Ein paar Hinweise und Tipps zu Beginn der großen Eierfärberei
Grundsätzlich sind die künstlichen Lebensmittelfarben, die man im Supermarkt, in der Drogerie oder Apotheke kaufen kann für gesunde Menschen kein Problem. Auch wenn das Eiweiß durch feine Risse in der Eierschale verfärbt ist, kann so ein Ei gegessen werden.
Ob künstliche Farben aus Lebensmittelfarbstoffen oder aus der Natur – bei empfindlichen Menschen können die Farben E 122 (Azorubin) für rote und E 151 (Brillantschwarz) für blaue Eier allergische Reaktionen auslösen. Das gilt auch für Pflanzenfarben. Oft wissen Allergiker aber, auf welche Pflanzen- und Zusatzstoffe sie mit tränenden Augen, Juckreiz oder Atemnot reagieren.
Zurzeit ist nicht bekannt, dass der Virus der Vogelgrippe durch Lebensmittel übertragen wird, das gilt auch für Hühnereier. Da Eier und rohe Geflügelprodukte aber auch Krankheitserreger wie die Salmonellen enthalten können, sind saubere Hände, Arbeitsflächen und Küchenutensilien vor und nach der Küchenarbeit ganz wichtig.
Ostereier sollen meistens recht lange haltbar sein und werden daher oft hart gekocht. Dann haben Salmonellen & Co. auf gar keinen Fall eine Chance. Hart gekochte Eier können, wenn ihre Schale heil ist, innerhalb von drei Wochen gegessen werden.
Tipps zum Färben der Eier
- Alle Eier sollten vor dem Färben sauber gemacht und auf Risse überprüft werden. Für das Färben mit Pflanzenfarben werden die Eier eine halbe Stunde lang in ein lauwarmes Essigbad gelegt und anschließend gut abgespült, so behandelt können die feinen Poren in der Eierschale die Farbpigmente gut aufnehmen. Das Essigbad besteht aus einem Teelöffel Essigessenz pro einem Liter Wasser.
- Große Marmeladengläser, Joghurtbecher oder - für heißes Wasser - Keramikbecher eignen sich prima für die Farbbäder. Doch Vorsicht beim Umgang mit Farben für heißes Wasser und dem Kochwasser, es besteht Verbrühungsgefahr! Und nicht vergessen: auch Wasserdampf aus Eierkochern ist sehr heiß!
- Auf weißen Eiern sehen die Farben viel intensiver aus, als auf braunen. Wer kräftige Farben mag, nimmt daher weiße und wer Erdtöne schöner findet braune Eier.
- Mit einem Pinselchen und Zitronensaft kann man schöne Muster vor dem Färben auf das Ei malen. Dort wo die Eierschale mit Zitronensaft bemalt wurde, nimmt sie keine Farbe mehr an.
- Vor dem Färben mit Kaltfarben können Pflanzenblätter oder Formen aus Papier geschnitten und auf die heißen Eier geklebt werden.
- Gekochte Eier müssen heiß sein, wenn sie ein Farbbad nehmen. Das gilt für das Färben mit Kaltfarben und den Marmorierfarben.
- Die Marmorierfarben verwässern nicht, wenn die Eier vorher gut abgetrocknet wurden.
- Die gefärbten Eier werden mit Küchenpapier vorsichtig abgetupft und auf ein Kuchengitter zum Trocknen gelegt, dann bilden sich keine oder nur kleine Farbflecken auf dem Ei.
- In bereits gefärbte Eier können mit Stopfnadeln Muster geritzt oder gekratzt werden.
- Fertige Abziehbildchen oder Motive von der ersten Schicht einer Papierserviette können auf die gefärbten Eier geklebt werden.
- Nach dem Trocknen können die Eier mit Speiseöl oder Speck eingerieben werden, dann erhalten sie einen schönen Glanz.
Pflanzenfarben, künstliche Lebensmittelfarbe, heiß oder kalt - für jeden ist etwas dabei!
Beim Färben während des Kochens werden die Eier in der Farbe gar gekocht. Das funktioniert sowohl mit künstlichen Farbstoffen wie auch mit Pflanzenfarben. Dazu wird die Farbtablette oder der Naturstoff in einen Topf mit Wasser und 2 Esslöffeln Essig gegeben und zusammen mit den Eiern aufgekocht.
Kamille, Kümmel oder Safran ergeben ein leuchtendes Gelb.
Rooibuschtee verfärbt die Eierschale beige bis orange, während Zwiebelschalen für einen satten Gelbbraunton sorgen.
