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Das Sakrament – ein religiöses Geheimnis
Ein Sakrament ist eine heilige Handlung, eine besondere Zeremonie im Christentum. Mit dieser Handlung wird Gott und seine Kraft für die Gläubigen spürbar.
In der evangelischen Kirche werden zwei Sakramente gespendet: die Taufe und das Abendmahl, da diese beiden Rituale in der Bibel genannt werden. |
Denn der HERR Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,
dankte und brach es und sprach:
Nehmet, esset, das ist mein Leib,
der für euch gebrochen wird;
solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl
und sprach:
Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut;
solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.
(aus 1. Korinther, Kapitel 11 Vers 23 bis 25)
Ein katholischer Christ kann sieben Sakramente von einem geweihten Priester empfangen. Neben der Taufe und dem Abendmahl gehören die Beichte, die Firmung, die Eheschließung, die Weihe zum Priester oder Bischof und die Salbung eines Kranken zu den sichtbaren Zeichen des lebendigen Glaubens. Bei einer Salbung zeichnet ein Priester mit einem geweihten Öl das Kreuzzeichen auf die Stirn und die Hände des Gläubigen, während er gleichzeitig ein besonderes Gebet spricht. Mit der Salbung sollen alle Sünden vergeben und der kranke Mensch getröstet und gestärkt werden.
Mit dem Abendmahl danken Christen Gott für seine Taten und erinnern sich an den Tod und die Auferstehung Jesus Christus.
Der Leidensweg Jesu Christi ist eine Folge wichtiger Ereignisse und beginnt damit, dass die religiösen Führer in Jerusalem seinen Tod beschließen. Jesus von Nazareth hatte sie kritisiert und außerdem waren die Priester eifersüchtig, weil so viele Menschen auf ihn hörten. Bei der letzten gemeinsamen Mahlzeit am Pessachfest erzählte Jesus seinen zwölf Jüngern von dem bevorstehenden Verrat, seiner Verhaftung und der Kreuzigung. Doch sie wollten es nicht glauben. Und doch geschah es genau so, wie Jesus gesagt hatte: Judas, einer der zwölf Jünger, verriet Jesus bei den Hohepriestern für 30 Silberlinge, in dem er ihnen sagte, wo sie Jesus finden würden. Daraufhin wurde Jesus im Garten Gethsemane von Soldaten der Tempelwache verhaftet. Innerhalb eines Tages wurde Jesus vor dem Hohen Rat verhört und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tod am Kreuz verurteilt. Auf dem Hügel Golgatha vor den Mauern Jerusalems wurde Jesus am Freitag gekreuzigt. Er starb noch am selben Abend und sein Leichnam wurde nach jüdischer Sitte in ein Felsengrab gelegt, das mit einem schweren Stein verschlossen wurde. Als Maria Magdalena am Sonntag mit anderen Frauen zum Grab kam, war es leer. Obwohl die Menschen traurig waren und zweifelten, waren der Glaube und die Freude viel größer: „Jesus Christus ist auferstanden!“ Aus Jesus von Nazareth wurde Jesus Christus, was übersetzt heißt Jesus, der Gesalbte.
Brot und Wein sind die Symbole für den Körper und das Blut Jesus Christus, das er für die Menschen vergossen hat. In der katholischen Kirche wird das Abendmahl Eucharistie genannt. Während der heiligen Zeremonie „wandeln“ sich das Brot und der Wein in den wahrhaftigen Laib und das Blut Jesus. Außerdem dürfen in der katholischen Kirche nur geweihte Priester die Sakramente spenden.
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