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Tempel, Stupas und Pagoden – oder wie und wo Buddhisten Buddha verehren
Der Tempel ist auch für Buddhisten eine wichtiger Ort der Verehrung Buddhas und der Zusammenkunft.
In allen Tempeln und Tempelanlagen stehen riesengroße oder kleine Statuen, die Buddha sitzend oder liegend darstellen. Dort legen die Gläubigen ihre Opfergaben ab, meditieren gemeinsam oder rezitieren heilige Mantras. |
In tibetischen Klöstern stellen die Mönche für bestimmte Rituale große, bunte Mandalas aus Sand her, die sie nach dem Ritual wieder zerstören. Ein bekannter Wallfahrtsort für Buddhisten ist der Mahabodhi-Tempel in Indien. Er wurde an dem Ort errichtet, an dem Buddha unter dem Feigenbaum die Erleuchtung erlangt hat. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam verbrannt und die Asche unter seinen Jüngern aufgeteilt. Die Jünger zogen an verschiedene Orte Indiens und bestatteten dort die sterblichen Überreste Buddhas. Über dem jeweiligen Bestattungsort bauten die Jünger kuppelförmige Grabmale, so genannten Stupas. Stupas gibt es in allen möglichen Größen, auch unabhängig davon, ob sie tatsächlich eine Reliquie beherbergen oder nicht. Es gibt kleine Stupas für den Hausaltar, aber zum Beispiel auch den riesigen Stupa Borobudur auf der Insel Java.
In China, Japan und Korea errichteten die Anhänger Buddhas prachtvolle Pagoden mit mehreren übereinander liegenden Dächern, in denen heilige Reliquien aufbewahrt werden.
| Durch Meditation und dem ständigem Wiederholen der Lehrsätze oder Mantras finden Buddhisten die nötige Achtsamkeit und Konzentration, um ihre Religion im Alltag auszuüben. Sie können allein oder in einer Gemeinschaft meditieren, im Tempel oder in den eigenen vier Wänden. Viele Familien haben einen Hausaltar mit einer Buddhastatue und anderen religiösen Kultgegenständen. |
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Die tibetischen Buddhisten haben Gebetsmühlen und Gebetsketten mit 108 Perlen aus Jade oder Elfenbein. Die Perlen der so genannten Malas helfen beim Abzählen der Mantras. Die Gebetsmühlen enthalten eine Schriftrolle mit dem Mantra „om mani padme hum“, dem Mantra des Mitgefühls. Übersetzt bedeutet der Text so viel wie „Gegrüßt seiest du, Juwel im Lotus“. Mit jeder Umdrehung der Gebetsmühle wird gutes Karma angehäuft.
Die Lotusblume ist ein wichtiges Symbol im Buddhismus. Sie steht für das geistige Wachstum, denn ihre Stängel und Blüten wachsen aus schlammigen Grund immer der Sonne entgegen, ohne je vom Schlamm beschmutzt zu werden. Lotusblumen gehören deshalb auch zu den wichtigsten Opfergaben.
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Vielleicht hast du in einem Film über Tibet schon einmal die vielen bunten Papierfahnen in den Farben rot, weiß, gelb und grün gesehen, die entlang eines Weges oder in den Tempelanlagen im Wind flattern. Auf jeder einzelnen Fahne stehen Mantras, die mit dem Wind Glücks- und Segenswünsche in alle Welt „tragen“. |
Im Alter von acht oder neun Jahren können Jungen als Mönchsschüler in buddhistische Klöster eintreten. Sie lernen dort das klösterliche Leben, die Lehren Buddhas, Rituale, Meditation und in manchen Klostergemeinschaften auch asiatische Kampfsportarten. Nach etwa zehn Jahren können sie sich zum Mönch weihen lassen. Das heißt aber nicht, dass sie ihr Leben lang im Kloster bleiben müssen.
| In einigen Richtungen des Buddhismus können auch Frauen in Klöster eintreten und Mitglieder des Sangha, der Gemeinschaft, werden.Das Leben in einem buddhistischen Kloster ist sehr einfach. Die Mönche tragen eine schlichte Kleidung, meist ein Gewand aus einem großen Tuch, gehen barfuss oder laufen in Sandalen.Das Essen - oder das Geld für das Essen - Klosterbewohner wird jeden Tag von Gläubigen gespendet. |
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Der Morgen im Kloster beginnt schon um vier Uhr mit einer Meditation. Zum Alltag der Gemeinschaft gehören auch die Hege und Pflege von Haustieren, Arbeiten im Klostergarten und Hausarbeiten im und um das Kloster herum. Trotz des geregelten Alltags bleibt den jungen Mönchen aber noch genügend Zeit zum Spielen. |