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Indianer Spezial

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Indianer-Spezial
D
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Kleines Indianer ABC

Adler
Der Adler war für die meisten indianischen Stämme ein wichtiges Totemtier, dem viele übernatürliche Kräfte nachgesagt wurden. Zu den guten Eigenschaften des Adlers zählten Tapferkeit, Schnelligkeit, Klugheit und Kampfgeist. Der Adlertanz, bei dem der Tänzer mit Adlerschwingen geschmückt, die Bewegungen des Adlers nachahmt, soll Frieden bringen.

Ahnenverehrung
Die Indianer glauben, dass die Seelen der Verstorbenen in anderen Welten jenseits unserer Wirklichkeit weiterleben. Die Vorstellungen darüber wie dieses Leben nach dem Tod aussieht, sind von Stamm zu Stamm sehr unterschiedlich. Während es für die einen ein grünes Land, das die glücklichen Jagdgründe genannt wird, ist, glaubten andere Stämme an ein Leben im Himmel im Reich des Hauptgeistes. Die Verehrung der toten Ahnen, die ihre Schatten bei den Lebenden lassen, ist allen indianischen Völkern gleich wichtig. Mit Gebeten, Ritualen, Tänzen und Gaben werden die guten Geister der Ahnen angerufen, um Hilfe gebeten und freundlich gestimmt.

Ahornsirup
Aus dem Saft des Zucker-Ahorns stellen die Indianer den schmackhaften Ahornsirup her, mit dem sie ihre Maisgerichte und den Pemmikan versüßen.

Baumwolle
Azteken, Maya und Inka bauten bereits Baumwollpflanzen an und webten daraus Stoffe.
Stämme in Mittelamerika und im Südwesten Nordamerikas kannten Baumwolle ebenfalls.
Die Indianer sind berühmt für ihre farbenprächtigen Stoffe.

Bären und Beeren
Während die Jagd auf Braunbären, wie den Grisli, ein gefährliches Unterfangen für Stammeskrieger war, war das Sammeln der verschiedenen Beeren sehr mühselig und zeitaufwendig für die Frauen. Büffelbeeren, Moosbeeren, wilde Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren ergänzten die Fleischnahrung, in dem sie zusammen mit getrocknetem Bisonfleisch und Fett zu Pemmikan verarbeitet wurden.

Begräbnis
Es gab je nach Region und Stammeszugehörigkeit verschiedene Begräbnisrituale. Oft wurden die Toten zum Schutz vor wilden Tieren auf Bäume oder Holzgerüste gebettet.
Während die Küstenindianer ihre Toten in einem Kanu auf dem Meer verbrannten, gab es andernorts Erdbestattungen. Zu den meisten Begräbnisritualen gehörten auch Bestattungsbeigaben wie Nahrung, Waffen oder Schmuck für ein Leben im Totenreich.

Beringstraße
Vor etwa 10.000 Jahren war Sibirien noch mit Alaska über einen Landweg verbunden. Über diese Landbrücke wanderten, so glauben die Wissenschaftler, die ersten Indianer aus Asien nach Nordamerika ein. In verschiedenen Zeitabschnitten bevölkerten sie den amerikanischen Kontinent von Alaska bis nach Südamerika. Mit dem Schmelzen der Gletscher stieg der Meeresspiegel an und überflutete den Landweg.

Bemalung
Die Bemalung des Gesichts oder des Körpers ist bei den meisten Indianern ein festes Ritual.
Sie dient als einzigartiger Körperschmuck und als eine Art Zeichensprache. Die Bedeutungen der Bemalung sind ganz unterschiedlich. Es gibt Bemalungen für Feste, Kriege oder zum Schutz vor Geistern. Die Farbe Rot ist die Farbe der Mutter Erde und heilig.

Bison
Häufig wird der Bison, das amerikanische Wildrind, auch Büffel genannt. Das ist jedoch nicht richtig. Nur afrikanische und asiatische Rinderarten, wie der Wasserbüffel, sind echte Büffel. In der baumlosen Prärie, mit seinem harten Steppengras lebten bis zum 19. Jahrhundert Millionen von Bisons.

Boote
Als Fortbewegungsmittel und für die Jagd kamen je nach Lebensraum unterschiedliche Bootsarten zum Einsatz. Das Kanu war zunächst ein ausgehöhlter Baumstamm, durch eine Erhöhung der Seitenteile mit Brettern konnten die Küstenindianer mit diesen Pirogen sogar auf das Meer hinausfahren. Bis zu zwanzig Männer saßen mit Paddeln in dem Boot.
Die Waldindianer bauten sich Kanus aus Birkenrinde und Zedernholz. Diese Boote waren besonders leicht und konnten von zwei Männern schnell umgesetzt werden. Die schnellen Kajaks der Eskimo wurden für die Einzeljagd benutzt, während es mit den viel größeren Umiaks auf Robben- und Walfang ging.

Clan
Das keltische Wort bedeutet übersetzt „Kinder“ und ist gleichbedeutend mit dem Wort Sippe.
Alle Menschen, die von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, gehören zu einem Clan oder einer Sippe.

Curare
Curare ist ein Gift, das aus den Teilen verschiedener sehr giftiger Pflanzen zu einer Paste verarbeitet wird. Mit dieser Paste bestreichen die südamerikanischen Urwaldindianer ihre Pfeile. Das Gift lähmt die Muskeln und die Atmung in Minutenschnelle.

Erdherd
Während die Prärieindianer ihre Bisoneintöpfe im großen Magensack des Bisons kochten, verstanden sich die Küstenindianer und andere Stämme in der Kochkunst mit Erdloch.
Dazu wurde ein Loch in der Erde ausgehoben. Dort hinein setzte man einen Korb mit dem Kochgut und im Feuer erhitzte Steine. Das Loch wurde anschließend mit Zweigen abgedeckt und das Essen konnte vor sich hingaren.

Ernährung
Das Nahrungsangebot und die Ernährung der Indianer hingen ganz von den Bedingungen ihrer Lebensräume ab. Küstenindianer lebten vorwiegend vom Fischfang, Prärieindianer aßen hauptsächlich Bisonfleisch usw. Im Kapitel Speis’ und Trank auf indianische Art erfährst du mehr darüber.

Ewige Jagdgründe
Die ewigen Jagdgründe gibt es bei den Indianern nicht. Dieser Begriff ist die Beschreibung der Europäer für den Glauben der Indianer an ein Weiterleben nach dem Tod. Mehr dazu unter findest du unter Ahnenverehrung.

Farben
Die Indianer stellten aus Wurzeln, Moos, Nüssen, Holzkohle oder Blütenauszügen Pulver her, mit denen sie ihre Körper, Kleidung, Zelte, Waffen und Pferde bemalten.

Federhaube
Vor allem die Häuptlinge der Sioux trugen die langen Hauben mit einer Schleppe aus Federn des Gold- oder Steinadlers. Sie wurde vor allem bei Zeremonien und Festen angelegt.

Federkrone
Eine Krone aus Federn trugen die Indianerstämme aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Dazu wurden die farbenprächtigen Federn der Papageien oder anderer exotischer Vögel zu einem Federreifen verarbeitet. Der Sapa Inka in Südamerika trug sogar eine Krone mit Federn aus reinem Gold.

