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Geburtsstätte Jesus

Jesus Christus – Gottes Sohn und Heiland der Menschen

Im Neuen Testament der Bibel stehen spannende Geschichten über das Leben und Wirken Jesus Christus.

Geschichtsforscher und Archäologen beschäftigen sich noch heute mit dem Mann, der Jesus von Nazareth hieß und als „Gesalbter Gottes“ die Welt veränderte. Mit seiner Geburt beginnt eine neue Zeitrechnung.

Mehr als 500 Jahre nach Jesus Geburt beschloss ein römischer Abt, dass der bis dahin geltende Kalender geändert werden müsse. In seinen Augen war dieser Kalender das Werk von Ungläubigen. Da er ein frommer Christ war, wollte er, dass die neue Zeitrechung mit der Geburt Jesus Christus beginnt. Also rechnete er -vom Jahr 541 an - rückwärts.

Wie sich später herausstellte, hat er damit allerdings das Geburtsjahr um vier bis sechs Jahre verschoben. Mit Beginn der neuen Zeitrechnung war Jesus wahrscheinlich bereits vier bis sieben Jahre alt.

Jesus wird nicht wie Buddha in einem Palast geboren. Seine Geburtsstätte soll ein einfacher Stall in Bethlehem gewesen sein, so berichtet es der Evangelist Lukas.
Er stammt auch nicht aus einer Kaufmannsfamilie wie Mohammed. Jesus Eltern sind einfache Leute, die dem jüdischen Glauben angehören. Sein Vater Josef ist Zimmermann. Seine Mutter Maria war bei der Hochzeit sehr viel jünger als ihr Mann, weshalb Josef die Schwangerschaft zunächst gar nicht recht glauben konnte. Nur gut, dass die Engel Gottes alles erklären konnten.

Ein Engel ist es auch, der den jüdischen Hirten die frohe Botschaft von Jesus Geburt verkündet:

„Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zuteil werden soll.
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.
 Er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen:
 Ihr werdet ein Kind finden,
das in Windeln gewickelt,
in einer Krippe liegt.“

Heilige drei Könige Nicht nur die Hirten machen sich auf den Weg, um ihren Retter zu finden. Drei Gelehrte aus dem fernen Osten, Caspar, Melchior und Balthasar, folgen einem Stern, um den neuen Heiland zu ehren. Bis dieser kleiner Junge jedoch viele Menschen in seinen Bann ziehen wird, werden erst noch 30 Jahre vergehen.

Jesus wächst mit seinen jüngeren Geschwistern in Nazareth auf. Vermutlich erlernt er den Beruf des Zimmermanns und übt ihn auch einige Jahre aus. Als er etwa 30 Jahre alt ist, zieht er für 40 Tage ganz allein in die Wüste. Dort ist er der Hitze des Tages und der Kälte der Nacht völlig schutzlos ausgeliefert. In dieser Zeit soll er weder etwas gegessen, noch getrunken haben. Doch anstatt wie Buddha die Erleuchtung zu finden, wird Jesus von vielen Gedanken gequält, die ihm fast das Leben kosten. Er erkennt in der Einsamkeit aber auch den Weg, den Gott für ihn vorgesehen hat.

Erst nach seinem Aufenthalt in der Wüste beginnt Jesus den Menschen vom Reich Gottes zu erzählen. Am See Genezareth spricht er einige Fischer an. Die sind von seinen Worten so begeistert, dass sie alles stehen und liegen lassen, um mit ihm zu gehen. Gemeinsam wandern sie durch Galiläa. Jesus predigt von Gottes Liebe, aber auch von der Nächstenliebe und dem Mitgefühl. Er mischt sich sein, wenn es irgendwo Streit gibt und rettet eine Ehebrecherin vor der Steinigung. Er heilt Kranke und soll einige Wunder vollbracht haben. Dem frommen Juden Jesus geht es nicht darum, eine neue Religion zu gründen. Er legt die religiösen Regeln des Judentums nur anders aus. Das gefällt nicht allen Leuten.

Trotzdem wächst die Zahl seiner Anhänger von zu Tag zu Tag, von Predigt zu Predigt. Die jüdischen Priester und Schriftgelehrten empfinden den Zimmermann aus Nazareth als Bedrohung. Was, wenn das Volk ihnen nicht mehr zuhört? Wie kann dieser Mensch das Jahrtausende alte Ritual des Tieropfers in Frage stellen?
Warum hat er etwas gegen Tempelgebühren und den Verkauf von religiösen Andenken vor dem Jerusalemer Tempel? Diesem Rebellen scheint in den Augen der Priester nichts mehr heilig. Er behauptet sogar, Gottes Sohn zu sein!

Nein, das können sich die Hohepriester nicht gefallen lassen, aber verurteilen und bestrafen können sie Jesus auch nicht. Die Römer beherrschen das Land. Ein Urteil kann nur der römische Statthalter von Judäa sprechen: Pontius Pilatus.
Aber die Priester können Anklage wegen „Gotteslästerung“ gegen Jesus erheben und das tun sie auch. Er wird von seinem Jünger Judas verraten und verhaftet. Pontius Pilatus verurteilt ihn zum Tod durch Kreuzigung. Da der Sabbat bevorsteht, muss plötzlich alles ganz schnell gehen.

Noch am selben Tag wird Jesus von Nazareth auf dem Hügel Golgatha außerhalb von Jerusalem ans Kreuz geschlagen. Nur seine Mutter Maria, einige andere Frauen und sein Jünger Johannes sind bei ihm, als er stirbt. Bevor die Sabbatruhe beginnt wird sein Körper in eine Grabstätte gebracht, die nach jüdischer Sitte mit einem großen, schweren Stein verschlossen wird. Als Maria Magdalena am Sonntag mit anderen Frauen zum Grab kommt, ist es leer, denn:

Jesus Christus, der Gesalbte, ist auferstanden!

Willst du wissen, wie das Christentum nach der Auferstehung Jesus entstanden ist?
Dann schaue hier!

Text: Nicole Potthof

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