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Christen feiern Ostern, was bedeutet das?
Für einige Menschen bedeutet Ostern ein paar freie Tage zum Frühlingsanfang, Freude an der Ostereiersuche und dem gemütlichen Beisammensein mit der Familie. Manche nutzen die Zeit für eine Urlaubsreise über die Feiertage oder für lange Spaziergänge in der Frühjahrssonne.
Für Menschen mit einem christlichen Glauben ist Ostern das wichtigste Fest.Es ist sogar wichtiger als Weihnachten, weil der Glaube an Gott am Ostersonntag für die Christen seine Wurzeln hat. |
Ostern dauert auch nicht nur zwei Tage, sondern vom Ostersonntag bis Pfingsten. Die Feier wird vor, während und nach der Osterzeit mit Gottesdiensten und Ritualen wie das Fasten oder das Taufen begleitet.
40 Tage vor Ostern, das ist die Zeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag, wird gefastet.In früheren Zeiten hieß das, dass die Gläubigen kein Fleisch, auch keine Eierspeisen und Alkohol zu sich nehmen durften. Heute fasten nur noch sehr wenige Menschen so streng. Stattdessen verzichten sie in den 7 Wochen der Fastenzeit auf das Fernsehen, Süßigkeiten oder das Autofahren. In der Fastenzeit sollen die Menschen das Verzichten üben und ihre Gewohnheiten aufgeben, um sich auf die bevorstehende Osterzeit und die Zeit der Erneuerung vorzubereiten. Gleichzeitig erinnern sie sich in der Fastenzeit an den Leidensweg Jesu, deshalb werden die 40 Tage auch Passionszeit genannt:
Der Leidensweg Jesu Christi ist eine Folge wichtiger Ereignisse und beginnt damit, dass die religiösen Führer in Jerusalem seinen Tod beschließen. Jesus von Nazareth hatte sie kritisiert und außerdem waren die Priester eifersüchtig, weil so viele Menschen auf ihn hörten. Bei der letzten gemeinsamen Mahlzeit am Pessachfest erzählte Jesus seinen zwölf Jüngern von dem bevorstehenden Verrat, seiner Verhaftung und der Kreuzigung. Doch sie wollten es nicht glauben. Und doch geschah es genau so, wie Jesus gesagt hatte: Judas, einer der zwölf Jünger, verriet Jesus bei den Hohenpriestern für 30 Silberlinge, in dem er ihnen sagte, wo sie Jesus finden würden. Daraufhin wurde Jesus im Garten Gethsemane von Soldaten der Tempelwache verhaftet. Innerhalb eines Tages wurde Jesus vor dem Hohen Rat verhört und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tod am Kreuz verurteilt. Auf dem Hügel Golgatha vor den Mauern Jerusalems wurde Jesus am Freitag gekreuzigt. Er starb noch am selben Abend und sein Leichnam wurde nach jüdischer Sitte in ein Felsengrab gelegt, das mit einem schweren Stein verschlossen wurde. Als Maria Magdalena am Sonntag mit anderen Frauen zum Grab kam, war es leer. Obwohl die Menschen traurig waren und zweifelten, waren der Glaube und die Freude viel größer: „Jesus Christus ist auferstanden!“ Aus Jesus von Nazareth wurde Jesus Christus, was übersetzt heißt Jesus, der Gesalbte.
Wie kann es sein, dass ein Mensch der tot ist, plötzlich wieder lebt? Ist es ein Rätsel, das von der Wissenschaft erst noch gelöst werden muss? Oder ist es ein Geheimnis, das nur diejenigen verstehen können, die daran glauben?
In dem Glauben, dass alles so stattgefunden hat und dass es möglich ist, liegt der Grundstein des Christentums. Es ist das Bekenntnis der Menschen zu Gott und Jesus Christus, seinem von ihm gesandten Sohn. Christen verbinden mit der Auferstehung Jesu Christi die Nachricht: Gott will das Leben, nicht den Tod der Menschen. Jesus lebt und der Tod ist besiegt worden. Jeder Mensch, der an Gott, Jesus und den Heiligen Geist glaubt, kann den Tod, das Traurige oder die Dunkelheit im Leben ebenfalls besiegen und muss sich vor nichts mehr fürchten. Es bedeutet auch, dass jedes Ende auch gleichzeitig ein neuer Anfang ist und das gilt bis in alle Ewigkeit. Das ist die christliche Botschaft am Ostersonntag.
Im Johannesevangelium im Neuen Testament steht die gute Nachricht:
Jesus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht.
(Johannes 11, 25)
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