Feuerlandindianer
1520 entdeckt der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan auf der ersten Weltumseglung der Geschichte auf einer der größten Inseln an der Südspitze Südamerikas Tag und Nacht Feuer brennen. Zwar hat er nie einen Fuß auf die Insel gesetzt, dennoch trägt sie seit dieser Zeit den Namen Feuerland und ihre Ureinwohner werden Feuerlandindianer genannt. Mit der Besiedlung der Insel gingen diese Urvölker unter. Heute leben nur noch sehr wenige Angehörige einzelner Stämme.

Feuerwaffen und Feuerwasser
Die Pistolen, Gewehre und Kanonen der europäischen Eroberer wurden von den Indianern als Feuerwaffen bezeichnet. Alkohol nannten sie Feuerwasser und ist auch heute noch das größte Suchtproblem in den Reservaten.

Friedenshäuptling
Die Friedenshäuptlinge hatten die Aufgabe, das Miteinander im Alltag zu regeln. Die Sitten und Traditionen mussten gewahrt werden, Streitigkeiten geschlichtet und der Stamm bei Indianertreffen vertreten werden.

Friedenspfeife
Die Friedenspfeife war vorwiegend bei den nordamerikanischen Stämmen bekannt.
Beim Abschluss von Verträgen oder Friedensabkommen wurde der Heilige Rauch in alle vier Himmelsrichtungen geblasen. Wer mit einer Friedenspfeife in ein anderes Dorf kam, galt als Gesandter in friedlicher Absicht.

Fort
Die Holzfestungen der Soldaten der amerikanischen Regierung waren Außenstandorte und Schutzburgen für die Siedler vor Indianerüberfällen. Etwa 250 dieser Festungen standen auf indianischem Boden.

Gastfreundschaft
Als Gast genießt und genoss man bei den Indianern hohes Ansehen. Tipis und Wigwams durften auch besucht werden, wenn der Hausherr nicht da war. Der Gast durfte sich bei den Nahrungsmitteln bedienen, musste sich aber von den persönlichen Dingen wie Kleidung oder Waffen fernhalten.

Glauben, Geister und Götter
Der Glauben hat bei den Indianern viele Gesichter. Azteken, Maya und Inka glaubten an unterschiedliche Götter, teilweise auch in Menschengestalt. Sie hatten Priester, die in großen Tempeln beteten und den Göttern Opfern darbrachten. Die nordamerikanischen Stämme hingegen waren eng mit der Natur verbunden. In ihrem Glauben lenkten Geister und Dämonen die Geschicke der Menschen.

Gold
Die Inka hatten Goldvorkommen im Überfluss, daher war das edle Metall für sie zwar ein guter Werkstoff für Schmuck und andere Gegenstände, aber für sie nicht so wichtig, wie später den spanischen Eroberern. Für die Maya war Jade wertvoller als Gold. In Nordamerika waren die Goldvorkommen Im Vergleich zu Mitte- und Südamerika sehr gering.
Die nordamerikanischen Stämme verarbeiten den blaugrünen bis himmelblauen Türkis in ihren Schmuckstücken und Amuletten. Der Schmuckstein gilt als Heilstein und soll Glück und Gesundheit bringen.

Haare
Frisuren spielten bei den Indianern eine große Rolle, dabei trugen die Männer oft auffälligere Haartrachten als die Frauen. Am bekanntesten ist der Irokesenkamm, bei dem der Schädel an den Seiten kahl rasiert wird, so dass nur in der Mitte ein Haarstreifen bleibt, der mit viel Fett zu Stehen gebracht und rot eingefärbt wurde.

Handel
Der Handel bezog sich bei fast allen Indianern auf das Tauschen von Waren. Als Zahlungsmittel galten bei den Azteken Goldstaub und Kakaobohnen. Die Maya handelten mit Jade, Obsidian, Rächerharz oder Läusen, mit denen man einen roten Farbstoff herstellen konnte. In Nordamerika entstanden erst mit dem Eintreffen der ersten Europäer rege Tauschgeschäfte, bei denen die Indianer oft mit Feuerwasser, Glasperlen und anderem wertlosen Dingen übers Ohr gehauen wurden, um billig an die wertvollen Felle zu kommen.
Biber- und Otterfelle, Nerze und ganze Bisonhäute brachten den europäischen Händlern in ihrer Heimat ein Vermögen ein.

Häuptling
Das deutsche Wort Häuptling stammt eigentlich aus dem Altfriesischen und ist kein indianisches Wort. Zunächst waren mit Häuptlingen Adlige gemeint und erst später wurde daraus die Bezeichnung für die Anführer einer Gemeinschaft.
Kein Wunder also, dass die indianischen Anführer ihre Bezeichnung Häuptling von den Europäern verpasst bekamen. Einen großen Anteil daran hatte J.F. Cooper mit seinen Indianererzählungen Anfang des 19. Jahrhunderts.

Heiliges Bündel
Viele Stämme Nordamerikas verehrten Gegenstände, Tierteile oder Pflanzen. Es waren Heiligtümer, die dem Stamm in Notzeiten helfen sollten. In einem Bündel wurden Pfeifen, Pfeilspitzen, Tierkrallen oder –zähne, Fellstücke und Kräuter wie Tollkirsche oder Schafgarbe aufbewahrt. Das Heilige Bündel wurde im Zelt aufgehängt und durfte nie mit der Erde in Berührung kommen. In einer feierlichen Zeremonie wurde das Bündel nur zu bestimmten Gelegenheiten geöffnet, damit es seine Zauber- und Heilkraft entwickeln konnte.

Hieroglyphen
Die Maya besaßen als einzige Indianer Mittel- und Südamerikas eine Schrift: die Hieroglyphen aus etwa 850 Zeichen. Die Mayaschrift ist erst heute weitgehend entziffert. Das besondere daran war, dass sie die Einzigen waren, die damit Sprache vollständig in eine Schrift umsetzen konnten. Sie hielten ihre Ideen, Prophezeiungen und Legenden in Kodizes fest.

Hochlandindianer
Die Nachfahren der Inka leben heute noch in Peru und Bolivien in den Hochebenen der Anden. Viele der etwa acht Millionen Menschen sind arme Bauern, die überwiegend vom Kartoffelanbau leben. Das Leben in der Hochebene ist hart und beschwerlich. Die Luft ist den Höhen von ca. 4.000 Metern sehr dünn, denn sie enthält nur wenig Sauerstoff. Es ist kalt und windig. Wo es möglich ist, werden auch heute noch Terassenfelder angelegt und künstlich bewässert. Andere Hochlandindianer leben als Nomaden und ziehen mit ihren Lama- und Alpakaherden durch das Land.

Hogan
Der Hogan ist die traditionelle Behausung der Navajo. Es ist ein achteckiges Erdhaus, mit einem Holzgestell, das mit Grasstücken und Erde bedeckt wird.

Hunde
Unser Haushund stammt von Wölfen ab, die ersten Indianer gezähmt hatten. Die ersten Schlittenhunde der Eskimos waren auch gezähmte Wölfe.

