Erst um 1.300 v. Chr. sollen die ersten Überlieferungen in der indischen Sprache Sanskrit niedergeschrieben worden sein. Zuvor wurden die Lieder, Gedichte und Texte mündlich von Priester zu Priester weitergegeben. Das war bei der großen Textmenge der Veden eine ganz außergewöhnliche Leistung. Die Veden sind ein riesiger Wissensschatz. Sie geben Antworten auf die wichtigsten Fragen der Menschheit:
Wer bin ich?“
„Wo komme ich her?“
„Was geschieht nach dem Tod?“
„Was ist der Sinn des Lebens?“
Gleichzeitig sind sie angefüllt mit den Jahrtausend alten Erkenntnissen über Astrologie, Mathematik, Politik, Medizin und Architektur.
Die Bhagavad-Gita ist ein Gedicht aus einem altindischen Heldengedicht und in etwa so alt wie die ersten Schriften der Veden. „Bhagavad Gita“ heißt „Göttlicher Gesang“. Die Verse sind ein Zwiegespräch zwischen der Wiedergeburt des Gottes Krishna, als Lehrer und seinem Schüler Arjuna. Darin erklärt Krishna, wie ein Mensch mit sich und seiner Umwelt in Harmonie leben kann, wie er seine Fähigkeiten entdeckt und am sinnvollsten nutzt und wie er zu sich selbst und Gott findet.
man-mana bhava mad bhakto
mad-yaji mam namaskuru
mam evaisyasi satyam te
pratijane priyo si me
Denke immer an Mich, werde Mein Geweihter, verehre Mich und bringe Mir deine Ehrerbietungen dar. Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu Mir kommen. Ich verspreche dir dies, weil du Mein inniger Freund bist.
Bhagavad-Gita, Vers 18.65 |