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Ballspiele-Zeitmaschine

Kidswebbis Zeitmaschine – Ballspiele

Mit Kidswebbis Zeitmaschine reisen wir durch die Geschichte einiger Ballspiele vom Altertum bis zur Gegenwart.

 

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Spiele waren für unsere Vorfahren mehr als nur ein Zeitvertreib. Sie wurden zu Ehren der Götter ausgetragen und dienten dazu, die Kampfbereitschaft der Soldaten zu erhalten. Viele moderne Ballsportarten haben sich über die Jahrtausende aus den Ballspielen des Altertums entwickelt.

Vor etwa
5.000 Jahren

In China spielte man um das Jahr 2.900 v. Chr. Ts’uh Küh. Bei diesem Spiel wurde eine mit Haaren, Stoff und Federn gefüllte Lederkugel (küh = Ball) mit „dem Fußgestoßen“ (ts’uh). Zwei Mannschaften traten gegeneinander an. Das Ziel war ein in der Mitte eines Platzes aufgestelltes 5 Meter hohes Holzgitter. Im oberen Teil des Holzgitters befand sich wie bei einer Torwand eine Aussparung, durch die der Ball geschossen werden musste. Die Spielidee soll von dem von Sagen umwobenen Gelben Kaiser, Huang Di, stammen. Mit diesem Spiel sollten seine Soldaten ihre Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Taktik verbessern.
Im Laufe der nächsten 4.000 Jahre entwickelte sich Ts’uh Küh zu einer Unterhaltungsshow, bei dem die Zuschauer Wetten abschlossen und die Spieler mit ihrem Können Geld verdienten. Ts’uh Küh gilt als das erste Fußballspiel.

Im alten Ägypten waren Wurf- und Jonglierspiele vor allem Frauensache. Jagen, laufen, ringen oder Bogenschießen waren beliebte Sportarten der Männer in allen ägyptischen Schichten. Frauen und Mädchen spielten mit Bällen aus Papyrus, Leinen oder Leder den Göttinnen und Götter zur Ehre.
   

Vor etwa 3.000 Jahren

In Mittelamerika spielten die Olemeken beim Ballspiel ulama um Tore und ihr Leben. Der Ball war aus Naturkautschuk gefertigt und steinhart. Er hatte die Größe eines Fußballs und durfte nur mit der Hüfte, dem Ellbogen oder dem Schlagstein gespielt werden. Das Tor war ein Ring aus Stein, der an einer Mauer in drei bis sieben Meter Höhe befestigt oder gemauert war. Die Lebensgefahr ging vor allem von dem Gummiball aus, der fast 3 kg wog. Auch Maya und Azteken spielten diese Urform des heutigen Basketballs. Die Maya nannten es pok-a-tok. Ihre Spieler trugen Brustpanzer und Polster an Armen und Beinen zum Schutz vor dem Ball und den Mitspielern. Bis heute wurden in den Ruinenstädten der alten amerikanischen Hochkulturenetwa 1.500 solcher Ballspielplätze entdeckt.

In Griechenland prügelten sich zwei Horden Soldaten beim Spiel Sphairomachia um einen Ball. Die rohe Spielweise erforderte vom einzelnen Spieler großen körperlichen Einsatz, Mut, Geschick und Kampfgeist. Alle Eigenschaften, die Krieger im Kampf zum Überleben brauchte. Der Ball bestand vermutlich aus einer Lederhülle, die mit Federn gefüllt war. Ein ähnliches Ballspiel war Episkyros, das mit begrenzter Spielerzahl und auf einem abgesteckten Feld gespielt wurde. Man kann sich diese Ballspiele als eine Mischung aus Rugby, Schleuderballspiel und Faustball vorstellen. Daher werden sie wie das römische Harpastum als Vorläufer dieser Spiele bezeichnet.

   

Vor etwa 2.500 Jahren

Im Römischen Reich wurden die Soldaten u. a. mit dem Ballspiel Harpastum auf Kämpfe vorbereitet. Die Spielidee klingt einfach, erforderte aber viel Geschick, Schnelligkeit und den vollen Körpereinsatz der Spieler: Zwei Mannschaften halten auf einem abgesteckten Platz einen Ball ständig in der Luft. Wer den Ball fallen lässt, schenkt der gegnerischen Mannschaft wertvolle Punkte. Das hört sich an wie ein Volleyballspiel ohne Netz. Es gab aber nur ein Spielfeld und bei Mannschaften mit zum Teil Hunderten von Spielern, kann man sich das Getümmel auf dem Harpastumfeld gut vorstellen. Mit Cäsar und seinen Legionen kam das Spiel nach Britannien, wo englische Studenten rund 1.800 Jahre später die ersten Regeln für das Fußballspielen aufstellten.

   

Vor etwa 1.400 Jahren

In Japan spielten Adelige und Priester im Kreis eine Art Standfußball. Der Ball durfte dabei den Boden nicht berühren. Das Kemari war für die Japaner keine Sportart, sondern Zeremonie und Meditation. Die Idee des Kreisfußballspiels stammte ursprünglich wie Ts’uh Küh aus dem alten China.