Indianer
Der Begriff umfasst alle Stämme und Völker Nord-, Mittel- und Südamerikas. Unzählig viele Indianerstämme bevölkerten die Neue Welt von Alaska bis in die Spitze Südamerikas und von Küste zu Küste. Als der amerikanische Kontinent entdeckt wurde, lebten allein in Nordamerika mehr als 300 verschiedene Indianerstämme und vermutlich war ihre Zahl noch viel größer. Jeder Stamm hat seine eigene Sprache, Kultur und Gebräuche. Wie viele Indianer- und Indiostämme es gab und gibt, ist immer noch ein Rätsel. Kein Angehöriger eines Stammes oder Volkes würde sich als Indianer bezeichnen. Der Name ihres Stammes gibt ihre Herkunft an. In dem Kapitel „Indianer – Nicht ein Volk, sondern viele Völker“ erfährst du mehr darüber.

Indianerkriege
Natürlich bekämpften sich Indianerstämme auch untereinander. Die schlimmsten Kriege fanden jedoch gegen die europäischen Einwanderer statt. Mit den Einwanderungswellen aus Europa wurde das riesige Land der Indianer immer mehr von Fremden bevölkert und die Ureinwohner aus ihren eigenen Jagd- und Siedlungsgebieten vertrieben. Besonders die Indianer Nordamerikas wehrten sich gegen die Vertreibung. Es kam zu vielen blutigen Kämpfen zwischen den europäischen Siedlern, den Soldaten und den Indianern. Die Indianer haben auch wegen ihrer schlechteren Waffenausrüstung diese Kämpfe fast alle verloren. Die größte und letzte Schlacht, die von Indianern gegen die amerikanischen Soldaten gewonnen wurde, war die Schlacht am Little Big Horn am 25. Juni 1876. Little Big Horn ist ein kleiner Fluss im heutigen Staat Montana. Unter der Führung des damals 30-jährigen Oglalla-Sioux-Häuptlings Crazy Horse und dem Medizinmann und Häuptling der Hunkpapa-Sioux Sitting Bull kämpften drei Stämme, die Arapaho, Cheyenne und Lakota, mit etwa 1.100 Kriegern gegen eine US-Kavallerie von etwa 650 Soldaten und Scouts unter dem Befehl von George A. Custer gegeneinander. Innerhalb einer Stunde hatten die Indianer die Soldaten besiegt und Custer getötet. Am 14. Dezember 1890 gab es ein Blutbad am Wounded Knee in Süddakota. Wounded Knee ist ein kleiner Fluss, der am gleichnamigen
Sioux-Reservat lag."Aufgrund tragischer Ereignisse starben 300 Stammesangehörige darunter viele Frauen und Kinder in einem Kugelhagel der Soldaten oder erfroren auf der Flucht.

Indianische Regeln
Die europäischen Siedler und Missionare glaubten alle Indianer seien „Wilde“, die man „gezähmt“ und „erzogen“ werden mussten. Das war eine sehr überhebliche und menschenverachtende Einstellung der „weißen“ Menschen gegenüber und den Indianern.  Sie ist leider bis heute bei einigen spürbar. Die Indianerstämme hatten und haben feste Regeln und genaue Vorstellungen über das Leben in der Natur und der Gemeinschaft. In ihrer Weltanschauung spielen die Natur und die Naturgewalten eine wichtige Rolle. Die Indianer wollen mit der Erde in Freundschaft leben, denn alle Lebewesen vom kleinsten Grashalm an sind eine große Familie und alle haben den gleichen Wert. Der Kreis ist ein wichtiges indianisches Symbol, denn der Kreis kennt kein Ende und keinen Anfang. Stattdessen ist er immer in Bewegung, wie die Sonne, der Mond und die Erde. Alles ist Leben und alle Dinge dieser Erde besitzen etwas, von dem der Mensch lernen kann. Er muss nur genau hinsehen und zu hören. Vielleicht haben wir anderen Menschen das nur vergessen.Hier kannst du mehr über indianische Regeln erfahren.

Indigene Völker
Seit 1986 gibt es für alle Ureinwohner, Völker und Stämme eines Kontinents, die ihn als erste besiedelt haben, die Bezeichnung „indigene Völker“. Zu ihnen gehören die Indianer Nord-, Mittel- und Südamerikas, die Inuit und Aleuten der Arktis, die Samen in Nordeuropa, die Maori in Neuseeland, die Aboriginis in Australien, die Tibeter in Nepal, die Tuareg in Algerien, die Pygmäen in Afrika, Sinti und Roma in Europa und viele, viele andere Völker und Stämme dieser Erde.

Indio
Die portugiesischen und spanischen Eroberer nannten die Ureinwohner „Indios“. Für die Indianer ist die Bezeichnung „Indio“ ein Schimpfwort.

Inuit
Viele Ureinwohner der Arktis empfinden das Wort „Eskimo“ als Beleidigung und deshalb lautet seit 1977 die richtige Bezeichnung „Inuit“. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet dieses Wort „Menschen“.

Jäger und Gejagte
Die allermeisten Indianerstämme ernährten sich und ihre Familien von der Jagd auf die Tiere, die in ihrem Lebensraum heimisch waren: Bison, Braun- und Eisbären, Hirsche, Elche, Wapitis oder Wölfe. Die Art der Jagd und die Waffen waren von Alaska, Nord- und Mittelamerika bis Südamerika völlig unterschiedlich. Mit ihren Pferden konnten die Indianer Nordamerikas die Bisons mit Pfeil und Bogen jagen. Im dichten tropischen Regenwald kommt das Blasrohr und Pfeilgift zum Einsatz. Aber auch mit Schleudern, Fallen und Schlingen wurden Stachelschweine, Schlangen und Vögel erlegt. Indigene Völker töten Tiere nicht zum Spaß, sondern nur um ihr eigenes Überleben zu sichern. Ihr eigenes Totemtier töteten die Indianer zum Beispiel nicht. Die Jagd war und ist auch immer Teil einer religiösen Zeremonie. Im indianischen Glauben konnte ein Tiergeist das Leben eines Menschen stark beeinflussen und Krankheiten verbreiten oder eine Hungersnot auslösen, wenn die Tierart schlecht behandelt worden war. Umso sorgsamer musste man daher auch mit den erlegten Tieren umgehen. Die Inuit glauben, die Tiergeister müssen erst in Zeremonien überredet werden, sich jagen zu lassen.

Kartoffeln
Über 600 verschiedene Kartoffelarten kennen die Indianer. Um 1555 kam die „tolle Knolle“ mit den spanischen Eroberern aus den Anden nach Spanien. In Europa wurde sie zunächst als Zierpflanze in botanischen Gärten angepflanzt. Erst später erkannte man ihren Wert als Nahrungsmittel, das im 18. Jahrhundert große Hungersnöte verhinderte.

Kojote
Der Kojote ist ein Wildhund, der auch Präriewolf oder Heulwolf genannt wird.

Kleidung
Die Angehörigen der nordamerikanischen Stämme trugen Kleider, Hemden, Hosen und Schuhe aus weichem Leder, das kunstvoll mit Farben, Perlen und Schnüren verziert wurde.
Im Winter dienten Fellhäute von Bisons und Bären als warme Umhänge und Decken. Beinlinge, Leggins aus Leder, waren Hosen und Stiefel gleichzeitig. Auch die Schuhe waren aus Leder und werden Mokassins genannt.
Azteken, Maya und Inka webten ihre Kleidung aus Baumwolle. Adelige trugen Ponchos aus Federn. Aus der Wolle von Lamas und Alpakas werden heute noch reich gemusterte und bunte Wollmützen mit Ohrenklappen und ärmellose Umhänge gewebt.

