„O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und wascht eure Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustande der Unreinheit seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt, oder wenn ihr Frauen berührt habt und kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände ab. Allah will euch nicht mit Schwierigkeiten bedrängen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erfüllen, auf dass ihr dankbar sein möget.“
(aus dem Koran, Sure 5, Vers 6)
Damit sie auf einem sauberen Untergrund beten, rollen die Gläubigen einen Gebetsteppich aus. Er wird nur zu den Gebetszeiten vor und bei Sonnenaufgang, am Mittag, am Nachmittag und am späten Abend zu diesem einen Zweck benutzt. Die Gläubigen nehmen die Gebetshaltung ein und beginnen mit den
den Worten Allâhu akbar. Das bedeutet: Gott ist am größten. Es gibt ein festes Ritual und eine Reihenfolge in der Verse aus dem Koran nachgesprochen werden. Gleichzeitig ist jeder Abschnitt eines Gebets mit einer bestimmten Körperhaltung und Körperbewegung verbunden. Natürlich können Muslime neben den vorgeschriebenen Gebetszeiten zu Allah beten, wann sie wollen.
Jeden Freitag und an muslimischen Feiertagen kommen alle Gläubigen zum Gebet in der Moschee zusammen. Während des Gottesdienstes betet ein Imam der Gemeinde vor oder hält eine Rede über den Glauben. Ein Imam ein geistiger Führer, der gemeinsame Gebete leitet, Brautleute segnet oder für Verstorbene betet.
3. Saum – das Fasten, vor allem im Monat Ramadan
Im islamischen Kalender ist der neunte Monat der Monat Ramadan. In den vier Wochen dieses heiligen Monats, verzichten die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Zum Fasten gehört aber auch der Verzicht auf Tabak, laute Musik oder andere Dinge, die den Gläubigen von Allah und dem Gebet ablenken könnten. Nach Sonnenuntergang werden besonders gute und reichhaltige Speisen im Kreis der Familie und mit Freunden eingenommen.
Mit dem Zuckerfest wird das Fasten „gebrochen“ und das Ende Ramadans gefeiert.
Auch außerhalb des Fastenmonats können Muslime fasten, zum Beispiel als Buße.
4. Zakat – eine Almosengabe für arme Gläubige
Die Gläubigen, die Geld verdienen, sollen einen Teil ihres Einkommens an diejenigen spenden, die kein oder wenig Geld zu Verfügung haben.
5. Haddsch – einmal im Leben eine Pilgerreise nach Mekka
Wenigstens einmal in ihrem Leben sollen Muslime nach Mekka zur Kaaba reisen, um dort Allah zu verehren. Wer die Reise nach Mekka antritt, tut dies im zwölften Monat des islamischen Kalenders. Alle Gläubigen tragen in Mekka weiße Gewänder, um zu zeigen, dass es keine Unterschiede zwischen ihnen gibt.
Wenn Muslime diese fünf Pflichten erfüllen, erlangen sie Frieden und Allahs Segen im Diesseits und Jenseits. Islam bedeutet sich voll und ganz Allah und seinem Willen hinzugeben, ohne je an ihn oder seine Worte zu zweifeln.So, wie es in der Sure 2, Vers 115 des Korans geschrieben steht:
Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend.
In den Hadithe, den Erzählungen über Mohammed berichtet Ibn Hibban, ein Gelehrter:
Der Prophet antwortet auf die Frage, was Islam ist:
„Der Islam ist, dass du bezeugst, dass es keinen Gott gibt außer Allah und Mohammed ist sein Prophet. Islam ist, dass du das Gebet verrichtest und Almosen gibst und eine Pilgerfahrt machst, und dass den Fastenmonat einhältst“
…
Auf die Frage, was der Glaube ist, antwortet der Prophet:
„Der Glaube ist, dass du an Gott glaubst, an Seine Engel, Seine Bücher und an Seine Propheten, und dass du an das Paradies und die Hölle glaubst und an die Gerechtigkeit. Der Glaube ist, dass du an die Auferstehung nach dem Tod glaubst und daran, dass alles vorbestimmt ist, ob es gut oder böse ist.“ *
*(nach Ibn Hibban 1,199)
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