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Indianer Spezial

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Indianer-Spezial
Traumfänger Sachtext

Der Traumfänger – Böse Träume sollten besser draußen bleiben!

Die Indianer glaubten, dass sie von den geheimnisvollen Kräften einer unsichtbaren Welt umgeben waren. Die magischen Wesen und Dinge konnten gut oder böse sein. Eine der besten Möglichkeiten, um mit der unsichtbaren Welt Kontakt aufzunehmen, war das Träumen. Beim Fasten und Nachdenken über sich selbst und die Natur warteten die Indianer auf Fantasiebilder, so genannten Visionen, die ihnen eine bestimmte Richtung in ihrem Leben zeigen sollten.

Gestalten, Tiere und Dinge, die in einem Traum oder einer Vision vorkamen, waren Boten der Geisterwelt oder Schutzgeister.Jeder Indianer hatte seinen persönlichen Schutzgeist, der übernatürliche Kräfte besaß und damit seinen Schützling stärkte.

Ein magischer Traum konnte das Leben eines Indianers von heute auf morgen völlig verändern. Doch in der Nachtluft tummelten sich nicht nur die guten, sondern auch die bösen Träume. Um sich vor solchen Träumen zu schützen, fertigten die Indianer Traumfänger. Auch heute noch gibt es viele Geschichten über die Herkunft des Traumfängers. Eine davon erzählt euch Kidswebbi:

In alten Zeiten hatte ein Kind eines Stammes jede Nacht böse Träume. Seine Mutter sorgte sich deswegen sehr und suchte in ihrer Not Hilfe bei der alten, weisen Spinnenfrau. Diese hörte sich den Kummer der Mutter an und zeigte ihr das Geheimnis des Traumfängers: Sie band aus Weidenzweigen den ewigen Ring des Lebens, darin webte sie ein Spinnennetz mit einem Loch in der Mitte und schmückte den Traumfänger mit Federn, Heil- und Edelsteinen. Die guten Träume sollten ihren Weg durch das Loch finden und an den herabhängenden Federn zu dem schlafenden Kind gelangen. Die Steine sollten es beschützen. Die bösen Träume aber sollten sich im Spinnennetz verheddern und kleben bleiben, um mit dem ersten Sonnenstrahl am Morgen auf ewig zu verschwinden. Die Indianerin ging mit dem Traumfänger der Spinnenfrau zurück in ihr Dorf und hängte den geschmückten Reifen in ihrem Tipi auf. In der darauf folgenden Nacht schlief ihr Kind so ruhig und tief wie schon lange nicht mehr, denn kein böser Traum störte seinen Schlaf. Seit dieser Zeit bewahren die Indianer das Geheimnis des Traumfängers und geben es von Generation zu Generation weiter.

Auch die Azteken kannten Traumfänger. Sie nannten ihn Titlahtin, was übersetzt so viel heißt wie „das, was mich beruhigt“.

Der Traumfänger ist für die Indianer ein heiliger Gegenstand. Er ist ein sehr persönliches Geschenk der Großeltern an ihre Enkelkinder. Der Traumfänger wird von den Großeltern für angefertigt und geweiht. Die Weihe findet durch das Beräuchern des Traumfängers mit bestimmten Heilkräutern und dem gleichzeitigen Sprechen eines indianischen Gebets statt. Nur mit dieser festgelegten Zeremonie kann der Traumfänger wirken.

Deshalb können wir uns keinen indianischen Traumfänger basteln.

Mit unserem Kidsweb-Träumelnetz kannst du trotzdem versuchen, deine bösen Träume zu bannen, glaub’ nur ganz fest daran …

Wenn du dir ein Träumelnetz basteln möchtest, klicke hier.

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