Kodizes
Vieles von dem, was wir über die Azteken und Maya wissen, steht in gefalteten Büchern, den so genannten Kodizes. Ein Kodex, also ein Buch, wurde von Schreibern der Azteken in einer Bilderschrift oder bei den Maya in Hieroglyphen verfasst und wie ein Leporello gefaltet.

Koka
Koka ist eine Pflanze, deren Blätter verschiedene Rauschgifte enthalten. Für die Inka war der Kokastrauch heilig. In den Anden, wo die Luft weniger Sauerstoff enthält und man deshalb schneller müde wird, wenn man sich bewegt, kauen die Hochlandindianer die Blätter des Kokastrauchs während der Arbeit.
Aus den Blättern wird aber auch die gefährliche Droge Kokain hergestellt, weshalb die armen Bauern die Blätter an Drogenhändler verkaufen, um ihr Überleben zu sichern.

Kolumbus
„Ein Mann, der sich Kolumbus nannte …“ heißt es in einem Volkslied. Christoph Kolumbus lebte von 1451 bis 1506. Er stammte aus Genua in Italien und gilt als der Entdecker Amerikas. Unter portugiesischer Flagge landete er am 12. Oktober 1492 auf der Insel Guanahani. Eigentlich wollte er Indien entdecken und nur durch einen Zufall landete er auf der Bahamasinsel.

Kondor
Der Kondor lebt in den Anden Südamerikas und ist der größte Greifvogel der Erde. Seine Flügelspannweite erreicht bis zu drei Meter. Die südamerikanischen Indianer verehrten den Vogel als Gottheit.

Kopfjäger und Schrumpfköpfe
Die Urwaldindianer in Südamerika schnitten ihren Feinden die Köpfe ab. Anschließend schrumpften sie Köpfe in einem langwierigen Verfahren auf die Größe einer Faust. Dabei blieben die Haare erhalten. Mit einigem Aufwand blieben auch die Gesichtszüge des Toten erhalten.

Körperbemalung
Das Bemalen der Körper mit natürlichen Farben aus Mineralien oder Pflanzen dient nicht nur der Zierde. Für die Urwaldindianer im tropischen Regenwald ist sie auch Schutz vor der Sonne und Insekten.

Kriegsbeil
Das Kriegsbeil ist fast bekannter unter dem indianischen Begriff Tomahawk. Das Beil, das von den Prärieindianern genutzt wurde, war nicht nur Waffe, sondern auch ein ritueller Gegenstand. Zu Kriegsbeginn wurde der Tomahawk rot angemalt und an den Feind geschickt. Die Irokesen begruben nach dem Krieg Beile als Friedenszeichen in der Erde.

Kunstschätze
Aus Gold, Kupfer, Jade, Türkisen, Holz, Knochen und Ton schufen die Indianer aller Regionen Amerikas wundervolle Kunstwerke und Handarbeiten. In Mittel- und Südamerika zeugen Pyramiden, Tempel, Straßen und Brücken von der hohen Baukunst der Azteken, Maya und Inka. Die Gold- und Silberschmiedearbeiten in Mexiko gehören zu den schönsten der Welt. Jede Arbeit vom perlenbestickten Tabakbeutel, über bunt gewebte Decken, reich verzierte Tonkrüge oder Knochenschnitzereien – alles hat einen Sinn und Zweck. Die Kunst besteht für die Indianer nicht in der Schönheit eines Gegenstandes, sondern in der Zeit und der Sorgfalt, die man sich für seine Herstellung nimmt.

Lacrosse
Ein bekanntes Spiel der Indianer ist das Lacrosse. In Deutschland gibt es seit über zehn Jahren für dieses Spiel sogar eine Bundesliga und eine Nationalmannschaft. In Kanada ist Lacrosse ein Nationalsport. Aus diesem Spiel ist ebenfalls die Sportart Tennis hervorgegangen. Zwei Mannschaften aus jeweils zehn bis zwölf Spielern versuchen eine Holzkugel oder einen Ball aus Gummi mit einem Netzschläger zu fangen und in die auf beiden Seiten des Spielfeldes stehenden Tore zu tragen oder zu schlagen. Während das Spiel bei den Indianern über mehrere Tage gespielt wurde, dauert das Spiel in Deutschland 80 Minuten bei den Herren und 60 Minuten bei den Damen in 4 bzw. 2 Spielzeiten aufgeteilt. Auch die Anzahl der Spieler hat sich stark verringert, so wurde das indianische Lacrosse von über hundert Männern gespielt, während heute nur noch insgesamt 20 – 24 Spieler auf dem Feld sind.
Auch wenn es bei den Spielen nicht mehr zu Massenschlägereien, Toten und Verletzten wie bei den Stammesspielen kommt, so ist das Spiel nach wie vor nicht ganz ungefährlich. Es ist schnell, erfordert eine sehr gute Ausdauer beim Laufen und großen körperlichen Einsatz von den Spielern.

Lagerplatz
Ein indianischer Lagerplatz in der Prärie musste wichtige Bedingungen erfüllen: eine Wasserquelle in erreichbarer Nähe, Brennholz für die Lagerfeuer und genügend Weidefläche für die Pferde. In der Mitte des Lagers stand das Zelt der Häuptlinge, in denen der Stammesrat abgehalten wurde. Vor dem Ratszelt brannte ein großes Feuer, das nicht ausgehen durfte.

Lama
Das spuckfreudige Kleinkamel der Anden ist Lasttier und Nutztier zugleich. Es geht trittsicher über die zerklüfteten Wege der steilsten Gebirgspässe und liefert den Indianern Fleisch und Wolle.

Langhaus
Die Stämme im Nordwesten Nordamerikas bewohnten 50 Meter lange und 8 Meter breite Häuser aus Holz. Sie sahen aus wie Gewölbe aus Tonnen. Bis zu zwanzig Familien lebten in einem Langhaus. Jede Familie hatte einen eigenen Wohnraum, der wie ein Appartement abgeteilt war. Im Gang, von dem die Wohnräume abgingen, waren die Feuerstellen.

Machu Picchu
„Stadt in den Wolken“ wird die alte Festung der Inka genannt, denn sie liegt 2.360 Meter hoch auf einer Bergspitze in den Anden. Sie lag nicht weit von der Hauptstadt Cuzco entfernt und wurde erst 1911 von einem amerikanischen Archäologen entdeckt.

Marterpfahl
Den berühmten Marterpfahl, an dem Gefangene gebunden und gefoltert wurden, gab es nur bei den Irokesen und einigen wenigen Stämmen der Prärieindianer. Meistens handelte es sich dabei um einen Baumstamm.

Medizinmann
Medizinmänner werden auch Schamanen genannt. Sie kennen alle Heilkräuter und Rituale, um einen Kranken zu heilen. Viele Naturvölker haben in ihrem Stamm einen Schamanen, der sich mit Zauberei und Magie auskennt, um das Wetter zu beeinflussen, Jagdbeute heranzulocken oder eine Verbindung zu den Ahnen herzustellen. Die europäischen Siedler nannten die Medizinmänner deshalb auch „Männer der Geheimnisse“. Es gibt aber auch Stämme, bei denen eine Frau diese Geheimnisse bewahrt und ausübt.

