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China

Chinesische Religionen – Wusstest du, …?

… dass man das Vermischen verschiedener Religionen Synkretismus nennt? In China sind die Religionen Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus zur Lehre der „drei Wege“ geworden. Alle drei Religionen ergänzen einander und haben das gleiche Ziel: das friedliche Zusammenleben der Menschen.

Daher spricht man auch von der chinesischen Religion statt von den chinesischen Religionen.

Die Spaltung einer Religion eine neue Lehre und Glaubensgemeinschaft nennt man dagegen Schisma.

… dass etwa 400 Millionen Menschen vor allem in Süd-, Ost – und Südostasien Anhänger der traditionellen chinesischen Religionen sind? Davon sind etwa 385 Millionen Menschen Anhänger des Daoismus und etwa 6,1 Millionen Menschen Anhänger der Lehren Konfuzius.

… dass in der Zeit der chinesischen Kulturrevolution (1966 -1976) die Ausübung einer Religion verboten war? Anhänger aller Religionen wurden verfolgt, ihre Tempel- und Gebetsstätten zerstört und Priester verhaftet. Konfuzianer, Daoisten, Buddhisten, Christen, Muslime und viele andere Religionsanhänger durften ihre Religionen nicht mehr öffentlich ausüben. Erst seit wenigen Jahren gibt es wieder eine eingeschränkte Religionsfreiheit in China.

… dass von den über 1,3 Milliarden Bewohnern Chinas etwa 300 bis 400 Millionen Menschen einer Religionsgemeinschaft wie dem Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Lamaismus, Christentum oder dem Islam angehören? Diese Zahlen wurden erst 2007 im chinesischen Staatsfernsehen bekannt gegeben.

… dass im chinesischen Volkglauben die verstorbenen Ahnen als Geister weiterleben? Wer seine toten Ahnen ehrt, wird von ihnen beschützt.
Die Ahnenverehrung nennt man auch Ahnenkult. In China ist der Ahnenkult eine sehr alte Tradition, die es bereits vor den Lehren Konfuzius und Laotses gab.

… dass im daoistischen Glauben ein Mensch durch das Ausüben des Dao unsterblich werden kann? Die Daoisten glauben an die Acht Unsterblichen, von denen jeder für einen anderen Bereich des Lebens zuständig ist. In früheren Zeiten glaubten die Daoisten, dass sie ein Getränk erfinden könnten, mit dem sie die Unsterblichkeit erlangen würden.

… dass Konfuzianer und Daoisten an Götter glauben? Der Glaube an Götter und Geister ist in China weit verbreitet. Shoulao ist der Gott der Langlebigkeit. Kuan Yin ist in China eine buddhistische Göttin und gilt als Schutzgöttin der Kinder. Es viele Götter, die den einzelnen Gläubigen persönlich schützen und in Notzeiten helfen sollen. Buddha wird, wie viele Boddhissattvas, in China wie ein Gott verehrt.

… dass Konfuzius für die chinesischen Buddhisten ein Boddhissattva, ein Heiliger auf dem Weg zum Buddha, ist?

… dass es daoistische und konfuzianische Tempel gibt, in denen die Menschen beten, meditieren oder ein Priester einen Gottesdienst abhält?

… dass die Urreligion in Japan Shintoismus oder Schintoismus genannt wird? Shinto ist chinesisch bedeutet so viel wie „Weg der Götter“. Dieser Begriff hat sich statt des japanischen Begriffs „Kami no michi“ eingeprägt. Götter und Geister, die die Welt beseelen und alles durchdringen heißen Kami. Sie sollen übernatürliche Kräfte besitzen und die Gläubigen millionenfach umgeben. Zu den Kami gehören auch die Seelen der Verstorbenen. Die Götter leben in Japan auf Berggipfeln wie dem Fujiyama, in den Wäldern und am Meer. An besonders schönen Stellen in der Natur werden Schreine zur Verehrung der Götter errichtet.

… dass Yin und Yang auch eine Bedeutung für die Gesundheit eines Menschen haben? Die Chinesen glauben, dass Krankheiten durch das Ungleichgewicht von Yin und Yang entstehen. Die Akupunktur, das Behandeln von Krankheiten mit sehr feinen, dünnen Nadeln, hat in China eine zweitausend Jahre alte Tradition. Nach der chinesischen Medizinlehre fließt die Lebensenergie im Körper eines Menschen durch zwölf Leitbahnen, den Meridianen. Diese Leitbahnen sind nicht mit den Blutbahnen zu verwechseln. Jede Leitbahn wird einem Organ zugeordnet wie z. B. das Lebermeridian der Leber. Krankheiten werden als Störung des Energieflusses durch einen Energiestau oder als Blockade innerhalb der Leitbahnen angesehen und mit den Nadeln entsprechend behandelt. Das piekt kurz beim Einstechen der Nadel in die Haut und tut ansonsten nicht weh.
Auch unzählige Heilkräuter gehören zur chinesischen Apotheke, die als Sud oder Aufguss zubereitet werden und wie ein Tee getrunken werden.

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