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Fußball

Die Fußballweltmeisterschaft

Mein Name ist Ben. Ben Küchenmeister. Ich wohne in einer Stadt in der Nähe von Berlin.
In diesem Jahr findet die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland statt und das Finale wird im Olympiastadion in Berlin ausgetragen. Doch, noch ehe die großen Spieler ihre Schuhe ausgepackt haben, hatten wir die Weltmeisterschaft bereits entschieden, aber dazu später mehr.

Balltraining

Wir, das sind Lukas, Max, Hannes, Matze, Lea und ich. In der Straße in der wir wohnen haben wir viel Platz und eine richtig große Wiese zum Fußballspielen. Dort kicken die besten Fußballer aller Zeiten und die Wiese wird zum größten Stadion der Welt.
An den Tag, an dem wir Fußballweltmeister wurden, kann ich mich noch gut erinnern:
Es war ein sonniger Tag. Wie so oft in letzter Zeit hatten wir uns nachmittags zum Bolzen verabredet. Unsere Fußballwiese war so kurz geschnitten, wie bester englischer Rasen. Optimale Bedingungen für ein gutes Spiel. Doch diesmal sollte alles ein wenig anders werden.
„He Lukas, ist deine Mutter nicht zu Hause oder warum schleppst du Oskar mit?“ Matze konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Auf kleinere Geschwister aufzupassen, war in seinen Augen so ziemlich das Blödeste, was einem passieren konnte.
Lukas und Oskar kamen näher. „Mama ist nicht da und Luke soll mir aufpassen.“ Lukas stöhnte: „’auf mich’, Oskar, ‚auf mich’!“„Stimmt gar nicht, ich soll nicht auf dich aufpassen, du bist ja schon groß ...“ „Ja, ja, Krümel ...“, winkte ich ab. Matze wollte gerade dazu etwas sagen, als er seinen kleinen Bruder Flori antraben sah. Verdutzt rief er: „Flori, was willst du denn hier?“ „Mama und Papa fahren einkaufen und du sollst ...“ „... auf ihn aufpassen!“ ergänzte Lukas, nicht ohne Schadenfreude. Matze verdrehte die Augen in den Himmel, als ob von dort Hilfe kommen würde. Mittlerweile waren wir anderen auch eingetrudelt. „Also Leute, was wird hier gespielt?“ fragte Lea.
„Na, was wohl? Siehst du die Pille unter meinem Arm? Revanche für das letzte Spiel, das wird hier gespielt“, sagte Max. Oskar wollte gerade den Mund aufmachen, als Lukas ihn anstieß und mit einem „Klappe halten!“- Blick bedachte. „Das ist gar keine Pille, das ist ein Fußball!“ Matze hatte Flori offenbar nicht so gut im Griff. „Na, das kann ja heiter werden, wenn die Erdnuckel mitspielen wollen“, meinte Hannes. „Sind keine ...“, setzten beide Kleinen im Chor an. „Schon gut, schon gut“, beschwichtigte ich, „ ihr seid Oliver Neuville und Roberto Carlos. Heute spielt Deutschland gegen Brasilien im Finale der Fußballweltmeisterschaft!“
„Einen wunderschönen Nachmittag, meine lieben Fußballfreunde. Ich begrüße Sie zum wichtigsten und spannendsten Finale des Jahres. Hier, im Berliner Olympiastadion, das bis auf den letzten Platz ausverkauft ist, wird in den nächsten 20 Minuten die Entscheidung fallen. Wird Deutschland, zum vierten Mal in der Geschichte der WM, Weltmeister? Doch schauen wir uns zunächst die Mannschaftsaufstellungen an:
Für Brasilien spielen im Sturm: der legendäre Ronaldo und der unglaubliche Robinho. Im Mittelfeld sehen wir Zé Roberto und in der Abwehr Roberto Carlos.
Für Deutschland stehen Oliver Neuville und Lukas Podolski im Angriff. Im Mittelfeld nimmt Michael Ballack die Position des Spielmachers ein und in der Verteidigung sehen wir Philip Lahm. Schon ertönt die brasilianische Nationalhymne.
Ja, meine Damen und Herren, das Stadion bebt! Brasilianische Samba auf dem Platz und auf den Rängen. Welch großartige Kulisse für dieses Spiel. Da werden Erinnerungen an das Endspiel 2002 in Yokohama wach. Wird es uns diesmal gelingen, den Weltpokal mit der geflügelten Viktoria zu gewinnen?“
„Erde an Ben! Erde an Ben! Alles klar bei dir?”, unsanft holte mich Matze aus meinen Gedanken zurück, „Mensch Ben, wir wollen anfangen und du stehst da, wie ein hypnotisiertes Kaninchen.“ Ich schüttelte mich, wie ein nasser Hund. „Äh ja, es kann sofort losgehen. Also ähm, ich bin Michael Ballack. Lukas ist Lukas Podolski, Oskar ist Oliver Neuville und Max ist Philip Lahm.“ „Ok“, sagte Matze, „dann bin ich Ronaldo, Lea ist Robinho, Hannes spielt Zé Roberto und Flori ist Roberto Carlos. Gespielt werden 2 x 10 Minuten mit 5 Minuten Pause. Ansonsten gelten die Regeln wie immer.“
„Meine Damen und Herren, dieses Fußballspiel scheint eine Wiederholung des letzten Endspiels zu sein. Nach der ersten Halbzeit steht es noch immer 0:0. Beide Mannschaften geben alles, aber es fallen keine Tore! Soll etwa ein Elfmeterschießen dieses Finale entscheiden, wie 1990 in Italien? Die Minuten rinnen dahin. Die Spannung auf den Rängen steigt ...“
„Los Lukas, spiel ab! Hier! Hier stehe ich! Oh nein! Was soll denn das, kannst du die Kirsche nicht genauer passen?“ Langsam wurde ich sauer. „Hör’ doch auf ständig rumzumeckern, Ben. Was ich kann ich dafür, dass du nicht schnell genug bist“, maulte Lukas zurück. „Ach, jetzt hört beide auf. Ist doch nur ein Spiel!“, rief Hannes von der anderen Seite des Spielfelds.
„Wir sind in der 19. Minute, liebe Zuschauer. Welches Rezept kann den deutschen Spielern jetzt noch helfen? Die Angriffe über Ballack und Podolski laufen ins Leere. Das Zuspiel klappt vorne und hinten nicht. Tröstlich, dass es auch bei den Brasilianern immer wieder zu Ballverlusten kommt. Doch aufgepasst, jetzt sehen wir Ballack am Ball! Ballack kommt über links. Podolski geht durch die Mitte. Und was machen die Brasilianer? Wo ist Roberto Carlos? Podolski steht frei vor dem Tor. Wo bleibt Brasiliens Abwehr? Wo steckt Roberto Carlos?“
„Flori! Flori! Was machst du da? Ich glaube es nicht, der hockt am Spielfeldrand und pflückt Blümchen!“, schrie Matze.
„Ballack flankt auf Podolski. Podolski springt hoch und ... köpft den Ball ins lange Eck! Tor! Tor! Tor! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Fußballweltmeister!”
Flori strahlte über das ganze Gesicht: „Diese Blümchen mag Mama ganz doll!“
Bei der Vorstellung, dass Brasilien die Fußballweltmeisterschaft verliert, weil der beste Abwehrspieler während des Spiels Blümchen pflückt, mussten wir alle laut loslachen.

Warum in einem Stadion tatsächlich keine Blümchen wachsen, ist eine andere Geschichte, aber vielleicht wisst ihr es auch schon.

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