 |
Mandalas und wilde Affen
Ein Mandala ist ein gemaltes oder gelegtes Bild, das aus den geometrischen Formen Kreis, Viereck oder Dreieck gestaltet wurde. Das Wort Mandala stammt aus den heiligen Schriften der Hinduisten. Diese Schriften werden Veden genannt und sind in der altindischen Schriftsprache Sanskrit geschrieben. Übersetzt heißt Mandala Kreis, Ring. |
In vielen Religionen, vor allem im Hinduismus und Buddhismus, hat das Mandala eine ganz besondere Bedeutung: Es stellt den Kosmos, die Unendlichkeit des Weltraums, dar. Es wird in religiösen Handlungen und für die Sammlung des Geistes, der Meditation, verwendet. Du hast bestimmt schon ganz oft meditiert, ohne es zu wissen. Wenn du so in ein Spiel oder in das Lesen eines Buches vertieft bist, dass du Zeit und Raum vergisst, ist das eine Form der Meditation. Beim Gestalten und Ausmalen eines Mandalas kann dir das auch passieren. In dem du das Kreisbild von innen nach außen oder von außen nach innen malst, wirst du ruhiger. Deine Gedanken sammeln sich und du bist nur noch mit dem Ausmalen des Mandalas beschäftigt. Im Zen-Buddhismus sagt man: „Das Denken ist ein wilder Affe.“ Mit einem Mandala kannst du den „wilden Affen“, der in deinem Kopf herumtollt und dich ganz kribbelig macht, zähmen.
Dabei ist es völlig unwichtig, welche Farben du verwendest, ob das Mandala besonders sorgfältig ausgemalt ist oder du einzelne Teile nicht ausmalst. Wenn dir ein Mandala gefällt, fange einfach an es auszumalen. Am besten eignen sich Bunt- oder Wachsmalstifte. Damit du dein Mandala ganz und gar ungestört ausmalen kannst, such dir einen ruhigen Raum, in dem es keine Ablenkung durch ein Radio, den Fernseher oder andere laute Geräusche gibt. Du kannst dir selbst ein Mandala gestalten oder ein fertiges ausmalen. Aus Perlen, Bohnen, Linsen oder farbigem Sand kannst du auch ein Mandala legen.
Für Erwachsene lohnt es sich den folgenden Artikel zu lesen:
Kleines 1 x 1 der Mandalas für Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen |