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Heilige Kuh

Die heiligen Kühe

Gott ist überall, daran glauben die Hindus. Deshalb ist er auch in jedem Tier. Die Kuh ist den Indern besonders heilig, denn gilt als Spenderin der fünf heiligen Gaben: dem Ghee, einer Art Butterschmalz, dem Mist als Brennmaterial und Dünger, dem Urin mit seiner heilenden Wirkung und dem Joghurt-Getränk Lasshi.

Ihre Verehrung verdankt die Kuh vor allem aber der Legende, dass der Gott Krishna als Hirtenjunge mit einer Kuhherde heranwuchs.Seither wird sie wie eine Mutter verehrt, aber nicht angebetet wie eine Göttin.

Wer eine Kuh tötet, begeht einen Mord, der mit einem schlechten Karma bestraft wird.

Die Kühe dürfen nicht behindert oder geschlachtet werden. In den Städten und auf den Dörfern bewegen sich die Tiere überall frei herum. Im Straßenverkehr in den Städten haben die Kühe immer Vorfahrt. Meistens haben ihre Besitzer kein Geld mehr, um sie zu versorgen. Da trifft es sich ganz gut, dass die Kühe auch die Abfälle der Stadt fressen, von denen es reichlich gibt.

Mit Futtergaben der Stadtbewohner und den Abfällen überleben die Tiere sogar im Stadtdschungel.

Am Ende ihres Lebens kommen sie dann in einen gaushala, einer Art Altenheim für Kühe, den es erst seit einigen Jahren in Indien gibt.

Der Name des nebenstehenden Gaur stammt übrigens von den Hindi.

Gaur

Text: Nicole Potthoff

       
 
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