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Meditation

 

Yoga, Mantra und Meditation

Seit tausenden von Jahren wird in Indien Yoga ausgeübt. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt Yogakurse und noch mehr Yogabücher. Yoga ist eine Mischung aus körperlichen Übungen, Lebensregeln und das Eintauchen in das eigene Selbst durch Meditation. Körper, Atem, Geist und Seele sollen durch Yogaübungen in Einklang gebracht werden.

Für die Hindu ist Yoga ein Weg zum Ziel moksha, der Erlösung.

Das Wort „Yoga“ stammt von dem Wort „yui“ aus dem Sanskrit ab und bedeutet „sich konzentrieren“.

Auch im Yoga gibt es verschiedene Richtungen und Anleitungen. Im Hinduismus ist jede Yogarichtung mit Lebensregeln wie Gewaltlosigkeit, ein bewusster Umgang mit Worten, Nicht-Stehlen, Keuschheit und ein Leben ohne Begierden verbunden.


Diese Vorschriften regeln das Verhalten gegenüber der Umwelt. Wer als Hindu den Yoga-Weg beschreitet, trägt aber auch eine Verantwortung gegenüber sich selbst. Daher gibt es auch Vorschriften zur Körperreinigung, Ernährung, Lebenseinstellung, Selbstbeherrschung und der Beschäftigung mit den heiligen Schriften.
Die körperlichen Übungen dehnen und straffen die Muskulatur und Bänder, kräftigen die Knochen und regen den Kreislauf an, damit die Lebensenergie im Körper frei fließen kann.

OM – das heiligste Mantra

Mantra-Laute - wie die heilige Silbe „Om“ – sind magische Silben im Hinduismus. Sie sollen durch ihre ständige Wiederholung bei der Konzentration und inneren Sammlung helfen. Mantras werden laut oder leise gesungen oder gesprochen.

OM Namo Narayana
(Mantra für Frieden und Harmonie)

Meditation – die Kraft des Geistes

Meditation ist eine Technik, mit der es gelingt, die Gedanken zu kontrollieren und das Gedankenkarussell zum Stillstand zu bringen. In fast allen großen Religionen ist diese Form des „In-Sich-Selbst-Versenkens“ ein Mittel, um tiefe religiöse Erfahrungen zu machen. Im Unterschied zum Schlafen ist der Geist während der Meditation noch hellwach und konzentriert. Eine sehr einfache Meditationstechnik ist das Zählen der Atemzüge.

Atemmeditation

1. Setze dich gerade auf einen Stuhl oder in den Schneidersitz mit einem Kissen auf den Boden. Lege deine Hände locker auf deine Oberschenkel. Die Haltung sollte für dich so bequem wie möglich sein. Schließe deine Augen, entspanne dich und atme ganz ruhig durch die Nase ein und aus.

2. Nun richte deine ganze Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Zähle im Geist
1 beim ein- und ausatmen, 2 beim ein- und ausatmen, 3 beim ein- und ausatmen bis du bei 5 angelangt bist. Dann fange wieder vorne an 1 einatmen/ausatmen …

3. Fühl, wie die Luft beim Atmen ein- und ausströmt. Sobald du merkst, dass dich ein Gedanke vom Zählen ablenkt, konzentriere dich wieder bewusst auf das Zählen und Atmen. Mit ein wenig regelmäßiger Übung wird es dir bald gelingen, deine Gedanken zu überlisten. Meditiere so lange, wie es dir dabei gut geht, ohne einen sportlichen Ehrgeiz zu entwickeln.

Text: Nicole Potthoff

       
 
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