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Die fünf Grundregeln des Buddhismus
Kein Unrecht tun
und immer nach dem Guten trachten,
sein Denken reinigen:
dies lehren die Erwachten.
(aus dem Dhammapada, Vers 183) |
Im Buddhismus gibt es für alle Anhänger, die keine Nonnen oder Mönche sind, fünf wichtige Grundregeln, die in allen buddhistischen Schulen gelehrt werden. Die Wortlaute können in den einzelnen Schulen voneinander abweichen. Für Nonnen und Mönche gibt es zum Beispiel nach dem alten Weg, dem Theravada, 311 bzw. 227 Regeln, die sie auf ihrem buddhistischen Weg einhalten müssen. Für alle Buddhisten gelten jedoch gleichermaßen die folgenden fünf Regeln, die wir euch „übersetzt“ haben:
Lebendiges umzubringen will ich mich enthalten
Ich zerstöre oder verletze kein Lebewesen.
Ich werde ein Töten von anderen Lebewesen verhindern.
Ich wende mich stattdessen allen Lebewesen mitfühlend zu.
Nichtgegebenes zu nehmen will ich mich enthalten
Ich stehle nicht.
Ich beute keine anderen Lebewesen aus oder unterdrücke sie.
Ich achte den Besitz anderer und bin selbst großzügig mit meiner Zeit, meiner Energie und meinem materiellen Besitz.
Des falschen Gebrauchs der Sinne will ich mich enthalten
Ich trage Verantwortung für das, was ich liebe.
Ich gehe keine Beziehung ohne Liebe ein.
Falscher Rede will ich mich enthalten
Ich lüge nicht.
Ich benutze keine Worte, die die Wahrheit verdrehen und Zwietracht säen.
Ich achte auf meine Worte im Umgang mit anderen, denn auch Worte können verletzten.
Stattdessen will ich mich im mitfühlenden Zuhören üben, einfühlsame Worte finden und Streitigkeiten schlichten.
Berauschender Mittel will ich mich enthalten
Ich nehme keine Drogen oder andere berauschende Mittel.
Ich lasse mich auch nicht durch andere äußere Einflüsse* ablenken oder berauschen.
Ich esse und trinke in Achtsamkeit und nehme nur Dinge zu mir, die mir gut tun und mich gesund erhalten.
* bezogen auf unsere Gegenwart, könnten das Fernsehen und der Computer solche Einflüsse sein.
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