die Tiere für ihre einzelnen Bedürfnisse jeweils einen anderen Ort aufsuchen müssen, nennt man diese Stallform auch Bewegungsstall. Der sogenannte Offenstall gehört ebenfalls zu den Bewegungsställen, ist jedoch etwas anders aufgebaut. Beide Stallformen entsprechen am ehesten der artgerechten Haltung von Pferden.
Die meisten Pferde werden jedoch aus Platzgründen in Boxen gehalten. In Großstädten gibt es eben keine großen Weidemöglichkeiten. Als Ersatz wird den Pferden dann ein Auslauf mit einem Sandboden angeboten.
Jede Form der Pferdehaltung hat ihre Vor- und Nachteile für Pferde und Besitzer.
Pferdehaltung bedeutet immer viel Arbeit und kostet eine ganze Menge Zeit und Geld. Im Einzäunen von Weiden, dem Mähen und der Pflege der Wiesen steckt genauso viel Arbeit wie im Saubermachen und der Instandhaltung von Pferdeboxen. Das tägliche Ausmisten des Pferdestalls oder der Boxen ist harte Arbeit und unbedingt erforderlich.
Ein Pony ist zwar kleiner und robuster als ein Turnierpferd, dennoch müssen beide von ihren Besitzern sorgfältig gehegt und gepflegt werden.
Wenn Pferde der Hafer sticht
Wenn Pferde „der Hafer sticht“, haben sie wohl zu viel von diesem Kraftfutter gefressen. Hafer ist ein Powergetreide. Es spendet nicht nur den Pferden viel Energie, auch wir profitieren von den vielen gesunde Stoffen im Hafer. Allerdings soll zu viel Hafer Pferde verrückt und übermütig machen. Du kannst ja mal ausprobieren, wie es dir nach einem morgendlichen Haferflockenmüsli ergeht.
Pferde haben einen ganz kleinen Magen, deshalb können sie mit einer Mahlzeit nur kleine Futtermengen aufnehmen. Auf der Weide fressen sie über einen Zeitraum von bis zu zwanzig Stunden am Tag. Im Stall müssen sie daher mehrmals am Tag gefüttert werden. Neben Heu, Stroh oder Gras als Raufutter ist das Füttern von Kraftfutter wichtig. Kraftfutter besteht aus Getreide wie Hafer, Gerste, Weizenkleie oder Getreidemischungen. Zuckerrübenschnitzel oder daraus gewonnene Pellets sind ebenfalls sehr energiereich. Der Hauptanteil des Futters eines Pferdes sollte immer aus Raufutter bestehen, das ist auch für die Zähne wichtig. Dazu kommen gelegentlich Leckerlis wie Äpfel, Möhren, trockenes Brot oder selbstgebackene Pferdekekse.
Wie viel ein Pferd pro Tag fressen sollte, hängt davon ab, was es am Tag leisten muss. Das ist bei uns Menschen ja auch nicht anders: Wer sich viel bewegt und körperlich anstrengend arbeitet, kann und muss mehr essen als ein Stuben- und Sesselhocker. Hinzu kommen natürlich auch so wichtige Dinge wie die Größe, das Gewicht und das Alter.
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Doch zurück zu den Pferden. Es gibt Pflanzen, die für Pferde und Menschen giftig sind. Dazu gehören unter anderem Fingerhut, Goldregen, Buchsbaum, Beeren-Eibe, Ringelkraut, Adlerfarn, Herbstzeitlose und Tollkirsche.
Sehr gefährlich ist auch das hochgiftige Jakobskreutzkraut. Es sollte bei Entdeckung unbedingt mit der Wurzel aus dem Boden geholt und entsorgt werden, denn es ist auch in getrockneter Form giftig.
Aber auch das Kartoffelkraut, gekeimte Kartoffeln, Zwiebeln, Kohlgewächse oder Tomaten verträgt der Pferdemagen nicht.
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| Dreimal täglich frisches Wasser und ein Salzleckstein sollten immer angeboten werden, damit ein Pferd gerade nach einer schweißtreibenden Arbeit einen Mineralstoffmangel ausgleichen kann. An einem heißen Sommertag säuft ein Pferd bis zu sieben 10l-Eimer Wasser! Ansonsten sind es zwischen 40 und 60 Liter Wasser pro Tag. |
Ein gepflegtes Pferd ist nicht nur schön, sondern vor allem gesund!
Das Putzen eines Pferdes vor und nach einem Ausritt ist die erste Pflicht des Reiters.
Im Fell und in den Hufen sammelt sich so allerhand Staub, Schmutz und Stroh an.
Verklebte Fellstellen führen zu schmerzhaften Druckstellen oder Hautverletzungen.
Ein ungesäuberter Huf birgt die Gefahr, dass ein Pferd anfängt zu lahmen und Schmerzen bekommt.
Gleichzeitig schafft die gründliche Fellpflege aber auch ein festes Band aus Vertrauen und Zuneigung zwischen Pferd und Reiter. Dieses Band ist die wichtigste Voraussetzung für die Arbeit mit einem Pferd.
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Außerdem werden kleinere Verletzungen, Haut- oder Hufveränderungen schneller festgestellt und können gleich entsprechend versorgt werden.
Die meisten Pferde lassen sich gerne putzen und genießen die Fellmassage.
In der freien Wildbahn putzen sich die Pferde gegenseitig und halten so wichtige Sozialkontakte innerhalb einer Herde. |
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Am besten wird ein Pferd an der frischen Luft geputzt. Jedes Pferd sollte sein eigenes Putzzeug haben, so wie jeder Mensch seine eigene Zahnbürste hat.
In den meisten Ställen gibt es Putzkisten oder –koffer, die das richtige Handwerkszeug enthalten: Bürsten, Striegel, Mähnenkamm und –bürste, Schwämme, Hufkratzer und Huföl. Das Putzen beginnt erst auf der einen Seite vom Kopf bis zu den Hufen, dann auf der anderen. |
Die Einhaltung der Abläufe ist für ein Gewohnheitstier wie das Pferd sehr wichtig. Am Ohrenspiel erkennst du schnell, ob sich dein Pferd bei der Pflege wohlfühlt oder nicht.
Eine gründliche Pferdepflege braucht viel Zeit und ist für den ungeübten Pferdepfleger je nach Größe des Pferdes ganz schön körperlich anstrengend.
Dafür wird der anschließende Ausritt umso schöner, denn schließlich liegt auf dem Rücken der Pferde alles Glück dieser Erde.
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