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Mose, das Volk Israel und der Auszug aus Ägypten
„Als aber der HERR sah, dass sich Mose den brennenden Dornbusch ansehen wollte, rief Gott ihm aus dem Busch zu: „Mose, Mose!“
Und Mose antwortete: „Hier bin ich.“
Der HERR sprach: „Komm nicht näher! Zieh deine Schuhe aus, denn der Boden auf dem du stehst ist heilig!“
Und er sprach weiter: „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ |
Da verbarg Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Und der HERR sprach: „Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre Klagen und ihr Wehgeschrei gehört. Deshalb bin ich hernieder gefahren, um sie zu retten und aus der Sklaverei herauszuführen in ein gutes und weites Land, in ein Land, wo Milch und Honig fließen. Ich will dich zum Pharao schicken, damit du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten führst.“
(nach dem 2. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 2)
Mose ist der wohl wichtigste Prophet des Judentums. Er wurde von Gott auserwählt und ihm erteilte Gott den Auftrag, das Volk Israel aus der ägyptischen Sklaverei zu führen. Die Hebräer waren in Ägypten ohne Rechte. Sie mussten in den Steinbrüchen und auf den Baustellen der riesigen Städte und Pyramiden arbeiten.
Das Leben war hart, voller Entbehrungen und gefährlich, denn sie waren den Launen des Pharaos ganz und gar ausgeliefert. Als Mose den Pharao bat, das Volk Israel ziehen zu lassen, weigerte sich der ägyptische Herrscher. Schließlich benötigte er die Hebräer als kostenlose Arbeitskräfte. Erst nachdem Gott den Ägyptern zehn Plagen geschickt hatte, durfte sein Volk das Land verlassen.
| Der Auszug aus Ägypten wird Exodus genannt, ebenso wie das 2. Buch Mose, in dem die Geschichte erzählt wird. |
Mit dem Auszug aus Ägypten beginnt für die Hebräer eine 40-jährige Wanderschaft durch die Wüste, die mit der Besiedlung Kanaans, im Westen Palästinas endet.
Mose ist auch derjenige, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote erhält und damit den Bund Gottes mit dem Volk Israel erneuert. Kurz bevor die Hebräer das gelobte Land erreichen, stirbt Mose und sein Nachfolger Josua führt das Volk nach Kanaan.
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In der Bibel steht auch die Geschichte vom Findelkind Mose. Der Prophet wird als Kind jüdischer Eltern in Ägypten geboren. Kurz nach seiner Geburt befiehlt der Pharao, dass alle Söhne der Hebräer getötet werden sollen. Schnell legt Moses Mutter ihren Sohn in einen Weidenkorb und versteckt diesen im Schilf am Ufer des Nils. Doch die Strömung des Flusses reißt den Korb mit sich. Die Tochter eines Pharao entdeckt das treibenden Bündel und zieht den Weidkorb aus dem Wasser. Sie nennt den kleinen Jungen Mose und zieht ihn als ihren eignen Sohn auf. |
| Mose wächst als ägyptischer Adeliger heran, doch sein Herz bleibt bei seinem Volk. Daher ist er als junger Mann sehr zornig darüber, wie der Pharao mit den Hebräern umgeht. Eines Tages erschlägt er vor lauter Wut einen ägyptischen Sklavenaufseher und muss in die Wüste fliehen. Bei einer Nomadenfamilie findet er Unterschlupf. Er arbeitet für die Familie als Viehhirte bis zu dem Tag, an dem ihm der HERR im brennenden Dornbusch erscheint. |
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