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Prinzessinnen-Spezial
Europa Prinzessin

 

Prinzessin Europa

In der großen Schatzkiste der griechischen Sagen haben wir die Geschichte von der Königstochter Europa und dem Gott Zeus gefunden.

 

Für Schlauwebbis

Im alten Griechenland, im römischen Reich und in Germanien wurden ganze Götterfamilien mit Haupt- und Nebengöttern angebetet. Die gesamten Götter eines Volkes nennt man Pantheon. Zeus, Hera, Herakles und Poseidon sind nur einige Namen der griechischen Götterwelt. Bei den Römern hießen sie entsprechend Jupiter, Juno, Herkules und Neptun.

Daneben gab es die gefährlichen Zentauren, die mit Pferdeleib und menschlichem Oberkörper ständig Krieg führten. Der Sitz der griechischen und römischen Götter war der heilige Berg Olymp in Griechenland, weshalb man auch von den olympischen Göttern spricht.

Diese Götter waren den Menschen sehr ähnlich. Ob Liebeskrimi, Mord und Totschlag, Krieg und Frieden – den olympischen Göttern war nichts Menschliches fremd. Aber sie waren im Gegensatz zu den Menschen mit übernatürlichen Kräften ausgestattet.

Prinzessin Europa war die Tochter eines Königs, der über den Erdteil Asien herrschte. Sie war ein wunderschönes Mädchen und wurde von allen geliebt und verehrt. Ihre Anmut blieb auch den Göttern des Olymps nicht verborgen. Als Zeus die Prinzessin zum ersten Mal sah, verliebte er sich in das junge Mädchen. Er wollte sie zur Frau haben. Deshalb ließ er ihr einen Traum schicken, in dem sich das Land Asien mit einem gegenüberliegenden, unbekannten Land um die Prinzessin stritt. Die Länder hatten die Gestalten von Frauen. Asien wollte Europa behalten, während die fremde Frau das Mädchen mit sich nehmen wollte.

Als Europa am nächsten Tag erwachte, ging sie hinaus und pflückte sie einen herrlichen Blumenstrauß. Am Meeresstrand wollte sie daraus einen Blumenkranz binden. Als sie im warmen Sand saß und auf das Meer hinausblickte, entstieg den Wellen plötzlich ein großer, prachtvoller Stier. Europa war von seinem Anblick viel zu überwältigt, um Angst zu haben. Stattdessen streichelte sie das schöne Tier und schmückte es mit ihren Blumen. Sie traute sich sogar auf ihm zu reiten und rief: „Nur die Götter können wissen, wohin wir jetzt reiten.“ Der Stier nutzte diesen Moment und stürzte sich mit der schönen Prinzessin auf seinem Rücken zurück ins Meer. Einen Tag und eine Nacht lang waren sie auf dem Meer unterwegs. Währenddessen erzählte der Stier Europa sein Geheimnis. Er war nämlich kein gewöhnlicher Stier, sondern der Gott Zeus, der sich aus Liebe zu ihr diese Entführung ausgedacht hatte. Sobald sie in seinem Königreich angekommen waren, nahm der Gott wieder Menschengestalt an. Sein Königreich war die Insel Kreta und sie gehörte zu dem unbekannten Erdteil, von dem die Prinzessin geträumt hatte.
Zeus versprach, dass er die Königstochter beschützen und immer für sie sorgen werde. Als Zeichen seiner Liebe sollte der Erdteil von nun an Europa heißen.

Die Königstochter konnte Zeus, der ihr ein ganzes Land zu Füßen legte, nicht widerstehen. Sie heiratete den mächtigen Gott und schenkte ihm drei Söhne. Die Griechen liebten ihre neue Göttin ebenfalls von ganzem Herzen und gaben jedem neu erobertem Land ihren Namen. So soll Europa als Erdteil entstanden sein.

In unserem Urzeit-Spezialkannst du nachlesen, wie die Erde entstanden ist.

Zwischen der Entstehung des Kontinents Europa und dem Zusammenschluss von europäischen Staaten zur Europäischen Union liegen nicht nur Urzeiten, sondern auch eine lange, spannende Geschichte der Menschheit. Heute gehören 27 Länder zur EU. In unserem EU-Spezial haben wir bereits viele Informationen zu den einzelnen Ländern für dich zusammengestellt.

       
 
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