Da ist zum einen die Thora mit den „Fünf Bücher Moses“. Außerdem stehen in der hebräischen Bibel in der Nebiim die Worte der Propheten und in der Ketubim Psalmen, Sprüche, Klagelieder und Geschichtsschreibungen.
Aus den Abkürzungen dieser drei Teile ist der Name TeNaK oder Tanach für diese Bibel entstanden.Die Thora ist die heiligste Schrift des Judentums.
Das Wort „Thora“ bedeutet übersetzt „Weisung“. Sie enthält neben der frühen Geschichte des Judentums wichtige Ratschläge und Hilfen für den Glauben im Alltag. Durch die Beachtung der Vorschriften der Thora beweisen die religiösen Juden ihre Ehrfurcht und ihren Gehorsam gegenüber Gott und seinen Worten, die Mose vor 3.000 Jahren zusammen mit den Zehn Geboten auf dem Berg Sinai von ihm empfangen hat. Zunächst wurden die Texte über den Bund Gottes mit den Menschen mündlich überliefert. Die ältesten Handschriften sind zwischen 150 vor Christus und 68 nach Christus entstanden.
Auch heute noch werden die Texte der Thora von Hand auf Schriftrollen geschrieben und im Thoraschrein einer Synagoge, dem Allerheiligsten, aufbewahrt. Wird die Thora anlässlich einer Lesung aus dem Schrein genommen, erheben sich die versammelten Gläubigen aus Ehrerbietung von ihren Plätzen.
Erklärungen und Erläuterungen zur Thora von jüdischen Gelehrten finden die Gläubigen im Talmud. Er wurde etwa 500 nach Christus fertig gestellt. Zu den wichtigsten Aufgaben der Rabbiner, den jüdischen Gelehrten und „Meistern“, gehört die Auslegung der Thora und des Talmuds.