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Kürbis-Sachtext

Der geschichtliche Kürbis

Der Kürbis ist die älteste gezüchtete Nutzpflanze der Welt. Sie ist sogar noch älter als die Bohne oder der Mais. Pflanzen, die aus wildwachsenden Arten gezüchtet und dann zum Nutzen von Mensch und Tier angebaut werden, nennt man Kulturpflanzen. Vor mehr als 10.000 Jahren haben Indios an der peruanischen Küste angefangen, eine Kürbisart anzubauen.

In der Bibel wird der Kürbis im Alten Testament im 2. Buch der Könige 4, 39-40 erwähnt.

Im Jahr 840 beschreibt der Abt von Reichenau, Walafrid Strabo, in seinem berühmten Kräuterbuch „Hortulus“ den Flaschenkürbis als Nutz- und Heilpflanze.

Unsere heutigen Kürbisarten brachte Christoph Kolumbus aus Amerika mit. Den Gartenkürbis entdeckte er 1514 auf Kuba. In einem deutschen Kräuterbuch wird der amerikanische Kürbis aber erst 1543 erwähnt. Heute wachsen über 850 bekannte Kürbisarten überall auf der Welt.

Kuerbis

 

Der botanische Kürbis

Die Botanik befasst sich mit der Erforschung der Pflanzenwelt. Botaniker bezeichnen den Kürbis als „Panzerbeere“. Er besitzt die größten Beerenfrüchte und die größten Samen, die Kürbiskerne. Damit zählt er zu den Fruchtgemüsen. Die Gurke und die Melone sind mit dem Kürbis verwandt. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse.

Eine Kürbispflanze wächst nur einmal im Jahresverlauf, daher bezeichnet man sie als einjährig. Auf einer Pflanze wachsen männliche und weibliche Blüten, deshalb nennt man die Kürbisblüten einhäusig.

Kürbis
Für die Befruchtung der weiblichen Blüte, die einen kleinen Fruchtansatz hat, ist der Arbeitseinsatz von Hummeln und Bienen erforderlich. Bei den hohen Nektarmengen, die die Blüten ausscheiden, macht den Insekten die Arbeit bestimmt Spaß.
Kürbisse grün Aus den schönen gelben Kürbisblüten entwickeln sich später, je nach Sorte, bis zu 500 kg schwere Früchte. Ob klein oder groß, die Farbe und Form der Früchte reicht von weiß, gelb, orange und grün über rund und länglich. Manche Sorten sind gestreift oder wie ein UFO geformt. Der grüne Stängel einer Kürbispflanze erreicht eine Länge von mehreren Metern. Er liegt am Boden oder rankt empor. Seine Oberfläche fühlt sich rau bis stachelig an. Die Blätter der Pflanze sind große grüne Laubblätter mit fünf Lappen und einem gezackten Rand.

Es gibt Sommer- und Winterkürbisse, beide kann man jedoch fast zur selben Zeit ernten.
Zucchini gehören zu den Sommerkürbissen, die mit Schale und Kernen gegessen werden können. Der Gartenkürbis, mit seiner dicken festen Schale und den großen Kernen, gehört zu den Winterkürbissen.

Die meisten Kürbisarten sind nicht genießbar und werden nur zur Zierde angebaut, daher werden sie auch Zierkürbisse genannt. Sie enthalten Stoffe, die Magenkrämpfe und Übelkeit verursachen, aber zum Bauen von Figuren sind sie prima geeignet.

Weißkopfadler
Flaschenkuerbis

Der gesunde Speisekürbis

Der Kürbis macht nicht dick, stattdessen hält er uns gesund. Die „größte Beere der Welt“ hat einen Wassergehalt von über 90 %, enthält wenig Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Damit sorgt er für eine prima Figur. Die Fettsäuren, die der Kürbis, je nach Sorte, enthält, sind dafür umso wertvoller. Die verschiedenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im Kürbisfleisch machen ihn zu einer richtigen Gesundheitsbombe. Die stark orange gefärbten Kürbisse enthalten Karotine, wie Möhren, aus denen unser Körper das wichtige Vitamin A für die Haut und die Augen aufbauen kann.

Karotine schützen aber auch unsere Zellen und beugen Krebs vor.Das enthaltene Vitamin B ist gut für Haut & Haare, Nerven und die Konzentration. Vitamin E hält uns jung und wird zusammen mit Vitamin C für eine ordentliche Fettverbrennung benötigt.


Die Kürbiskerne und das Kürbiskernöl werden schon seit jeher gegen bestimmte Erkrankungen der Blase eingesetzt.

Kürbis

Der vielseitige Kürbis

Kerbs, Kerwes, Pepone, Plutzer, Rundgurke - der Kürbis hat nicht nur viele Sorten, sondern auch viele Namen, von den lateinischen und Sortenbezeichnungen einmal ganz abgesehen.
Da gibt es den „Big Max“, die „Rosa Riesenbanane“, den „bunten Ufo“ ebenso wie die „Zuckertüte aus dem Berry“.

Kuerbis

In der Küche trifft der Ufo- oder Bratkürbis auf Rodini und Spagettikürbis. Sie werden gebraten, gegrillt, gedünstet, überbacken, gekocht, süß-sauer eingelegt oder geraspelt unter den Kuchenteig gerührt. Ganz nebenbei hält er uns munter und gesund.

Trotzdem ist der Kürbis mit seiner Vielseitigkeit noch nicht am Ende. An Halloween leuchtet er als Kürbislaterne oder schmückt als Kürbis-Kerlchen den herbstlichen Tisch.

Er eignet sich sogar als Spielgerät und dient zur Aufbewahrung, als Schaufel, Trinkgefäß oder Musikinstrument. Es gibt wohl keine Kürbissorte, mit der wir nichts anfangen könnten.

Text: Potthoff

Kürbi ohne Ende

 

 

 
 
     
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