… dass die Sklaven in Rom eine Marke aus Metall tragen mussten? Auf der Marke stand der Name des Sklavenbesitzers. Sklaven gehörten einem römischen Bürger oder dem Staat wie ein Stück Vieh oder ein Tisch. Ein Sklave war in der damaligen Zeit kein Mensch, sondern eine Sache. Deshalb wurden sie auch wie Waren auf einem Markt zum Kauf feilgeboten und an den Meistbietenden verkauft. Ihre Besitzer konnten jederzeit über ihr Leben - und ihren Tod - entscheiden. Die meisten Sklaven arbeiteten in der Landwirtschaft, andere in Bergwerken, Steinbrüchen oder auf den Baustellen neuer Gebäude, Brücken oder Aquädukte. Die Arbeit war schwer und ihre Lebensumstände sehr, sehr schlecht. Wohlhabenden Römer nahmen Sklaven als Diener, Lehrer, Ärzte oder Musiker in ihre Häuser und in die Familien auf.
… dass der römische Kaiser Caligula sein Pferd
Incitatus zum Senator ernannte? Er wollte die anderen Senatoren damit provozieren und demütigen, in dem er sie mit seinem Pferd auf eine Stufe stellte.
… dass der römische Arzt Claudius Galenus Spinnweben zur Blutstillung auf offene Wunden legte? Wunden wurden mit Wein desinfiziert, die Spinnweben sollten Blutungen stillen. Zusätzlich wurden Wunden und Verletzungen mit verschiedenen Heilkräutern behandelt und versorgt.
… dass sich römische Soldaten mit ihren Kampfschilden zu einer so genannten „Schildkröte“ formatierten? Die Soldaten stellten sich zu einem großen mehrreihigen Rechteck auf. Die Soldaten an den Außenseiten hielten ihre Schilde in einer Linie nebeneinander. Die Soldaten im Inneren des Rechtecks hielten ihre Schilde wie ein geschlossenes Dach über ihre Köpfe. Mit dieser „Schildkrötenformation“ rückten sie auf den Gegner zu, dessen Pfeile und Lanzen an den Schilden abprallten.
… dass römische Soldaten in vielen Handwerken ausgebildet wurden?
Sie konnten nicht nur mit ihren Waffen umgehen, sondern auch Häuser bauen oder als Landwirte Felder bestellen.
… dass ein römischer Soldat über 40 kg Marschgepäck mit sich führte?
Zum Gepäck gehörten Waffen, seine Rüstung, Werkzeug, eine Lederflasche, Schüssel und Pfanne, eine Wolldecke sowie ein Rucksack für private Dinge. Mit dieser Last marschierten die Legionäre bis zu 30 km am Tag.
… dass die Römer bereits mit Zement bauten? Sie rührten aus Steinen, Sand, gebranntem Kalk und Wasser ein Gemisch an, mit dem sie ihre Häuser und Brücken bauten. Das Zementgemisch wird opus caementitium genannt. Kein Wunder also, dass uns so viele Bauwerke erhalten geblieben sind.
… dass bei den Römerinnen blondes Haar hoch im Kurs stand? Wer sich keine Perücke aus den Haaren germanischer Sklavinnen leisten konnte, bleichte sich sein Haar mit einer Spülung aus Kamille, Birkenasche oder Taubenkot. Was die Zubereitung von Kosmetik anbelangte, waren die römischen Frauen erfinderisch.
Für einen hellen Teint wurde die Haut mit einer Creme aus gemahlener Kreide und Zinkoxid eingerieben. Mit Erdfarben wie dem roten Ocker wurden die Lippen und Wangen gefärbt.
… dass sich das Kolosseum in Rom fluten ließ? Dort wurden Seeschlachten mit richtigen Schiffen nachgestellt, die natürlich auf dem Wasser schwimmen mussten.
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