Mission
Mit den spanischen Eroberern kamen auch Geistliche und Mönche nach Mittel- und Südamerika. Sie verstanden sich als „Überbringer des wahren Glaubens“ und wollten, dass die in ihren Augen „ungläubigen Wilden“ zum christlichen Glauben bekehren. Dies geschah oft Zwang. Die Indianer wurden verschleppt und mussten sich in der Nähe von Missionsstationen ansiedeln, um auf den Feldern der Mönche kostenlos zu arbeiten. Sie wurden getauft und damit zu ordentlichen Christen. Ihren eigenen Glauben durften sie nicht mehr ausüben. In Nordamerika waren Missionare aus England und Frankreich in Sachen Christentum unterwegs und lebten sogar bei den Stämmen. So lange sie nicht versuchten, den Glauben der Indianer zu ändern, war das auch in Ordnung. Einige Indianer, sogar ganze Stämme ließen sich taufen, behielten ihre alten Rituale und ihren Stammesglauben aber dennoch.

Muktuk
Frische Walhaut enthält viele Vitamine und ersetzte früher dadurch die pflanzliche Nahrung, die den Inuit in ihrer Eiswelt fehlte. Das so genannte Muktuk ist ein tellergroßes Stück dieser Haut mit viel Fett und gilt als Delikatesse.

Mustang
Ein Mustang ist ein verwildertes Pferd. Erst mit den Spaniern kamen Pferde nach Amerika.

Musik und Musikinstrumente
Für die Indianer ist ein Leben ohne ihre Tänze und Gesänge nicht vorstellbar. Die Klänge ihrer Trommeln, Rasseln und Pfeifen üben auf die Tänzer und Zuhörenden eine magische Wirkung aus. Tänzer fallen in Trance, d.h. in einen geistigen Zustand, in dem sie ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen und Visionen oder Träume haben.

Nachrichten
Wie kann man Nachrichten über große Entfernungen übermitteln, wenn man kein Telefon oder Handy hat? Mit Rauchzeichen! Die funktionieren wie das Morsealphabet, in dem die Rauchfahne für eine kurze oder längere Zeit abgedeckt wird. Es wurden den nachfolgenden Stammesmitgliedern aber auch mit eingeritzten Zeichen in Bäume oder Fels bzw. Wegweisern aus Steinen Nachrichten hinterlassen. Mit der Ankunft der europäischen Siedler tauschten die Indianer für ihre Felle auch kleine Spiegel, mit denen sie anstelle von Rauchzeichen Nachrichten in der Prärie übermitteln konnten.

Namen
Namen haben für die Indianer eine ganz besondere Bedeutung. Ihrem Glauben nach besitzt der Name eines Menschen magische Kraft und hat eine große Bedeutung. Mutige Taten, Eigenschaften eines Tieres, einer Pflanze, die Jahreszeiten und die Stellung der Himmelskörper am Tag der Geburt, geben dem Namen Ausdruck und sollen ihrem Träger Kraft und Energie verleihen. Mehr darüber erfährst du im Kapitel „Indianische Namen“.

Patagonien
Im südlichsten Teil Südamerikas liegt Patagonien. Eine Region, die sich die Länder Chile und Argentinien teilen. Dort lebten die Patagonier und Feuerlandindianer. Immer wehen Winde vom Pazifik her und der Osten der Landes ist rau und wie eine Steppe. Ganz im Süden Patagoniens findest du Gletscher und Fjorde, Wälder und Seen, denn der Südpol ist schon ganz in der Nähe.

Pemmikan
Für den Winter wurde Bisonfleisch in der Sonne getrocknet, anschließend mit Steinhämmern klein gestampft. Mit Beeren, Samen und Kräutern vermischt wurde, diese Masse mit Bisonfett verknetet bis sie fest war. Dieses Gericht heißt Pemmikan und wird auch heute noch in abgewandelter Form zubereitet. Der nahrhafte Pemmikan hielt sich über die Wintermonate in Beuteln aus der Rohhaut der Bisons. In Streifen geschnittenes Trockenfleisch und Pemmikan roh oder gebraten bildeten ein nahrhaftes Essen für die harten Wintermonate.

Petroglyphen
Petroglyphen sind in Felsen oder Stein geritzte Bilder, Zeichnungen und Symbole, die farbig auch gestaltet sein können. Sie erzählen Geschichten oder Ereignisse, sind Wegweiser und Nachrichten für andere Indianer. Diese Felsenbilder findet man auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Einige sind mehr als 7.000 Jahre alt.
Eine Bilderschrift findet sich auch bei den Prärieindianern auf den Tipis oder auf der Haut von Bisons, während Eskimos ihre Erzählungen in Walrossstoßzähne ritzten.

Pfeifen und Tabak für den Frieden
Indianer bauten Tabakpflanzen an und rauchten ihn in besonders verzierten Pfeifen. Zu vielen Anlässen, Versammlungen oder Freundschaftsbesuchen wurde Pfeife geraucht.
Besonders bekannt ist die Friedenspfeife, mit der Friedensverträge sozusagen „besiegelt“ wurden.

Pferde
Pferde gab es schon vor mehr als 60 Millionen Jahren. Das Eohippus lebte im Erdzeitalter Eozän in Nordamerika, Europa und Asien. Mit der Eiszeit veränderte sich das Leben auf der Erde gewaltig. Die dramatischen Temperaturveränderungen, die Verschiebung ganzer Erdteile durch Gletscherbewegungen und die Entstehung verschiedener Klimazonen, zwangen Menschen und Tiere dazu, sich neue Lebensräume zu suchen oder sich den neuen Bedingungen anzupassen. In Nord- und Südamerika starben die Pferde sogar aus, bevor die Indianer den amerikanischen Kontinent besiedelten.
Erst 1492 brachte Christoph Columbus auf seiner Entdeckungsreise spanische Pferde wieder mit nach Amerika. Zunächst verehrten die Indianer die Tiere als Heiligtum. Erst viel später nutzten sie die Pferde als Transportmittel, für die Zucht und zur Jagd. Mehr über Pferde erfährst du in unserem Pferdespezial.

Piroge
Piroge mit einem ‚g’ ist der Name für Kanu, das aus einem Baumstamm gefertigt ist, der ausgehöhlt wird. Anschließend werden gegen hohe Wellen seitlich Bretter angebracht.
Viele Naturvölker benutzen den Einbaum, wie dieser Bootstyp auch genannt wird, für den Fischfang und den Transport. Piroggen sind nicht viele Einbäume, sondern gefüllte Teigtaschen aus der polnischen, russischen und finnischen Küche.

Poncho
Der Poncho (sprich: Ponscho) ist ein rechteckiger Umhang, der wie eine Decke in der Mitte gefaltet wird. In die Knickkante wird ein Schlitz gewebt oder geschnitten, durch die der Kopf gesteckt wird und schon hat man ein warmes Kleidungsstück, das viel Bewegungsfreiheit lässt. Die Inka haben den Poncho erfunden. Auch heute noch tragen die Einwohner Peru und Mexikos die farbig und reich gemusterten Umhänge.
 
Potlatch
Das Potlatch ist ein großes Fest der Küstenindianer und eine wichtige Zeremonie. Potlatch bedeutet so viel wie „Gabe“ oder „weggeben“. Gastfreundschaft wird bei allen Indianern großgeschrieben, aber das Potlatch der Küstenindianer übertraf alles. Der Häuptling oder eine angesehene Familie eines Stammes luden das gesamte Dorf und die Bewohner der umliegenden Dörfer zu einem großen Festmahl ein und überhäuften die Gäste großzügig mit Geschenken. Selbstverständlich erwarteten sie dafür beizeiten die Gegeneinladung zu einem noch größeren Fest. Das führte oftmals zu einem Wettbewerb untereinander, bei dem ein Gastgeber am Ende alle seine Besitztümer verschenkt hatte und künftig in Armut leben musste. Doch die Ehre und die Gewissheit, dass die Menschen noch lange über das rauschende Fest sprechen würden, war viel wichtiger.

