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Die Römer
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Die Römer
Römer würfeln

Alea iacta est - Würfelspiele

Die Würfel fallen bereits seit 5.000 Jahren in unzähligen Brett- und Würfelspielen.
Sie können sechs Seiten haben oder wie der Rhombentriakontaeder sogar
dreißig. Sie sind eckig, rund, spindelförmig oder sehen wie eine kleine Walze aus.

Man nennt sie Dreidel,W6, wenn es sechsseitige Würfel sind oder Achtseiter, wenn sie acht Seiten haben.

Die einzelnen Seiten eines Würfels sind mit Zahlen, Buchstaben, unterschiedlichen Farben oder Zeichen versehen. Wo ein Würfel fällt, entscheidet der Zufall über den Verlauf eines Spiels. Das hat die Menschen seit jeher am Würfel fasziniert und so sind auf der ganzen Welt im Laufe der Jahrtausende zahlreiche Spiele entstanden, in denen die Würfel entscheiden.

Für Schlauwebbis

Während des Chanukkafestes spielen jüdische Kinder mit einem Dreidel um Süßigkeiten. Jedes Kind bekommt eine Handvoll Süßigkeiten. Vor Beginn des Spiels legt jeder eine Süßigkeit in den Topf. Der jüngste Spieler fängt an. Die Spieler drehen nacheinander den Dreidel. Zeigt der Dreidel "alle nehmen" nimmt man sich alle Süßigkeiten aus dem Topf. Zeigt der Dreidel "eins reinlegen" legt man eine Leckerei aus seinem eigenen Vorrat in den Topf. Zeigt der Dreidel "die Hälfte nehmen", nimmt man sich die Hälfte der Süßigkeiten aus dem Topf. Zeigt der Dreidel "nun aussetzen" darf man sich nichts aus dem Topf nehmen, man braucht aber auch nichts hineinlegen. Zu unserem Religionen-Spezial gelangst du hier und einen Dreidel kannst du hier basteln.

Im alten Rom waren Spiele jeglicher Art beliebt, aber mit den Würfeln wurde besonders gerne gespielt. Da es sich dabei aber um Glücksspiele mit Geldeinsatz handelte, durften sie nur einmal im Jahr an den Saturnalien gespielt werden. Die Römer setzten anstelle von Bechern auch Würfeltürme zum Durchmischen der Würfel ein. Die alea wurden oben in den Turm hineingeworfen und fielen durch eine Art Treppenhaus im Turm unten wieder heraus.
Tali waren Würfelsteinchen, auf denen zwei Seiten keine und auf den anderen vier Seiten die Zahlen 1,3,4 und 6 standen. Sie waren gegenüberliegend so angeordnet, dass ihre Summe die Zahl 7 ergab. Das Ziel war es mit einem Wurf die Zahlen 1,3,4 und 6 zu erwürfeln. Vier Einsen galten in diesem Spiel als der schlechteste Wurf.

Da in der Antike und bis ins Mittelalter hinein die alea auch aus Knöcheln der Sprunggelenke von Tieren gearbeitet wurde, hieß dieses Spiel Astragaloi. Ein Astragal ist ein Würfel aus einem Sprunggelenkknöchel.

Würfelspiel Im Mittelalter wurden Würfelspiele wie „Das Glückshaus“ oder a mayores gespielt.
In letzterem Würfelspiel gewinnt der höchste Wurf mit drei Würfeln. Beim Triga-Spiel gewinnt der Spieler, der einen Dreierpasch wirft. Bei unserem Kidsweb Ritterspiel „Turnierwürfeln“ wird ein einfaches Spielbrett aus einer Spielesammlung genommen. Jedes Kind erhält einen Würfel und eine beliebige Spielfigur als „Ritter“ oder „Edelfrau“. Das Kind mit der kleinsten Hand beginnt zu würfeln und zieht die Augenzahl seines Wurfs auf dem Spielfeld vor. Je nach Spielbrett sind Start- und Zielfeld für alle Teilnehmer gleich oder unterschiedlich. Wichtig ist nur, trifft ein Ritter auf einem Spielfeld einen anderen, würfeln die beiden gegeneinander. Der höhere Wurf gewinnt, der Verlierer muss wieder von vorne anfangen. Spielvarianten: Beim Wurf einer 2 muss der Spieler ein Minnegedicht vortragen oder bei einer 3 mit einem rohen Ei auf einem Löffel um den Spieltisch laufen. Bei einer 6 darf sich der Spieler eine neue Variante ausdenken, die so lange gilt, bis wieder eine 6 gewürfelt wird.

Auch bei den Piraten dienten Würfelspiele der Unterhaltung und dem Zeitvertreib.
Dabei ging es oftmals hoch her und so manche Prise wurde wieder mit dem Würfelbecher verspielt. Bei unserer Piratenwürfelei kann das nicht passieren.
Ihr benötigt für dieses Spiel: einen Würfelbecher, einen Würfel, eine Packung Streichhölzer für jeweils 2 Spieler oder 30 Holzstäbchen, die Streichholzlänge haben sollten. Reihum wird nun gewürfelt. Würfelt ein Spieler eine 2, 4 oder 6, erhält er ein Streichholz. Mit den Streichhölzern legt jeder Spieler ein Segelschiff, dazu benötigt er 15 Streichhölzer. Wer sein Schiff zuerst fertig gelegt hat, hat gewonnen.

Damit euch die Würfel niemals ausgehen, haben wir euch eine Bastelanleitung für Würfel aus Karton bereitgestellt.
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