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Buddhismus – Wusstest du schon, …?
… dass es nicht nur einen Buddha gab und geben wird?
„Buddha“ heißt übersetzt „der Erwachte“.
Menschen, die Dinge so sehen, wie sie sind und aus der Unwissenheit darüber „erwachen“, nennt man Buddha. Deshalb gab es vor und nach dem historischen Buddha, dem Prinzen Siddharta Gautma, andere Buddhas. Doch nur die Lehren des historischen Buddha wurden verbreitet, er setzte das „Rad der Lehre“ in Bewegung. |
Jeder Buddha zeichnet sich dadurch aus, dass er keine Fehler hat, ein Leben voller Mitgefühl führt, unvoreingenommen ist und keine Unterschiede zwischen den Lebewesen macht. Im Lotus-Sutra, einer Lehrschrift des Mayahana-Buddhismus, heißt es sogar, dass jeder Mensch, der Buddha auf seinem Weg folgt, ein Buddha werden kann.
| … dass der kleine dicke Buddha außerdem ein chinesischer Glücksbuddha ist und mit der Darstellung des ranken und schlanken historischen Buddhas nichts zu tun hat? Die Figur des kleinen dicken Buddhas mit nacktem Bauch und strahlendem Gesicht soll zum Beispiel die Wiedergeburt des „Buddhas der Zukunft“, des Maitreya darstellen. Es heißt aber auch die Figur des Glücksbuddhas gehe auf den sagenumwobenen Chan-Mönch Pu-Tai zurück. Dieser Mönch soll im 10. Jahrhundert in China gelebt haben und besonders fröhlich und großzügig gewesen sein. Er wanderte mit einem großen Bettelsack umher und verteilte daraus Geschenke an Kinder. |
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… dass die langen Ohrläppchen an den Statuen des historischen Buddhas ein Zeichen seines Verzichts auf Reichtum sind? Als Sohn eines indischen Adeligen trug er vor seiner Pilgerreise schwere Goldohrringe, die seine Ohrläppchen vergrößerten und herunterzogen. Als bettelnder Mönch trug er die Ohrringe selbstverständlich nicht mehr, seine Ohrläppchen blieben aber trotzdem lang.
… dass die Erhöhung auf dem Scheitel der Buddhafiguren als Zeichen der Weisheit und Allwissenheit gilt? Er wird auch „Weisheitshöcker“ genannt. Das „dritte Auge“, der Punkt zwischen den Augen, wird als das „Auge der Weisheit“ bezeichnet.
Buddha soll bereits bei seiner Geburt 32 Merkmale eines heiligen, weisen Mannes aufgewiesen haben. Einige dieser Merkmale finden sich daher in den Buddhastatuen.
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… dass die Haltung der Hände einer Buddhastatue unterschiedliche Bedeutungen haben? Die Geste und Haltung einer Hand wird Hand-Mudra genannt.
Eine geöffnete, nach unten weisende Hand wird zum Beispiel die „Geste der Wunschgewährung“ genannt. |
Die "Geste der Lehre und Erklärung“ ist die wohl bekannteste. Mit Daumen und Zeiger wird das „Rad der Lehre“ gezeigt.
Hand-Mudras werden auch Fingeryoga genannt und sollen eine beruhigende oder sogar heilende Wirkung haben. Wir kennen ebenfalls Handgesten wie das Daumendrücken oder die Hände zum Gebet falten. |
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... dass die Hindus glauben, der historische Buddha sei die letzte Wiedergeburt ihres Gottes Vishnu? Die Buddhisten glauben allerdings nicht daran.
… dass es im Buddhismus auch Götter gibt? Allerdings gibt es keinen Schöpfergott und die Götter haben auch keinen großen Einfluss darauf, ob ein Mensch eines Tages ins Nirwana eingeht. Es gibt aber eine „Erinnerung“ an die Götter, die sich dadurch erklärt, dass der Buddhismus aus dem Hinduismus entstanden ist. In einigen asiatischen Ländern wird Buddha selbst wie ein Gott verehrt.
… dass die Zahl der Buddhisten in Deutschland auf 245.000 Menschen geschätzt wird? Von Indien aus hat sich der Buddhismus zunächst in Zentral- und Südasien, Japan und Korea verbreitet. Es gibt Hinweise darauf, dass der Buddhismus bereits in der Antike auch im westlichen Teil der Welt angekommen war. Aber erst im 20. Jahrhundert fand der Buddhismus auch im Westen Anhänger, die diese Religion ausüben wollten.
… wie man Buddhistin oder Buddhist wird?
Man wird Buddhistin oder Buddhist in dem man die „Dreifache Zuflucht“ nimmt:
"Ich nehme Zuflucht zu Buddha,
ich nehme Zuflucht zu seiner Lehre,
ich nehme Zuflucht zu seiner Gemeinde." |
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