Powwow
Das Powwow ist ein traditionelles Tanzfest der nordamerikanischen Indianer. Es kann mehrere Tage dauern, wie ein Festival. Es ist das Fest der indianischen Kultur. Mit den alten Tänzen und überlieferter Musik, Gesängen und Stammeskleidung feiern sie die indianische Lebensart.

Pueblo
Im Gegensatz zu Hogans oder Langhäusern sind Pueblos Wohnungen aus Lehmziegeln im Südwesten Amerikas. Diese Wohnungen sind nebeneinander und übereinander gebaut mit mehreren Stockwerken. Die Flachdächer der Wohnungen sind Terrassen und Wohnungseingang gleichzeitig, auf den Terrassen findet das Dorfleben statt. Über Leitern und Treppen erreicht man die oberen Stockwerke.

Pyramiden
Nein, du bist nicht im Ägypter ABC gelandet. Auch Azteken und Maya waren großartige Pyramidenerbauer. Im tropischen Regenwald ist die 70 Meter hohe Pyramide der Maya in der alten Tempelstadt Tikal zu bewundern. Sie wurde erst 1848 entdeckt, weil sie vom Urwald überwuchert und verborgen war.

Quechua
Quechua (sprich: ketschua) ist die Sprache der Inka und bedeutet übersetzt „die Sprache der Menschen“. Auch heute noch werden verschiedene Quechuaformen in Südamerika gesprochen.

Quipus
Die Inka kannten keine Schrift, die Beamten des Inkareichs „notierten“ alles, was sie dem Sapa Inka mitteilen mussten mit einem Knotencode in Schnüren. Diese Knotenschnüre hießen Quipus und konnten nur von den Beamten „gelesen“ werden.

Religionen
Je nach Region und Stammeszugehörigkeit gab es große Unterschiede in der Art wie Religion ausgeübt wurde. Der Glaube der Indianer hat viele Gesichter. Er reicht von den Göttern der Azteken, Maya und Inka über die Geister der Ahnen, Dämonen und Totems.
In unserem Kapitel „Götter, Geister, Träume und Bärentanz – der Glauben der Indianer erfährst du mehr darüber.

Reservation oder Reservate
Mit der Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die Europäer begann die rücksichtslose Vertreibung der Indianer aus ihrem Lebensraum, den sie jahrtausendlang durch ihre Besiedlung besessen hatten. Das Land wurde ihnen einfach weggenommen – ohne Entschädigung. Stattdessen wurden ihnen Landstücke von der neuen amerikanischen Regierung angeboten, die hunderte von Kilometern von ihrem eigenen Grund und Boden entfernt lagen – den so genannten Reservationen oder Reservaten. Der Begriff stammt von dem Wort „reservieren“. Die europäischen Siedler hielten den Indianern ihr eigenes Land „frei“, aber nur an den Orten, wo es den Siedlern passte. Hinzu kamen großzügige Versprechungen wie Schulen, Ausbildungen, Jagdmöglichkeiten usw., von denen aber keine einzige eingehalten wurde. Die Reservationen standen unter der Kontrolle der „Indian Agents“, amerikanischen Beamten, die die Zustände in den Reservationen beaufsichtigten. Dazu gehörte auch, dass die Indianer nur einmal in der Woche mit Lebensmittel versorgt wurden, ohne Genehmigung das Reservat nicht verlassen durften und erst recht nicht außerhalb dessen jagen durften. So waren sie völlig von den neuen Landbesitzern abhängig.
Der Widerstand der Indianer in die Umsiedlungen war groß und der „Pfad der Tränen“ lang und schmerzlich. Die Folge waren die Indianerkriege, bei denen hunderttausend Indianer starben. Am Ende blieb den Stämmen dann doch nur der Weg in die Reservation, von denen es heute noch etwa 300 in Nordamerika und Kanada gibt. Die Zäune und Kontrollhäuser sind verschwunden und die Indianer verwalten ihre Reservate selbst. Doch Arbeitslosigkeit und Armut bestimmen in den meisten Reservationen das Leben der Familien. Anstelle der Tipis und Wigwams leben die Menschen in Häusern und Baracken, oftmals jedoch ohne Strom und Wasser. In dem größten Reservat Nordamerikas leben die Navajos.

Sapa Inka
Der Sapa Inka war der Herrscher des Inkareichs. Er wurde verehrt wie Gott, weil er der Legende nach direkt vom Sonnengott Inti abstammte. Der Sapa Inka wusste über alles was in seinem riesigen Reich passierte Bescheid. Beamte reisten durch das Land. Sie zählten, überwachten und berichteten von den Ernten bis zu Geburten und Sterbefällen alles dem „alleinigen und einzigen“ Inka.

Schriften – Bilder, Petroglyphen, Hieroglyphen und ein echtes Alphabet
Oft heißt es, die Indianer kannten keine Schriften. Das ist nicht ganz richtig, denn auch Bilder, Symbole und Zeichnungen können, wie eine Schrift, Geschichten erzählen ganz ohne Buchstaben. Die Hieroglyphen der Maya sind mit der Schrift der alten Ägypter vergleichbar und gelten als Schriftzeichen. Ein echtes Alphabet haben jedoch die Cherokee erfunden, d.h. ihr Häuptling Sequoya. Der fand die Idee und die Verwendung der lateinischen Buchstaben so klasse, dass er über 10 Jahre lang an einem Alphabet arbeitete, dass aus der Sprache der Cherokee und unseren Buchstaben besteht. Mit diesem Cherokee-Alphabet wurde ab 1828 dann sogar eine Cherokee-Zeitung herausgebracht.

Schule
Bevor die europäischen Siedler Einfluss auf das Leben der Indianer nahmen, war das Leben die Schule der indianischen Kinder. Alles diente der Vorbereitung auf die Versorgung der Familie und die Ausübung der Kultur des Stammes. Doch mit den Siedlern kamen auch deren Vorstellungen von der Erziehung. Plötzlich mussten sich die Indianerkinder Kleider und feste Schuhe anziehen, ihnen wurden die Haare geschnitten und in Missionsschulen lernten sie rechnen, lesen und schreiben. Sie wurden bestraft, wenn sie sich in ihrer Stammessprache unterhielten und ihre Religionen ausübten.

Schwitzhütte
Eine Sauna kennt fast jeder. Eine Schwitzhütte ist die indianische Art, mit heißem Dampf Körper und Seele zu reinigen. In einem Wigwam oder Tipi wird Wasser auf heiße Steine gegossen, bis es schön dampft. Für die Indianer ist der Gang in die Schwitzhütte eine feierliche Zeremonie, daher werden während des Schwitzbads rituelle Lieder gesungen. Die Abkühlung findet anschließend in einem kalten See oder Fluss statt.