   
Vor etwa 1.500 Jahren im Mittelalter

Ein bekanntes Spiel der Indianer war Lacrosse. Es gehört mit zu den ältesten Rückschlagspielen. In Kanada ist Lacrosse ein Nationalsport. Zwei Mannschaften aus jeweils zehn bis zwölf Spielern versuchen eine Holzkugel oder einen Ball aus Gummi mit einem Netzschläger zu fangen und in die, auf beiden Seiten des Spielfeldes stehenden Tore, zu tragen oder zu schlagen. Während das Spiel bei den Indianern über mehrere Tage gespielt wurde, dauert es heute 80 Minuten. Auch die Anzahl der Spieler hat sich stark verringert. Die Indianer spielten mit über hundert Männern, während heute nur noch insgesamt 20 – 24 Spieler auf dem Feld sind. Auch wenn es bei den Spielen heute nicht mehr zu Massenschlägereien, Toten und Verletzten wie bei den Stammesspielen kommt: Das Spiel ist nach wie vor nicht ganz ungefährlich. Es ist schnell, erfordert eine sehr gute Ausdauer und großes Geschick von den Spielern. In Deutschland gibt es seit über zehn Jahren für dieses Spiel sogar eine Bundesliga und eine Nationalmannschaft.

Die Wikinger spielten ein ähnliches Spiel: knattleikr. Mit einem Ball und einem Holzscheit als Schläger spielten sie die ersten Doppel.
Allerdings ging es dabei nicht so gesittet wie beim heutigen Tennis oder Baseball zu.

In Kanada und auf Grönland kannten die Inuit ebenfalls Ballspiele, die dem Lacrosse und knattleikr sehr ähnlich sind. Beim Spiel Akraurak traten die Frauen zum Fußballspiel an.

Ob beim Folk Football in England, Soule inFrankreich oder Calcio in Italien: Im Mittelalter rauften sich in Europa ganze Dorfgemeinschaften und Stadtteile um eine Lederkugel. Die Regeln waren einfach und die Spielfelder selten auf den Dorfplatz beschränkt. Erlaubt war fast alles, um den Ball ins gegnerische Stadttor zu befördern. Männer und Frauen kämpften beim Soule gemeinsam um Tore und die Ehre des Dorfs. Damit legten die Französinnen den Grundstein für den Frauenfußball in Europa. Der Calcio entwickelte sich im 16. Jahrhundert vom Massenraufball zu einem Mannschaftsspiel, das an eine Mischung aus Faustball und Fußball erinnert. Die Florentiner sehen daher im Calcio den Vorläufer des heutigen Fußballs.

   

Im 19. Jahrhundert bis heute

Fußball

1848 stellten Studenten der englischen Universität Cambridge Regeln für ein Fußballspiel auf.
1857 wurde der erste Fußballklub in England gegründet.
1894 gründete sich das erste englische Frauenteam.
Nach einer Welle der Begeisterung wird der Frauenfußball in England jedoch von 1921 bis 1970 wieder verboten.
1874 brachte der Braunschweiger Lehrer Konrad Koch das Fußballspielen als Sportart an sein Gymnasium.
1875 schrieb er das erste deutsche Regelbuch für das Fußballspiel.
1900 gründete sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB).
1908 wurde Fußball zur olympischen Disziplin.
1930 fand in Uruguay die erste Fußballweltmeisterschaft statt.

Volleyball

1985 hatte der Amerikaner W.C. Morgan die Idee, zwei Mannschaften einen Ball ohne Bodenberührung – volley - über ein Netz spielen zu lassen.
1896 fand das erste Volleyballspiel in den USA statt.
Mit den Soldaten des 1. Weltkriegs kam das Spiel über den großen Teich nach Europa.
194 fand in Prag die erste Weltmeisterschaft statt.
1955 wurde in Deutschland der Deutsche Volleyball-Verband gegründet.
1964 wurde Volleyball bei den Olympischen Spielen in Japan gespielt.

Basketball

1891 setzte der Amerikaner James Naismith die Forderung seiner Sportstudenten nach einem abwechslungsreichen Hallenspiel für die Wintermonate in eine Spielidee um.
Zwei Mannschaften spielten nach festen Regeln mit einem Ball darum, wer am häufigsten den Korb der gegnerischen Mannschaft traf. Die beiden in der Halle angebrachten Körbe waren zuvor mit Pfirsichen gefüllt gewesen.
1893 wurden die ersten offiziellen Frauenbasketballspiele ausgetragen.
In den Jahren 1893 bis 1934 kam das Spiel nach Europa und Russland.
1936 nehmen die ersten Mannschaften in Berlin an Olympia teil.
1946 wird die nordamerikanische Basketballliga BAA gegründet und 1949 in NBA umgenannt.
1949 wird in Düsseldorf der Deutsche Basketball Bund gegründet.

Handball

Fangballspiele sind seit dem Altertum bekannt und beliebt.
1917 entwickelte Max Heiser eine Spielidee für Mädchen als Ausgleich zum Fußballspiel und schrieb ein erstes Regelwerk. Der Ball durfte nur auf die Tore geworfen werden. Noch hieß das Spiel Feldhandball.
1919 veröffentlichte Karl Schelenz ein Regelbuch für das männliche Handballspiel.
Zeitgleich wurde Handball auch in der Halle gespielt.
1936 traten die ersten Feldhandballer bei den Olympischen Spielen in Berlin an. Die deutsche Männerschaft wurde Olympiasieger. Danach wurde die Sportart bei Olympia wieder abgesetzt.
1966 fand die letzte Feldhandballmeisterschaft und 1975 die letzte Feldhandballmeisterschaft statt.
Seit 1972 ist Hallenhandball olympische Disziplin.

Und hier kannst du wieder ins Fußball-Spezial wechseln.

 
 
     
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