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Stunksitzung – auch so wird Karneval gefeiert
Das Wort „Stunk“ kommt aus dem Ruhrgebiet und meint so viel, wie „Ärger machen“ oder „jemanden ärgern“. Doch was hat Streitlust mit dem lustigen Karneval zu tun?
Eine ganze Menge, denn ohne den eigentlichen Karneval hätte es 1984 nicht die erste Stunksitzung in Köln gegeben. Einige Studenten der Fachhochschule hatten sich diese Zusammenkunft ausgedacht, weil ihnen die Prunksitzungen des Kölner Karnevals ganz schön auf die Nerven gingen. |
Statt der Büttenreden wollten sie eine Karnevalsitzung machen, auf der Politiker, Kirchenleute sowie andere berühmte und weniger berühmte Leute kräftig verspottet werden.
Mit diesen Spottreden sollten Missstände in Politik und Gesellschaft aufgezeigt werden. Sie wollten richtig „Stunk machen“ und mit ihren Themen Unruhe stiften, was ihnen auch gelang. |
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Die Stunksitzungen finden seitdem jedes Jahr statt, auch in Aachen und in Düsseldorf. Sie gefallen nicht jedem, denn manchmal sind die Reden ganz schön boshaft und gemein.
Wenn Kinder so etwas machen, kriegen sie sofort „Stunk“ mit den Erwachsenen. |
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