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Johannes der Täufer

Die Taufe – „Ja!“ zu Jesus Christus

Johannes war in der Wüste.
Er predigte von der Taufe, mit der Sünden wieder gut gemacht werden.
Und alle Menschen aus dem jüdischen Land und die von Jerusalem gingen zu ihm hinaus und ließen alle von ihm im Jordan taufen und bekannten ihre Sünden.

(nach Markus 1, Vers 4-5)

Johannes der Täufer hat die Taufe ins Leben gerufen, man könnte auch sagen, er hat sie entdeckt und an die Menschen weitergegeben.

Johannes lebte als Einsiedler in der Wüste, bevor er an den Fluss Jordan kam. Er war der Prophet, der dem jüdischen Volk die bevorstehende Ankunft des Messias verkündete. Er selbst bezeichnete sich als Stimme, die in der Wüste ruft: „Ebnet den Weg für den HERRN, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.“ *

Damit die Menschen auf die neue Zeit des Friedens und der Gerechtigkeit vorbereitet waren, sollten sie ihre bisherigen schlechten und falschen Lebensweisen im Wasser des Jordans abwaschen. Von allen Sünden befreit und mit einem reinen Gewissen konnten sie so in das kommende Reich Gottes eintreten. Und die Menschen folgten dem Ruf des Johannes – auch Jesus der Nazarener.

Als Jesus zu Johannes an den Fluss kam und sich taufen ließ, öffnete sich der Himmel und eine Stimme sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“** In diesem Moment offenbarte sich die Aufgabe und die Göttlichkeit von Jesus vor den vielen anderen Menschen, die ebenfalls gekommen waren, um sich taufen zu lassen.

Nach seiner Auferstehung spricht Jesus zu seinen Jüngern die Worte:

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Darum gehet hin und lehret alle Völker
und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

(aus Matthäus, Kapitel 28, Vers 18-19)

Auch heute noch werden Kinder und Erwachsene im Taufgottesdienst mit den Worten getauft:
Ich taufe dich
auf den Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Die Taufe ist das Zeichen der Verbindung zwischen Gott und dem Täufling. Sie ist das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen. Auf seinem Glaubensweg stehen dem Täufling Taufpaten mit Rat und Tat zur Seite.

Wenn also jemand in Christus ist,
dann ist er eine neue Schöpfung:
Das Alte ist vergangen,
 Neues ist geworden.

(aus 2. Korinther 5,17)

Eine ganz besondere Taufe für größere Kinder und Erwachsene ist die Ostertaufe in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. Dieser Brauch ist uralt und früher war die Osternacht der einzige Tauftermin im Jahr. Die Taufe in der Osternacht soll daran erinnern, dass Jesus den Tod besiegt und das Licht zurück in die Welt gebracht hat. Und so wie Jesus Christus auferstanden ist, beginnt für den getauften Christen mit seinem Bekenntnis zu Gott auch ein neues Leben.

* aus Johannes, Kapitel 1, Vers 23
** aus Markus, Kapitel 1, Vers 11

Text: Nicole Potthof

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