Um die Eier rot zu färben, nimmt man Rote Beetesaft und für ein schönes Violett klein geschnittenen Rotkohl.
Holundersaft färbt die Eier blau und ein schönes Grün erhält man mit Spinat- oder Brennnesselblättern.
Pro Liter Wasser gibt man drei Hände voll Zwiebelschalen, ¼ l rote Beete oder Holundersaft und ungefähr 500 g Spinat oder Rotkohl dazu. Man kann auch zunächst eine Suppe aus dem jeweiligen Lebensmittel kochen. Die Suppe gibt man anschließend durch ein Sieb und erhält so einen Sud, in dem die Eier zusammen mit 2 Esslöffeln Essig gekocht werden.
Für noch kräftigere Farben legt man das Ei später noch mal eine Stunde im kalten Sud liegen.
Für das Eier färben mit Kaltfarben werden die Farbtabletten oder die flüssigen Farben in einem Becher oder Glas mit kaltem Wasser und einem Esslöffel Essig aufgelöst. Anschließend baden die frisch gekochten und noch warmen bis heißen Eier ein paar Minuten in der Farbe. Je länger die Eier im Farbbad liegen, desto dunkler und kräftiger werden die Farben. Diese Art des Färbens eignet sich vor allem für kleinere Kinder ab 4 Jahren. Mit einem alten T-Shirt von Papa und dünnen Plastikhandschuhen ausgestattet, werden Kleidung und Hände vor Farbspritzen geschützt.
Beim Färben mit Kaltfarben gelingen auch den Kleinsten wunderbare Streifeneier, in dem sie die Eier unterschiedlich tief oder mit verschiedenen Seiten in die Farben tauchen. Das Wunder des Farbwechsels, wenn das Ei zunächst im roten Farbwasser liegt und sich dann im blauen Farbbecher in ein violettes Ei verwandelt fasziniert, die Kinder und lädt zu vielfältigen Farbexperimenten ein.
Mit Marmorierfarben können besonders bunte oder einfarbige Eier mit schönen Strukturen hergestellt werden. Dazu werden dünne Plastikhandschuhe getragen. Auf einen Plastikhandschuh wird Farbe aus einem Farbstäbchen gegeben. Nun wird das noch heiße Ei in der Hand gewälzt, wodurch die marmorierten Strukturen entstehen. So ein Ei kann dann auch durch verschiedene Farbhände kullern und wird dadurch recht bunt.
Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert das Färben mit Farbstäbchen, nur dass das Ei damit betupft oder bemalt wird. Mittlerweile sind im Handel sogar Filzstifte mit Lebensmittelfarbe erhältlich, die es möglich machen kleine Bilder auf das Ei zu malen.
Viele, viele bunte Eier und jede Eierfarbe hat eine Bedeutung
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Das Ei am Ostertag ist das Symbol für das Leben und für Christen die Erneuerung des Lebens mit der Auferstehung Jesu Christi in der Osternacht. Schon vor der Entstehung des Christentums beschenkten sich die Menschen mit gefärbten Eiern, denn nach alten vorchristlichen Sagen ist die Welt oder sind die damaligen Götter einem Ei entsprungen. In Persien, Ägypten und Griechenland wurden die Eier zum Frühlingsfest gegessen. In China bekommen Eltern zur Geburt ihres Kindes von den Nachbarn rote Eier geschenkt als Zeichen für Glück und Wohlergehen. |
ROT
Die Farbe des Lebens und der Lebensfreude. Für die Christen ist das rote Ei ein Zeichen dafür, dass sich Jesus für die Menschen am Kreuz geopfert und mit seiner Auferstehung den Tod besiegt hat. In Russland wird erzählt, das Maria Magdalena dem römischen Kaiser Tiberius am Tag der Auferstehung ein Ei geschenkt hat. Dazu sprach sie: „Christus ist auferstanden!“ Doch Tiberius, der das nicht glauben wollte, antwortete: „So wenig wie ein weißes Ei rot werden kann, so wenig kann ein Toter wieder auferstehen.“ Doch kaum hatte er die Worte gesprochen, verwandelte sich das weiße Ei in ein rotes Ei.
BLAU
Blaue Ostereier werden mit Pech, Unglück und Kälte in Verbindung gebracht. Dabei wird der Farbe Blau eigentlich Zufriedenheit und Freundlichkeit zugeschrieben.
GRÜN
Die Farbe der Hoffung, des Frühlings und der Jugend ist grün. Grüne Eier sind das Zeichen für Glück.
GELB
Sonne, Licht und Weisheit werden mit gelben Eiern verbunden.
BUNTe Eier
Bunte Eier sorgen für gute Laune und machen froh!
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