
|
Wusstest du schon, …
… dass es die Unterscheidung „Indianer“ und „Inder“ nur im Deutschen gibt. Auf Englisch heißen beide „indians“.… dass die Indianer das Popcorn erfunden haben?
|
Bereits die vorkolumbianischen Indianer aßen Popcorn.
Die Algonkin in Nordamerika stellten Popcorn aus grünen Maiskörnern her, die sie auf heißen Platten trockneten und zum Platzen brachten.
… dass auch die Cherokee in Nordamerika mit Blasrohren auf die Jagd gingen? Sie jagten damit kleine Tiere wie Kaninchen. |
|
… dass Irokesen zu den besten amerikanischen Stahl-Hochbauer gehören?
Sie sind von Geburt an schwindelfrei. Deshalb können sie ohne Angst und völlig sicher in den schwindelnden Höhen der Stahlkonstruktionen von Brücken und Wolkenkratzern arbeiten.
… dass die Navajo im 2. Weltkrieg einen komplizierten Code entwickelten, mit dem militärische Nachrichten verschlüsselt wurden?
Der „Navajo-Code“ war so ausgeklügelt, dass es den Militärgegnern nicht gelungen ist, ihn zu knacken.
… dass How (sprich: Hau) keineswegs ein indianischer Gruß ist? Vielmehr haben sich die nordamerikanischen Indianer dieses Grußwort für die europäischen Siedler ausgedacht. Vielleicht ist es eine Abkürzung für das englische „How do you do?“ – „Wie geht es dir?“. Mit „How“ wurde auch einer Sache zugestimmt oder bekräftigte einen Satz.
… dass Mais auch als Indianerkorn bezeichnet wird?
… dass Maya und andere Indianervölker bereits Kaugummi aus Kautschuk kauten? Das Land am Golf vom Mexiko wurde wegen seiner vielen Gummibäume von den Azteken Gummiland genannt. Sobald der Milchsaft des Baumes gehärtet ist, kann man darauf rumkauen. Bitte versucht nicht, aus dem Saft von Omas Gummibaum Kaugummi zu machen!
… dass die Redewendung „das Kriegsbeil begraben“ von den Irokesen abstammt?
Die Irokesen begruben nach einem Krieg Beile als Friedenszeichen in der Erde.
… dass das Schimpfwort „Rothaut“ nichts mit der Hautfarbe der Indianer zu tun hat?
Sie haben eine gelbbraune bis bronzefarbenen Hautfarbe. Die ersten Indianer, die von europäischen Eroberern gesehen wurden, hatten ihre Körper rot bemalt und wurden daher „Rothäute“ genannt.
... dass die nordamerikanischen Indianer erst 1924 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielten? Da gab es die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika bereits seit 135 Jahren.
… dass heute die Hälfte der Indianerstämme in Nordamerika vom Glücksspiel lebt?
Mit Spielhallen für Bingo und Kasinos erwirtschaften sie Geld für ihre Völker und für Prozesse um das Landrecht und Schadensersatz für die Vertreibungen, Entrechtungen und Vernichtung von Stämmen.
… dass in den Reservaten Nordamerikas die Arbeitslosenquote bei 80 % liegt?
Die Vertreibungen, Entrechtungen und Demütigungen durch die amerikanische Bevölkerung und dem Staat haben auch bei den nachfolgenden Generationen zu großer Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit geführt. Außerdem haben Indianer auch heutzutage in der Arbeitswelt keine großen Chancen, denn die Vorurteile der Amerikaner gegen die Ureinwohner bestehen ebenfalls seit Generationen. Dennoch gibt es auch viele Indianer, die erfolgreich in Amerika und Europa arbeiten. Sie tragen so zum neuen Selbstbewusstsein der indianischen Völker bei und machen auf die Probleme in den Reservaten aufmerksam.
Text: Nicole Potthoff
|