Siedler
Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika (United States of America) ist auch die Geschichte der Besiedlung Nordamerikas durch Engländer, Franzosen und Spanier. Ihnen folgten im Laufe der Jahrhunderte immer weitere Europäer, die der Armut, Hungersnöten und Verfolgung in ihren Heimatländern entfliehen wollten. Dass sie dadurch die Ureinwohner des Landes an den Rand oder sogar in den Tod drängten, sogar bis zur Auslöschung vieler Stämme, war ihnen wohl weniger klar. England, Frankreich und Spanien nahmen jeder ein Teil des Indianerlandes in Besitz. Sie gründeten englische, französische und spanische Kolonien. Damit war der Weg für europäische Siedler frei, die das Land bewirtschaften sollten. Pelzhändler lockte das Geschäft mit Tierfellen, die für viel Geld in Europa verkauft wurden. Geistliche und Priester machten sich auf den Weg, um die Ureinwohner zum christlichen Glauben zu bekehren.
Bis zur endgültigen Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika vergingen fast noch zwei Jahrhunderten. Dazwischen lagen blutige Indianerkämpfe und ein Unabhängigkeitskrieg, der von 1775 bis 1783 andauerte.

Sippe
Die Grenzen zwischen den Begriffen Familie, Sippe, Stamm und Volk sind fließend. Sie ändern sich unter anderem mit den Lebensbedingungen der Menschen. In unserer Gesellschaft sprechen wir z.B. von den so genannten Patchwork-Familien, in denen Elternteile mit ihren Kindern aus erster oder zweiter Ehe bzw. Gemeinschaft eine neue zusammengesetzte Familie gründen. Vater, Mutter, Kinder, Oma, Opa, Tante, Onkel - alle Menschen, die miteinander blutsverwandt sind bilden eine Familie.
Durch Heirat kommen Schwiegerkinder, Schwägerin und Schwager mit ihren Familien dazu und schon wird aus einer Großfamilie ein Clan oder eine Sippe. Die Indianer lebten oftmals in Stämmen, die aus verschiedenen Sippen oder Clans bestanden. Die Stämme verteilten sich auf mehrere Dörfer. Es wurde oft zwischen weiblichen und männlichen Clans unterschieden: Alle Frauen mit ihren Ehemännern und unverheirateten Söhnen gehörten zum weiblichen Clan und umgekehrt waren alle Männer, ihre Ehefrauen und unverheirateten Töchter Mitglieder des männlichen Clans.

Skalp
Der Skalp ist ein Teil der oberen Kopfhaut mit Haaren, den die Indianer ihren Feinden abschnitten. Der Skalp war ein Zeichen besonderer Tapferkeit. Er wurde zunächst getrocknet, anschließend bemalt und bei einer besonderen Zeremonie an eine Stange gehängt.

Spiele und Spielzeug
Wie überall auf der Welt kannten auch die Indianer viele Spiele, um sich die Zeit zu vertreiben. Es gab Sommer- und Winterspiele, Ballspiele mit Mannschaften, Pfeil – und Reitspiele sowie kleine Glücksspiele. Indianische Mädchen spielten mit kleinen Puppen aus Leder oder Stoff. Die Jungen hatten kleine Beile oder Gewehre aus Holz. In den Kapiteln "Indianische Spiele" und "Familie, Clan, Sippe und Häuptlinge - Jeder hat seinen Platz und Ordnung muss sein" und erfährst du mehr darüber.

Sprachen
Es gibt unzählige indianische Sprachen, denn jeder Stamm hat seine eigene Sprache. Manchmal gibt es sogar innerhalb eines Stammes eine Sprache für die Männer und eine für die Frauen. Bevor die europäischen Einwanderer kamen gab es schätzungsweise 2.000 verschiedene indianische Sprachen auf dem ganzen Kontinent. Damit sich die Stämme untereinander verständigen konnten, entwickelten sie im Laufe der Jahrhunderte eine Zeichensprache. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Stämmen, die eine ähnliche Sprache verwenden. Man nennt das eine Sprachverwandtschaft. Diese Stämme zählen zu einer Sprachfamilie, ohne dass sie tatsächlich miteinander verwandt sind. Zu der großen Siouxsprachfamilie gehören zum Beispiel die Lakota, Dakota und Nakota und etliche Unterstämme. Den Indianerstamm der Sioux gibt es im eigentlichen Sinne überhaupt nicht.

Squaw
Der Begriff „Squaw“ ist ein Schimpfwort. Die französischen Einwanderer nannten eine indianische Frau „Squaw“.

Stammesrat
Der Stammesrat bestand aus gewählten Männern und Frauen oder den Ältesten des Stammes. Alle Ratsmitglieder genossen ein hohes Ansehen. Sie hatten sich dieses Ansehen durch besonders mutige Taten, großes Jagd- und Kriegsgeschick oder erfolgreichen Ackerbau und Viehzucht erworben. Was der Stammesrat beschloss, musste auch so gemacht werden. Allerdings hatte jedes Stammesmitglied das Recht, seine Meinung im Rat frei zu äußern. Wollte ein Krieger nicht an einer Kampfhandlung teilnehmen, so wurde seine Entscheidung von allen respektiert.
Auch heute gibt es bei den Indianerstämmen einen Rat aus Angehörigen des Stammes, nur müssen diese nun ganz andere Entscheidungen treffen.

Tabak
Das Tabakrauchen ist eine Erfindung der Indianer. Die Blätter der Tabakpflanze werden getrocknet und anschließend zu Zigarren gerollt. Solche Zigarren wurden von den Maya „sicar“ genannt. Die Prärieindianer hingegen rauchten Mischungen aus Tabak und Kräutern in ihren Pfeifen.

Tatauieren
Bekannter ist das Einritzen von Mustern und Zeichen in die Haut mit Farbe besser unter dem Begriff „tätowieren“. Tatau heißt übersetzt Zeichen. Tätowierungen finden sich bei fast allen Naturvölkern. Sie sind Körperschmuck und verbunden mit religiösen Riten, wie zum Beispiel der Namensgebung.

Tanz und Tanzfeste
Musik und Tanz gehören zum indianischen Leben wie Essen und Trinken. Mit Tänzen werden Gäste geehrt, Götter und Geister milde gestimmt, Dämonen vertrieben oder sich einfach nur vergnügt. Während früher je nach Lebensraum der Bisontanz, der Adlertanz, der Maistanz oder Regentänze aufgeführt wurden, finden die alten Tänze heute in Nordamerika bei den Powwows statt. Dort werden die alten Traditionen lebendig, damit sie bei den jungen Leuten nicht in Vergessenheit geraten.

Tauschhandel
Die Zahlungsmittel der Azteken und Maya waren zwar Kakaobohnen und in Federkielen abgefüllter Goldstaub, aber Geld in Form von Münzen oder Scheinen gab es auch bei ihnen nicht. Die meisten Indianer kannten kein Geld. Stattdessen wurde getauscht, was das Meer, der Boden, die Jagd oder die Viehzucht hergab. Zehn Bisonfelle für ein Pferd oder Muschelperlen gegen Stoffe, es wurde nur das getauscht, was tatsächlich benötigt wurde. Erst als die Europäer kamen, wurde das Tauschen zum Geschäft, bei dem vor allem die Pelzhändler ihre Gewinne machten. Sie verkauften die Tierfelle für viel Geld nach Europa, wo sich reiche Damen daraus Pelzmäntel nähen ließen.

