Wenn du Lampen aufsetzt,
sollst du sie also setzen,
dass alle sieben vorwärts
von dem Leuchter scheinen.
(aus dem Alten Testament 4. Buch Mose, Kapitel 8, Vers 1-4)
Menora ist der hebräische Name für „Leuchter“, dessen Form an einen Baum mit sieben Ästen erinnert. Der Lichterbaum erstrahlt auf dem Altar in der Synagoge als Symbol für die Zuversicht und Erkenntnis. In der hebräischen Bibel wird der siebenarmige Leuchter an verschiedenen Stellen beschrieben. Nach diesen Überlieferungen schuf das jüdische Volk während seiner Wanderung durch die Wüste einen Leuchter aus Gold, der sieben Lichter trug. Die Zahl Sieben taucht in den heiligen Schriften der Juden und im Alten Testament der Christen häufig auf.
Gleich zu Beginn wird berichtet, dass Gott die Erde in sieben Tagen erschuf. Die Juden feiern am siebten Tag der Woche Sabbat.Das Laubhüttenfest, Sukkot, dauert sieben Tage lang und alle sieben Jahre begehen die Gläubigen ein Festjahr. Eine siebenarmige Menora stand im ersten Stiftszelt in der Wüste und später im 1. Tempel, den König Salomon in Jerusalem erbauen ließ.
Die achtarmige Menora hat ihren Ursprung in der Geschichte vom „Ölwunder in Jerusalem“. Aus Anlass dieses Ereignisses feiern die religiösen Juden jedes Jahr im November/Dezember das Chanukkafest. Das Lichterfest dauert acht Tage lang. An jedem Tag wird mit der Kerze eines Armes des Leuchters eine neue Kerze angezündet, Segenswünsche gesprochen und fröhliche Lieder gesungen.
Es gibt auch neunarmige Chanukkja. Bei diesen Leuchtern werden die Kerzen mit der Mittelkerze des Leuchters angezündet, weshalb man diese Kerze auch „Diener“ nennt. Jede Kerze des Chanukkja erinnert an einen Tag des Wunders Gottes, das die Juden mit diesem Fest feiern.
Vor etwa 2000 Jahren eroberten sie nach vielen Kämpfen ihren Tempel in Jerusalem zurück, nachdem sie sich von der grausamen Herrschaft syrischer Eroberer befreit hatten.
Sie weihten ihren Altar wieder ein und zündeten dazu den siebenarmigen Tempelleuchter an. Obwohl der Leuchter nur noch Öl für einen Tag hatte, brannte das Licht dennoch acht Tage lang. Das hebräische Wort für Einweihung heißt „Chanukka“, daher hat das Fest der Hoffnung und der Freude über die Rettung seinen Namen und die Menora acht oder neun Lichter, anstelle der sieben Lichter der biblischen Menora.