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Erbarmen, die Römer kommen!
Diesen Satz werden viele Völker gedacht haben, als die Römer auf ihrem Weg zum Weltreich ein Gebiet nach dem anderen eroberten und die Besiegten versklavten. Angefangen mit der Vorherrschaft über Italien, führten die Römer im Laufe von 200 Jahren in weiten Teilen Europas, Vorderasiens und Nordafrika immer wieder erfolgreich ihre Eroberungskriege. Aus Karthago wurde nach den drei punischen Kriegen, die römischen Provinz Africa. Bis 120 v. Chr. hatten die Römer auch aus Spanien, den Balearen, Korsika, Makedonien, Griechenland und Kleinasien römische Provinzen gemacht. |
Die römische Großmacht beherrschte den gesamten Mittelmeerraum. Später kamen noch weitere Teile West- und Osteuropas, Nordafrikas und des Nahen Ostes hinzu. Man kann auch sagen, die Römer haben sich von Rom aus in jede Himmelsrichtung breit gemacht.
Reichtum eroberte Rom, als Rom die Welt erobert hatte.
(Italienisches Sprichwort)
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Die Gründung des Römischen Reichs begann 753 v. Chr. auf sieben Hügeln an der Mittelmeerküste in Höhe des Schienbeins des italienischen Stiefels. Die Zwillinge Romulus und Remus, Söhne des Kriegsgottes Mars, sollen der Sage nach in die Fußstapfen ihres trojanischen Vorfahren Aeneas getreten sein und dort den Grundstein für das spätere Weltreich gelegt haben. |
Da sich in Italien bereits Jahrtausende und Jahrhunderte zuvor Etrusker, Latiner, Sabiner und andere Volksstämme angesiedelt hatten, wird Rom jedoch eher aus mehreren Dörfern entstanden sein, die im Laufe der Zeit „zusammengewachsen“ sind.
Für Schlauwebbis
Vermutlich sind die Etrusker zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. über den Seeweg nach Etrurien gekommen. Ihre Kultur lässt sich von 800 bis 100 v. Chr. zurückverfolgen. Sie waren erfolgreiche Händler und Städtebauer, hatten ein starkes Heer und beherrschten eine Zeit lang fast den gesamten Mittelmeerraum. In der heutigen Toskana lassen sich noch viele etruskische Hinterlassenschaften finden. Neben den Überresten von Bauwerken beeindrucken vor allem die kunstvollen Arbeiten aus Bronze, Eisen und anderem Edelmetall. |
753 bis 509 v. Chr. war Rom ein Königreich. Der erste König soll Romulus gewesen sein. Der letzte König hieß Tarquinius Superbus. Von 509 bis 27 v. Chr. wurde aus dem Königreich eine römische Republik. Mit Julius Gaius Caesar brach für die Römer eine stürmische Zeit innerhalb und außerhalb ihres Reiches an. Nach der niederträchtigen Ermordung des Diktators geriet die Republik ins Wanken. Oktavian, der Adoptivsohn Caesars, konnte das Reich wieder einigen und wurde 27 v. Chr. der erste Kaiser. Er erhielt den Titel Augustus. Mit ihm brach das Zeitalter des Römischen Kaiserreichs an, das 476 n. Chr. mit der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus endete. Damit haben die Römer mehr als 1200 Jahre beindruckende Geschichte im Kapitel der Antike geschrieben.
Es ist die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang eines Weltreiches, einer Zeit höchster Kultur und vieler Errungenschaften.
Für Schlauwebbis
Sprache, Bildung, Wissenschaft, Religion, Kunst und Politik - alles ist Kultur. Wir kennen Tischkultur und Streitkultur, selbst im Wort und im Inhalt des Kulturbeutels steckt sie drin. Kultur will gehegt und gepflegt werden, man kann sie rückwärts betrachten und nach vorne weiterentwickeln. |
Zu dieser Epoche gehören neben den römischen Herrschern bedeutende Philosophen und Schriftsteller wie Cicero, Seneca oder Horaz. Wann immer du auf einem Marktplatz stehst, auf einer Straße fährst, ins Theater gehst oder eine europäische Sprache lernst: die alten Römer lassen grüßen.
Carpe diem! Nutze den Tag und lasse dich auf die Geschichte der Römer ein. Um mit Seneca zu sprechen:
Non scholae, sed vitae discimus
Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.
Hier geht’s lang zum Römer-Spezial. 
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