Nach Mohammeds Tod teilten sich die Muslime zunächst in Sunniten und Schiiten. Dabei ging es vor allem um die Frage, wer der Nachfolger Mohammeds werden durfte, wie der Koran ausgelegt und Allahs Worte gelebt werden sollen. Wie in anderen Religionen auch, bildeten sich im Laufe der Zeit und je nach Land die Glaubensgemeinschaften der Sufiten, der Aleviten und der Ahmadiyya.
… dass Reinheit das oberste Gebot im Islam ist?
Es wird zwischen reinen und unreinen Dingen unterschieden. „Halal“ sind reine und erlaubte Handlungen und Speisen. „Haram“ ist alles, was unrein und nach den Gesetzen des Koran verboten ist, wie zum Beispiel das Trinken von Alkohol oder das Betreten eines Gebetsraumes mit Schuhen. Auch das Essen von Schweinefleisch oder Produkten vom Schwein ist Muslimen aus Reinheitsgründen verboten.
… dass der Koran vorschreibt, dass sich Frauen und Männer entsprechend sittsam anziehen müssen? Die Verschleierung der Frauen oder das Tragen eines Kopftuches sind Auslegungen des Korans, die auf Grund der unterschiedlichen Sitten und Gebräuche in den einzelnen islamischen Ländern zustande kommen.
… dass Muslime nicht daran glauben, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist?
Für sie ist Jesus ein Prophet aus einer langen Reihe von Propheten. Mohammed ist „das Siegel“, der letzte Prophet, der den Willen Allahs verkündet hat.
… dass Muslime wie die Christen an die Auferstehung und das ewige Leben glauben? Im islamischen Glauben ist Gott barmherzig und gerecht, aber jeder Gläubige muss vor Gott für sein Leben Rechenschaft ablegen. Die Gebote und Weisungen Allahs sollen dem Gläubigen helfen, ein gutes und glückliches Leben zu führen.
… dass das höchste Fest der Muslime das Opferfest ist?
Es erinnert daran, dass Abraham für seinen Glauben sogar seinen eigenen Sohn geopfert hätte. An diesem Festtag wird in den Familien ein Schaf nach einem bestimmten Ritual geschlachtet. |
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