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Prinzessinnen-Spezial
Die Seeräuberprinzessin

Die Piratenprinzessin

Kennst du Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf?

Sie ist die Tochter des Königs von Taka-Tuka-Land, der außerdem der freundlichste Pirat der Welt ist. Und daher ist Pippi Langstrumpf wohl die berühmteste und beliebteste Piratenprinzessin, die je erfunden wurde.

Auch die Geschichte der norwegischen Prinzessin Alwilda könnte eine Legende sein, vielleicht hat sie sich aber auch genau so zugetragen, wie sie erzählt wird:

Alwilda lebte vor 1.500 Jahren im Schloss ihres Vaters, bis dieser sie mit dem Prinzen von Dänemark verheiraten wollte.

Das gefiel der eigenwilligen Prinzessin überhaupt nicht.

Sie verkleidete sich als Mann und heuerte auf einem Schiff als Matrose an, um über die Ostsee vor der geplanten Hochzeit zu fliehen.

Doch das Schiff wurde von Piraten angegriffen. Alwilda kämpfte voller Mut und mit großer Tapferkeit gegen die Seeräuber. Das beeindruckte die rauen Gesellen anscheinend so sehr, dass sie die Prinzessin einige Zeit später zu ihrem neuen Kapitän wählten. Aus der braven Königstochter wurde eine Piratenprinzessin. Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Die Piraten waren dem König von Dänemark ein Dorn im Auge, deshalb befahl er seinem Sohn, die Piraten gefangen zu nehmen. Es kam zu einer Seeschlacht, die der Prinz mit seiner Mannschaft gewann. Alwilda wurde im wahrsten Sinne des Wortes überwältigt. Als sie sah, mit welcher Kraft und Tollkühnheit der Prinz kämpfte, verliebte sie sich in ihn und die beiden wurden doch noch ein Brautpaar. Diese Geschichte steht in einem sehr alten Buch über die Geschichte der Dänen, das um 1.200 von einem Geistlichen geschrieben wurde. In diesem Buch gibt es übrigens noch weitere Erzählungen über Königstöchter, die zu Piratinnen wurden. Ob das vielleicht am Zeitalter der Wikinger lag?

Für Schlauwebbis
Kaum zu glauben, aber wahr, unter den Piraten gab es Frauen, die nicht weniger hinterlistig und grausam waren. Im 16. Jahrhundert übernahm Grace O’Malley nach dem Tod ihres Vaters das gesamte Kommando über dessen Piratenflotte. Sie hatte die Liebe zur Seefahrt und das Gespür für fette Prisen sozusagen mit in die Wege gelegt bekommen. „Granuaile“ war nicht nur eine Piratin, sondern auch eine Freiheitskämpferin. Sie wehrte sich gegen die Unterdrückung Irlands durch die Engländer und trat für die Rechte der Iren ein.
Die beiden bekanntesten waren später sogar Freundinnen und gingen zusammen auf Beutezug: Anne Bonny und Mary Read.
Sie machten im 17. und 18. Jahrhundert die Karibik unsicher. Als Männer verkleidet, schlossen sie sich der Mannschaft des Kapitäns John Rackham an. Als die Mannschaft 1720 von der königlich englischen Marine vor Jamaika gefangen genommen wurde, weil sie zu betrunken war, um sich zu wehren, sollen nur die beiden Frauen erheblichen Widerstand geleistet haben. Beide entgingen dem Galgentod, weil sie behaupteten, schwanger zu sein und um Milde baten. Das Gefängnis blieb ihnen nicht erspart und Mary Read starb dort an Fieber. Anne Bonny soll zu John Rackham am Tag seiner Hinrichtung gesagt haben:
„Es tut mir leid dich hier zu sehen, Jack, aber wenn du wie ein Mann gekämpft hättest, müsstest du nicht jetzt wie ein Hund hängen.” In China versetzte die Piratin Zheng Yi Sao um 1800 die Handelsschiffe auf dem südchinesischen Meer in Angst und Schrecken. Sie war die Anführerin einer Piratenflotte mit 1.800 Dschunken und über 70.000 Piraten als Besatzungen, die sich in einem Piratenbund zusammengeschlossen hatten.

Mehr über das Piratenleben erfährst du in unserem Piraten-Spezial.

Und hier geht es ab zum Prinzessinnen-Spezial!

       
 
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