Mohammed gilt im Islam aber als der letzte große Prophet, der Gottes Wort direkt und arabischer Sprache empfangen hat. Das macht den Koran für sie sehr heilig und unveränderbar.
Es dauerte über 22 Jahre bis Mohammed alle Worte, Regeln und Weisungen von Gott erhalten hatte. Doch erst zwanzig Jahre nach seinem Tod wurde das Gehörte aufgeschrieben und die heilige Schrift des Islam entstand.
Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen
und bringt den Gläubigen,
die gute Taten verrichten,
die frohe Botschaft,
auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde.
(aus dem Koran, Sure 17, Vers 9)
Qu’ran ist arabisch und heißt so viel wie Vortrag oder Lesung. Das deutsche Wort dafür ist „Koran“. Er besteht aus 114 Kapiteln, den Suren, die in arabischer Sprache verfasst sind. Jede Sure hat einen eigenen Namen: Der Name der 1. Sure lautet Sie ist ein Gebet, ähnlich wie das christliche Vaterunser:
1. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
2. Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten
3. dem Allerbarmer, dem Barmherzigen
4. dem Herrscher am Tage des Gerichts!
5. Dir (allein) dienen wir, und Dich (allein) bitten wir um Hilfe.
6. Führe uns den geraden Weg
7. den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die(Deinen) Zorn erregt haben, und nicht (den Weg) der Irregehenden.
Jeder Gläubige soll aus dem Koran möglichst laut lesen, ganz gleichgültig welche Muttersprache er spricht.
Als das Wort Gottes und Quelle des Glaubens enthält der Koran alles, woran Muslime glauben und wovon sie überzeugt sind. Durch den Koran wird das religiöse Leben des einzelnen Gläubigen, das Leben in der Gemeinschaft und der Gottesdienst geregelt.
Wie im Judentum gibt es im Islam ganz genaue Gebetsanleitungen und Speisevorschriften, die im täglichen Leben von den Muslimen eingehalten werden müssen. |