Der Glaube ist also das Vertrauen darauf, dass es eine unsichtbare Macht gibt, die die Hoffnungen der Menschen erfüllen wird, auch wenn sie diese Macht nicht sehen. Im christlichen Glauben ist diese Macht Gott. In vielen tausend anderen religiösen Bewegungen auf der Erde können es auch verschiedene Götter und Geistwesen sein, die als Naturkräfte wirken und den Menschen mit Lehren und Regeln Halt geben. Im Glauben finden Menschen Erfüllung, Kraft und Trost.
Was ist Religion?
Der Glaube ist der Boden, auf dem auf dem die Pflanze Religion ihre Wurzeln schlagen und wachsen kann. Das Wort Religion stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Gottesfurcht“ und meint damit die Verehrung von etwas Heiligem, dass sowohl ein Gott als auch Gottheiten oder etwas Göttliches sein kann.
In der Religion folgen die Menschen einem festgelegten Glauben - z. B. an einen Gott - und bekennen sich zu diesem Glauben durch die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft von Gläubigen, mit Gebeten, Gottesdiensten, Festen und anderen Ritualen. Schriften und Lehren einer Religion erklären die Welt und geben Regeln für den Alltag, das Zusammenleben der Menschen und zum Umgang mit der Erde vor. Menschen, die eine Religion gegründet haben, werden als Religionsstifter bezeichnet, wie Budhha, Konfuzius oder Muhammad. Es gibt etwa 10.000 Religionen auf der ganzen Welt. Dazu gehören kleine Stammesreligionen, wie sie die Indianer und Völker vor allem in Afrika, Südasien und Südamerika auch heute noch ausüben und die sechs Weltreligionen, die viele Gläubige und einen großen Einfluss haben. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich außerdem weltweit viele neue Religionen gegründet, die Abspaltungen von traditionellen Religionen sind.
In unserem Religionen-Spezial wollen wir euch die sechs Weltreligionen ein wenig näher bringen: den Hinduismus, die chinesische Religion, den Buddhismus, das Judentum, das Christentum und den Islam.
Text: Nicole Potthoff |