Tipi
Die großen Zelte der Prärieindianer werden Tipis genannt. Ein Tipi hat einen Durchmesser von bis zu acht Metern und kann schnell auf- und abgebaut werden. Verschiedene Stangen werden in Form eines Kegels zusammengestellt. Darüber wird eine Zeltdecke aus Bisonhäuten gelegt und mit Pflöcken am Boden verankert. In der Mitte des Tipis ist die Feuerstelle. Anstelle von Tischen und Stühlen dienen viele Felle oder Matten als Sitz- und Schlafgelegenheiten. Die Zeltplane kann Platz sparend zusammengelegt werden. In früheren Zeiten wurden die Zeltstangen mit einem Ende an Packpferden befestigt. Darauf lagen die Zeltplane und der gesamt Hausrat der Familie. Besitzerin des Tipis und allem, was zum Haushalt gehörte, war die Ehefrau. Bei einer Scheidung durfte sie alles mitnehmen. Es gehörte zum guten Benehmen, dass man als Gast seine Schüsseln und Besteck selbst mitbrachte. Ein geöffnetes Tipi hieß, dass man als Freund eintreten durfte. War das Zelt geschlossen, musste man draußen warten, bis man hereingebeten wurde.

Tomahawk
Der Tomahawk ist ein Beil, das die Prärieindianer im Kampf eingesetzt haben. Daher wird es auch Kriegsbeil genannt.

Totem
Das Totem ist ein Schutzgeist, dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden. Es kann ein Tier, eine Pflanze, ein Himmelskörper oder auch ein Stein sein. Sein Totem behält ein Indianer sein Leben lang. In einem Traum oder einer Vision erscheint ihnen ihr Totem. Die meisten Indianer haben ein Tier als Totem, deshalb werden diese Tiere auch Krafttiere genannt. Dieses Tier wird voller Respekt behandelt, denn nur dann wird es seine Kräfte auf den Betreffenden übertragen. Das Krafttier wird weder verletzt, noch gejagt und schon gar nicht berührt. Jeder indianische Clan hat ein gemeinsames Totem, über das sie sich alle miteinander im Geiste verbunden fühlten.

Totempfahl
Der Totempfahl ist eigentlich gar kein Pfahl, in dem die Totems eines Clans eingeschnitzt sind. Stattdessen zeigen die bis zu 15 Meter hohen Pfähle aus Zedernholz die Wappentiere eines Clans und die Rangabzeichen eines Häuptlings. Die Küstenindianer sind besonders bekannt für ihre bunten, großen Wappenpfähle, die zu besonderen Feiern und Gelegenheiten vor die Häuser gestellt werden. Der Totempfahl ist nicht zu verwechseln mit dem Marterpfahl.

Traumfänger
Der Traumfänger ist für die Indianer ein heiliger Gegenstand und soll böse Träume und Geister fernhalten. Er ist ein sehr persönliches Geschenk der Großeltern an ihre Enkelkinder. Der Traumfänger wird von den Großeltern angefertigt und geweiht. Die Weihe findet durch das Beräuchern des Traumfängers mit bestimmten Heilkräutern und dem gleichzeitigen Sprechen eines indianischen Gebets statt. Nur mit dieser festgelegten Zeremonie kann der Traumfänger wirken.

Umiak
Der Umiak ist ein Boot der Eskimos. Darin hatten bis zu zwölf Männer Platz, wenn es auf Walfang ging. Es bestand aus einem Treibholzgerüst und Walrosshaut, die so lange mit Tran oder Robbenöl behandelt wurde, bis sie wasserdicht war. Teilweise war das Umiak mit einem Segel ausgestattet.

Urwaldindianer
Im weiten, unzugänglichen Urwald am Amazonas leben auch heute noch kleine Indianerstämme wie vor tausend Jahren. Einiger dieser Völker konnten bereits erforscht werden. Wie viele Stämme, Familien oder Gruppe als Nomaden aber tatsächlich im Regenwald leben, ist nicht bekannt. Man weiß jedoch von mindestens 60 Völkern im Amazonasgebiet, die freiwillig jeden Kontakt zur Welt außerhalb des Regenwaldes meiden, um sich ihre Lebensweise und Kultur zu erhalten. Urwaldindianer jagen vor allem mit Blasrohren und Langbogen, mit denen sie in Gift getauchte Pfeile abschießen.

Vision
Für die nordamerikanischen Indianer waren Visionen und Träume wichtige Botschaften aus der Geisterwelt. Die Vision ist im Gegensatz zum Traum eine Art Erscheinung oder Traumbild, die ein Mensch im wachen Zustand wahrnimmt. Durch den tage- und nächtelangen Verzicht auf Nahrung und Schlaf gelangt ein Mensch in einen Zustand, in dem Körper und Geist ein Spar- und Notfallprogramm einschalten, das auch Visionen hervorruft. In diesen Visionen erschien zum Beispiel dem jungen Indianer sein Totem. Danach war er in die Runde der Männer und Krieger aufgenommen.

Waffen
Messer, Tomahawk, Pfeil und Bogen, später auch Gewehre: Diese Waffen wurden überwiegend von den Prärieindianern im Kampf und bei der Jagd genutzt. Je nachdem wo die Stämme lebten, waren die Waffen der Jagdbeute angepasst. Deshalb sind gehören auch Keulen, Lanzen, Speerschleudern und Blasrohre zu den indianischen Waffen.
Die Feuerwaffen der europäischen Eroberer – Gewehre und Pistolen - tauschten die nordamerikanischen Indianer zusammen mit Munition gegen Felle ein. Die Jagd der Indianer auf die Bisons veränderte sich ebenso, wie der Verlauf mancher kriegerischer Auseinandersetzung. Allerdings bekamen die Indianer oft auch alte oder beschädigte Gewehre, weshalb sie immer schlechter ausgerüstet waren als die amerikanischen Soldaten.

Wapiti
Wapitis leben in Nordamerika und gehören zu den Rothirschen. Der Wapiti wird auch Elk genannt, ist aber nicht zu verwechseln mit dem Elch.

Wigwam
Im Gegensatz zum Tipi ist der Wigwam eine Rundhütte aus einem Holzgerüst und vielen Tierhäuten als Plane. Er ist geformt wie eine Halbkugel. Der Wigwam ist in seinen Ausmaßen so groß wie ein Tipi. Mit einem Durchmesser von bis zu acht Metern hatte früher eine gesamte Indianerfamilie ausreichend Platz. Der Wigwam blieb an einem Ort stehen, denn die Waldindianer im Gebiet der Großen Seen lebten vom Ackerbau und Viehzucht. Sie verließen nur in der Jagdzeit ihre Dörfer.

Zeichensprache
Damit sich die Stämme untereinander verständigen konnten, entwickelten sie eine Zeichensprache. Auch bei der Jagd war die lautlose Verständigung eine gute Sache. Hier sind einige Abbildungen zur Zeichensprache:

Aufsteigen
Entgegengesetzt
Freund
aufsteigen
entgegengesetzt
Freund
Hand
Mond
Reiten
Hand
Mond
Reiten
viele
   
viele
   

Zucker-Ahorn
Dieser Laubbaum hat seine Heimat in Nordamerika. Es gibt einige Ahornarten, aber nur aus dem Zucker-Ahorn wird der schmackhafte Ahornsirup hergestellt, mit dem die Indianer auch ihren Pemmikan süßten.

Text: Nicole Potthoff

Indianer-Spezial
       
 

 

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