Sie wurden als Erstes vom Hebräischen ins Griechische übersetzt.
Die allermeisten Teile des Alten Testament stimmen mit dem Tanach, den heiligen jüdischen Schriften überein.
Darin werden die Geschichte und Religion des Volkes Israel erzählt.
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Im Neuen Testament berichten die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes über das Leben und die Lehren Jesus Christus. Sie sind in der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts niedergeschrieben worden. In der Apostelgeschichte wird erzählt wie das Christentum gewachsen ist. Daneben gibt es noch ein ganze Reihe von Lehrbriefen, Lobpreisungen, Liedern und Offenbarungen.
Die Bibel enthält eine Fülle spannender Geschichten, die zuweilen blutrünstig und sehr brutal sind. Dennoch werden mit einfachen Worten und vor allem mit Bildern, die sich die Menschen früher gut einprägen konnten, Gottes Vielfalt und Güte dargestellt. Am Ende wird für den, der glaubt, alles richtig und gut. Das ist eine der Botschaften der Bibel.
Die wortreichen „Bilder“ der Bibel haben aber auch zu allen Zeiten Kopfzerbrechen bereitet und für Missverständnisse gesorgt. Auch in den Übersetzungen aus den alten Sprachen Hebräisch, Aramäisch, Griechisch, Syrisch oder Latein fanden sich immer wieder neue Auslegungen der Bibeltexte. Das führt bis heute zu Wortgefechten zwischen den Religionen, Wissenschaftlern, Theologen und den Kirchen.
Latein war im christlichen Europa die wichtigste Sprache des Mittelalters. Alles Wissen wurde in lateinischer Sprache festgehalten. Schriften, Bücher, Verträge, Verordnungen und Gesetze wurden in lateinischer Sprache verfasst. Dazu gehörte auch die Bibel. Im Mittelalter konnten aber nur Mönche und einige reiche Edelleute lesen und schreiben. Das „Wissen der Welt“ war damit nur sehr wenigen Menschen zugänglich. Das Verfassen von Schriften und Büchern war eine mühselige und zeitaufwendige Handarbeit, die in Europa meistens in den Schreibstuben oder Bibliotheken der Klöster erledigt wurde.
Damit sich dies ändern und ein neues Zeitalter beginnen konnte, mussten erst zwei Dinge eintreten:
In Europa verbesserte und vereinfachte Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert das Drucken mit Metallbuchstaben. Damit wurden Bücher für viele Menschen zugänglich, denn von nun an konnten Schriften in weitaus kürzerer Zeit und beliebig oft vervielfältigt werden.
Außerdem übersetzte Martin Luther die Bibel in die deutsche Sprache. Dafür brauchte er zwar ein paar Jahre, aber 1534 erschien die erste vollständige deutsche Bibel. Jetzt konnten auch einfache Leute in ihrer Muttersprache lesen und schreiben lernen. Religion und Schule waren damit zunächst für ein paar Jahrhunderte untrennbar miteinander verbunden.
Text: Nicole Potthof
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