Der Kreis ist ein wichtiges indianisches Symbol, denn der Kreis kennt kein Ende und keinen Anfang.Stattdessen ist er immer in Bewegung, wie die Sonne, der Mond und die Erde.
Alles ist Leben und alle Dinge dieser Erde besitzen etwas, von dem der Mensch lernen kann. Er muss nur genau hinsehen und zu hören.
Deshalb sagen die Hopi, ein großes Indianervolk in Arizona und Neumexiko: |
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Ich bin das Land.
Meine Augen sind der Himmel.
Meine Glieder sind die Bäume.
Ich bin der Fels, die Wassertiefe.
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.
Ich bin selbst Natur.
Jeder einzelne Indianerstamm hat seine eigenen Regeln, Sitten und Gebräuche. Den Respekt vor der Natur und der Schöpfung, das Leben im Einklang haben alle gemeinsam. Die übereinstimmenden indianischen Regeln kann man in 10 Gebote fassen, die uns teilweise auch aus den verschiedenen Religionen dieser Erde bekannt sind:
- Behandle die Erde und alles was auf ihr lebt mit Respekt.
Das bedeutet: Du sollst nicht töten oder verletzen, habe Ehrfurcht und Respekt vor allem Leben.
- Bleibe stets in Verbindung mit dem großen Geist.
Der große Geist ist die Lebenskraft in allen Lebewesen und Dingen innewohnt und durchdringt, mit ihm in Verbindung zu sein, heißt Kraft zu schöpfen.
- Zeige großen Respekt vor deinem Nächsten.
Achte und liebe deinen Nächsten, bei den Indianern schließt das alle Lebewesen mit ein. Gemeint ist aber nicht, dass du vor jemanden Angst haben musst oder dich vor einem anderen klein machst, denn alle Lebewesen sind gleichwertig.
- Arbeite gemeinsam zum Wohle der gesamten Menschheit.
Kein Mensch kann ganz allein auf sich gestellt leben, wir brauchen einander und die Natur. Deshalb muss jeder Verantwortung übernehmen.
- Hilf und sei gütig, wo immer dies gebraucht wird.
Ein Teil der großen Kraft zu sein, bedeutet zu helfen wo du kannst und nicht nach dem eigenen Vorteil zu suchen.
- Tue das, von dem du weißt, dass es richtig ist.
Bedenke was du tust und prüfe, ob es richtig ist, damit kein Lebewesen durch dein Handeln Schaden nimmt.
- Kümmere dich darum, dass Körper und Geist sich wohlfühlen.
Nur wenn du auf dich und deine Bedürfnisse Acht gibst, bist du voller Kraft und Energie, die dann auch allen anderen wieder zu gute kommt.
- Verwende einen Teil deiner Anstrengungen für das höhere Gut.
Verbringe auch einen Teil deiner Zeit mit der Besinnung auf die Lebenskraft, verweile in der Natur und spüre den „großen Geist“. Das ist in unserer hektischen Zeit für einige Menschen ganz schön anstrengend.
- Sei ehrlich und wahrheitsliebend zu jeder Zeit.
Rede und handle immer ohne zu lügen, zu übertreiben, rede nicht schlecht von anderen und über andere.
- Übernimm die volle Verantwortung für all deine Taten.
Alle Menschen machen Fehler oder tun manchmal Dinge, von denen sie wissen, dass sie falsch oder böse sind. Es gibt nicht immer nur Lob, aber aus Angst vor Strafe oder Kritik sollst du keine deiner Taten verschweigen oder vertuschen.
Wenn man diese Regeln liest, merkt man schnell, dass sie sich nicht wesentlich von den zehn Geboten der Christen und des Judentums, den Tugenden des Hinduismus, den konfuzianischen Tugenden, dem achtfachen Pfad der Buddhisten oder dem islamischen Pflichtenkodex unterscheiden. Ohne feststehende Regeln und deren Einhaltung gibt es kein friedliches Miteinander der Menschen und auch keinen Schutz für die Natur.
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