 |
Vor allem aber in den islamischen Ländern sieht man den hohen Gebetsturm einer Moschee, das Minarett, schon von Weitem. Fünf Mal am Tag ruft ein Muezzin von diesem Turm aus alle Gläubigen zum Gebet auf.
Je nachdem, ob die Moschee in China, in der Türkei, in Westafrika oder in Spanien steht, besitzt eine Moschee ein oder zwei Minarette, eine oder mehrere Kuppeln oder mehrere kleinere Pavillons in einem schönen Garten. |
Am Eingang zu einer Moschee ziehen Muslime und Besucher die Schuhe aus, um keinen Straßenschmutz ins Innere hineinzutragen. Reinlichkeit ist im Islam das oberste Gebot. Deshalb besitzt auch jede Moschee einen Brunnen und Waschgelegenheiten für die rituelle Reinigung der Gläubigen vor den Gebeten. Die Gebetshalle ist mit Teppichen ausgelegt und ohne Bänke oder Stühle, denn für die muslimische Gebetshaltung stehen und knien die Gläubigen nebeneinander. Die Gebetsrichtung ist immer Mekka, wo das erste Gotteshaus des Islam, die Kaaba, steht. Auch die Gebetsnische, vor der ein Imam der Gemeinde vorbetet, steht in Richtung der Geburtsstadt Mohammeds. Die Moschee ist kein heiliger Ort, das Wort „Moschee“ heißt übersetzt „Ort der Niederwerfung“. Nur Allahs Weisungen sind heilig und somit der Koran, in dem seine Worte festgehalten sind. Deshalb darf ein Koranbuch vor der körperlichen Reinigung nicht berührt oder auf den Boden gelegt werden.
Da es im Islam verboten ist, sich ein Bild von Allah zu machen, zieren die Wände der Moscheen kunstvoll geschriebene arabische Verse des Korans. In größeren Gotteshäusern gibt es auch eine Kanzel, von der aus der Imam eine Predigt halten kann. Männer und Frauen halten sich in einer Moschee getrennt voneinander auf. Es gibt in vielen Moscheen Gebetsräume, zu denen nur die Frauen und Mädchen Zutritt haben.
In Berlin gibt es Krankenhäuser in denen christliche Kirchen stehen und zusätzlich Gebetsräume für Muslime, getrennt für Männer oder Frauen, zur Verfügung stehen, um so den Gläubigen verschiedener Religionen die Möglichkeit für ein Gebet zu geben. |