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Die heiligen Schriften

Zunächst wurden die Reden Buddhas über Jahrhunderte nur mündlich überliefert. Erst nach seinem Tod hielten Mönche und Nonnen dreimal eine Zusammenkunft ab, um sich darüber zu einigen, was niedergeschrieben werden sollte. Etwa im 1. Jahrhundert v. Christus wurden die ersten Texte in Pali, einer Sprache die mit dem indischen Sanskrit verwandt ist, auf Palmblätter geschrieben. Diese Palmenblätter wurden in Körben aufbewahrt, von denen es offenbar drei gab, daher auch der Name Tripitaka, „Drei Körbe“.

Heute gibt es die Reden und Belehrungen Buddhas natürlich längst in Buchform. Die Einteilung in „drei Körbe“, um ihre Inhalte zu unterscheiden, ist dennoch geblieben. Die ältesten buddhistischen Schriften werden auch Palikanon genannt. Besonders bekannt und am häufigsten übersetzt sind die Verse aus dem Dhammapada, in denen die wichtigsten Lebensregeln Buddhas festgehalten sind. Der Dhammapada ist ein Teil des Palikanons oder Tripitakas.

Nachdem der Palikanon auch in die indische Sprache Sanskrit übersetzt worden war, wurden sie vom Sanskrit in weitere asiatische Sprachen übersetzt und es kamen immer mehr Deutungen buddhistischer Gelehrter hinzu. Für die verschiedenen buddhistischen Richtungen sind daher auch ganz unterschiedliche Schriften von Bedeutung.

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