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Märchen-Spezial
Murks im Keller

Zauberhafte Märchenwelt

„Es war einmal …“ Bei einer Geschichte, die so beginnt, handelt es sich meistens um ein Märchen. Aber, was ist ein Märchen überhaupt?

 

Lotta kommt ganz aufgeregt von der Schule nach Hause. „Mama, stell dir vor:
Im Keller unserer Schule wohnt ein Murks. Er sorgt dafür, dass wir ständig Fehler machen, und freut sich, wenn wir uns darüber ärgern!“ „Aber Lotta, da hat dir aber jemand ein Märchen erzählt.“

Wie schön wäre es, wenn es den „Murks“ tatsächlich geben würde. Damit könnten wir erklären, warum wir Fehler machen. Vor allem, dass nicht wir die Fehler machen, sondern ein unbekanntes, fantastisches Wesen. Und schon sind wir mittendrin in der zauberhaften Märchenwelt.

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Hier sind Wirklichkeit und Fantasie miteinander verwoben. Alles scheint möglich und unmöglich zugleich. Der „Murks“ in Lottas Geschichte muss übernatürliche Kräfte besitzen. Wie sonst könnte er uns dazu bewegen, Fehler zu machen. Vielleicht ist er ein Zauberer oder ein Troll.

Für Schlauwebbis
Die Wikinger glaubten fest daran, dass es Trolle gibt. Die alten, heidnischen Bräuche und vor allem die Vorstellung von Geisterwesen überdauerte in ganz Skandinavien und Island die Zeit. Trolle sind kleine oder riesige männliche Geistwesen, die jede Menge Schaden anrichten können, wenn man sie ärgert.

Egal was oder wie er ist: Die Figur des Murks erzeugt Bilder in unserem Kopf. Er regt auf wundersame Weise unsere Fantasie an. Märchen sind ein Kopfkino, der ganz besonderen Art, wobei die Handlung und die darin vorkommenden Personen und Wesen frei erfunden sind. Sie erzählen eine Geschichte, in der ein Mensch eine oder mehrere Prüfungen bestehen oder Hindernisse bewältigen muss, bis er sein gewünschtes Ziel erreicht. In unserem modernen Märchen vom „Bösen Murks“ könnte sich Lotta auf den Weg machen, den Murks zu finden, um ihn aus dem Schulkeller zu vertreiben. Dabei müsste sie viele Abenteuer überstehen, angefangen von der Öffnung der magischen Holztür bis zum Wunschregal mit den vielen Farbtöpfen.  Am Ende des Märchens würde es ihr mit der Zauberkreide gelingen, den Murks in die Flucht zu schlagen. „Und wenn er nicht gestorben ist, lebt er noch bis heute im Kellergewölbe der alten Kirche.“ Mit diesem Satz würde unser Märchen - wie fast alle Märchen - enden. Das Gute hat unter größten Anstrengungen, das Böse besiegt.

Komm, erzähl mir was – von Märchen, Sagen, Fabeln und Legenden

Im Wort „Märchen“ steckt das veraltete Gegenstandswort „Mär“, das soviel wie „Nachricht, Erzählung oder Kunde“ heißt. Reisen wir mit Kidswebbis-Zeitmaschine noch ein Jahrhundert zurück, begegnen wir dem Wort „Märlein“. Die Bedeutung dieser Verkleinerung von „Mär“ kommt dem Wort „Märchen“ schon viel näher: Nachricht, Gerücht, kleine (unglaubhafte) Erzählung.

Bleibt die Frage offen, seit wann es Märchen gibt. Um ehrlich zu sein, hier sind sich die Forscher
nicht einig. Einige vermuten den Ursprung in der Steinzeit oder zu Beginn des Mittelalters. Andere Wissenschaftler gehen davon aus, dass Märchen überall dort entstehen, wo die Menschen magische Kräfte vermuten, Freude an fantastischen, übernatürlichen Geschichten haben und diese erzählen, um für Unterhaltung zu sorgen.

Kein Wunder also, dass die meisten Märchen einer Zeit entstammen, in der die Menschen weder lesen noch schreiben konnten und sie ihr Wissen aus dem Leben mit und in der Natur bezogen. Jede Kultur hat im Laufe der Jahrtausende auf diese Weise eigene Volksmärchen hervorgebracht. Wer sich diese Märchen ausgedacht jemals ausgedacht hat, ist unbekannt. Sie sind allesamt zunächst mündlich und erst später dann schriftlich überliefert.

Für Schlauwebbis - eine Prinzessin als Märchenerzählerin
Die Sammlung der Geschichten aus Tausendundeiner Nacht beginnen selbst mit einer Geschichte: Die arabische Prinzessin Scheherazade muss dem rachsüchtigen Sultan jede Nacht ein neues Märchen erzählen, um am Leben zu bleiben. Nach 1.001 Nächten ist der Sultan endlich besänftigt und glücklich, mit einer so klugen und belesenen Frau verheiratet zu sein. Aus dem wunderbaren Märchenschatz der Prinzessin stammen die Geschichten um Aladin mit seiner Wunderlampe,  Ali Baba und dem Seefahrer Sindbad. Allerdings sind längst nicht alle Märchen dieser Sammlung für Kinder geeignet!

Sagen und Legenden sind hingegen aus einer tatsächlichen Begebenheit entstanden.
Durch das Weitersagen von Generation zu Generation wird die Erzählung immer mehr zu einer Heldengeschichte. Wie bei dem Spiel Stille Post verändert sich die Erzählung im Laufe der Zeit durch das Weglassen oder Hinzufügen von Umständen. Das ursprüngliche Ereignis bleibt jedoch im Kern der Sage erhalten.

In einer Fabel hingegen können Tiere, Pflanzen oder andere Naturdinge wie Menschen sprechen. Sie haben Eigenschaften wie Klugheit, Schnelligkeit oder Verschlagenheit wie zum Beispiel der schlaue Fuchs oder die diebische Elster. Am Ende einer Fabel steht häufig der Satz „Und die Moral von der Geschichte ist, …“, denn aus jeder Fabel sollen wir eine Lehre ziehen und etwas für das Leben lernen.

Vielleicht hast du Lust bekommen, nun selbst das Märchen vom Murks zu schreiben.
Oder du tauchst tiefer in unser Märchen-Spezial ein.

Text: Nicole Potthoff

 

 
 
     
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